"Der Mann von Monterey", Folge Nr. 19 aus der Reihe „vergessene Western“, diesmal wieder mit dem jungen John Wayne in der Hauptrolle als Captain John Holmes und seinem Wunderpferd Duke. Wir schreiben das Jahr 1848, in dem die amerikanischen Behörden versuchen mittels Registrierungsgesetz, Struktur in die spanischen Ländereien zu bringen. Natürlich versuchen Gauner dies für sich zu nutzen und der rechtschaffene John Holmes wird von der amerikanischen Regierung geschickt, um für Recht und Ordnung zu sorgen.
Don Jose Castanares (Lafe McKee) ist Besitzer eines riesigen Landstrichs. Von den Bergen bis zum Meer reicht sein Grund in der Nähe Santa Barbaras. Dies ruft Neider auf den Plan und von denen gibt es genug.Neben dem Amerikaner Jake Morgan (Slim Whitaker), vor allem auch sein eigentlich guter Freund Don Pablo
Gonzales (Francis Ford), der mit Geldschwierigkeiten zu kämpfen hat. Eigentlich wollte sich Pablo die Gunst von Jose ermöglichen, indem er seinen Sohn Don Luis Gonzales (Donald Reed) mit der Tochter von Jose, Dolores Castanares (Ruth Hall) verheiratet. Doch der Funke zwischen den beiden Kindern will einfach nicht überspringen. Don Luis Gonzales hat sein Herz schon an die Bardame Anita Garcia (Nina Quartero) verloren und Dolores sucht ihren Märchenprinzen.
Deshalb möchte sich Don Pablo Gonzales das von den Amerikanern beschlossene Registrierungsgesetz zunutze machen. Dies besagt, dass das Land der spanischen Grundbesitzer zum öffentlichen Eigentum wird, wenn nicht vor Ablauf der Frist diese Ländereien bei dem amerikanischen Grundbüro eingetragen werden und dann neu verteilt wird. Da Jose eh den Amerikanern misstrauisch gegenüber eingestellt ist, braucht Pablo diese Abneigung nur weiter schüren, um sich nach Ablauf der Frist dessen Besitz unter den Nagel zu reißen.
Doch er hat die Rechnung ohne Captain John Holmes (John Wayne) gemacht, der von der amerikanischen Regierung losgeschickt wird, um den Großgrundbesitzern, allen voran Don Jose Castanares, die Vorteile der Registrierung zu erklären, damit diese ihr Misstrauen ablegen. Bei seinen Bemühungen trifft er auf Felipe Guadalupe Constacio Delgado Santa Cruz de la Verranca (Luis Alberni), der als reisender Sänger und Wahrsager seinen Lebensunterhalt bestreitet und sich John anschließt, nachdem er ihn gegen Don Luis Gonzales verteidigte. Als John dann auch noch die Tochter von Don Jose Castanares, Dolores, trifft und sich beide zueinander hin gezogen fühlen, wird die Situation für Don Pablo immer verzwickter und zwingt ihn zu handeln. Kurzer Hand entführt er Don Jose, damit dieser nicht rechtzeitig die Eintragung machen kann und auch Tochter Dolores, um sie mit Luis zu verheiraten.
Jetzt liegt es an John Holmes diese Intrige zu verhindern und mithilfe von Jake Morgan,
Felipe und seinem treuen Pferd Duke für Gerechtigkeit zu sorgen.
Vieles in diesem Film ist eigenwillig. Es ist ein Western und eigentlich tragen alle Pistolen und Gewehre. Aber bis auf eine Schießerei bei einem fingierten Überfall (bei dem ein Reiter wie vom Blitz getroffen vom Pferd fällt, ob Treffer oder Herzanfall, ist leider nicht erkennbar), gibt es nur Auseinandersetzungen mit Knüppeln und Säbeln, mit denen dann auch noch völlig wahl- und meist ziellos in der Luft herumgewirbelt wird. Am schönsten fand ich eine Szene in der Villa des Don Pablo Gonzales, in dem sich John und seine Helfer eingeschlichen hatten und diese dann durch Pablo und seine Schergen gestellt wurden. John und Felipe verbarrikadieren die Tür und der gute Don Pablo steht davor und sagt: "Sie können uns jetzt nicht mehr entkommen, sie sitzen in der Falle“ … Vielleicht lag es an der stressigen Situation oder kurzfristiger geistiger Umnachtung, dass er sich in seinem eigenen Haus nicht auskennt und völlig vergessen hat, dass es aus dem besagten Raum eine Tür nach hinten raus gibt, die zu einem Flur mit Treppe und weiteren Räumen führt …
Diese Art der merkwürdigen Verhaltensweisen und Dialoge kommen leider zur Genüge in diesem Western vor und auch der wirklich lustige Part von Luis Alberni als Felipe kann nicht über die durchweg höchstens mittelmäßige schauspielerische Leistung hinweg trösten. Doch die 55 Minuten sind zum Glück schnell vorbei und dank der recht guten Tonüberarbeitung im 2.0 Format (Englisch und Deutsch), sind die Gespräche gut zu verstehen und auch dem Bild wurde vernünftig auf die Sprünge geholfen. Das Bild wirkt für diesen alten Film kontrastreich, halbwegs scharf und das leichte Bildrauschen sorgt eher noch für bessere Atmosphäre. Die Sonderausstattung besteht aus ein paar Trailern zu anderen Teilen dieser Serie sowie der Vorstellung des John Wayne Buches und einem Wendecover ohne FSK.
Kommentar verfassen
Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.