Der Meisterdieb und seine Schätze

Der Meisterdieb und seine Schätze

Originaltitel: Mes Trésors
Genre: Komödie
Regie: Pascal Bourdiaux
Hauptdarsteller: Jean Reno Reem Kherici
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 6

Der Meisterdieb und seine Schätze   23.08.2017 von MarS

Seit bereits 38 Jahren im Geschäft ist der französische Schauspieler Jean Reno (Im Tausch der Tiefe, Leon, der Profi, Die purpurnen Flüsse) immer noch ein gefragter Mann, wenn es um französische Filme geht. Mit der Komödie Der Meisterdieb und seine Schätze fügte er nun seiner Filmografie ein weiteres Werk hinzu...

 

Patrick ist ein Dieb und Meister seines Fachs, doch trotz akribischer Planung wird er bei seinem aktuellen Coup, dem Raub einer wertvollen Stradivari, von seinem Partner über den Tisch gezogen. Im Glauben Patrick sei bei einem Unfall gestorben macht sich dieser mit der Violine aus dem Staub, um sie an eine vermögende Witwe zu verkaufen, doch so einfach lässt sich ein Meisterdieb nicht ausschalten. Patrick nutzt seinen vorgetäuschten Tod um sich mit seinen Töchtern Carole und Caroline zu verbünden, die weder voneinander wissen, noch in der Vergangenheit etwas mit ihrem Vater zu tun hatten. Während Carole als Informatikerin arbeitet und ein emotional geleitetes Mauerblümchen ist, kennt sich die offene Caroline, unfreiwillig in die Fußstapfen ihres Vaters getreten, als Taschendiebin bereits mit der Welt aus Lug und Betrug aus. Natürlich sind hier Probleme vorprogrammiert, doch nur gemeinsam kann es ihnen gelingen, die 15 Millionen Dollar für die Stradivari zu stehlen...

 

Der Meisterdieb und seine Schätze ist eine anspruchslose, lockere Komödie ohne viel Tiefgang und weiß dank sympathischen Figuren und einer netten Handlung mit kleineren Twists zu unterhalten. Während Jean Reno hier meist nur als tragendes Beiwerk fungiert sind es vor allem die Spannungen und verbalen Ausschreitungen zwischen den beiden Schwestern, sehr schön und glaubwürdig dargestellt von den in Deutschland eher unbekannten französischen Schauspielerinnen Reem Kherici und Camille Chamoux, die im Film für den nötigen Humor sorgen. Auch wenn große Lacher ausbleiben und nicht jeder Gag gut pointiert wurde, so reicht es dennoch für ein angenehmes Dauergrinsen beim Zuschauer ohne die eigentliche Geschichte in Alberne zu ziehen oder gar auf Slapstick zu setzen. Die Mischung aus Heist-Movie, Komödie und angedeutetem Familiendrama geht auf, setzt aber keine nennenswerten Akzente.

 

Bildergalerie von Der Meisterdieb und seine Schätze (9 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist HD-würdig und verfügt über eine solide Grundschärfe. Bei Innenaufnahmen ist das Bild immer wieder etwas milchig und verliert an Details, wohingegen die Farbgebung stets natürlich bleibt. Seine Stärken offenbart die Blu-ray bei Außen- und Landschaftsaufnahmen, die ausgewogen kontrastiert und kräftig wirken, aber auch bei Nahaufnahmen, die etwas detaillierter aussehen. Die Tonspur ist auf Grund des hohen Dialoganteils zwar stark frontgerichtet, weiß aber auch die umliegenden Boxen immer wieder atmosphärisch mit einzubinden. Lediglich die Bassbox bleibt nahezu stumm, obwohl einige Szenen auch hier eine kräftige Einbindung unterstützt hätten.


Das Fazit von: MarS

MarS

Der Meisterdieb und seine Schätze mag kein echtes Genre-Highlight wie andere französische Komödien sein, für einen familientauglichen, unterhaltsamen Filmabend reicht es aber allemal. Der Film punktet mit sympathischen Figuren und einer Geschichte mit einigen netten Wendungen sowie dezenter Situationskomik basierend vor allem auf geschwisterlichen Spannungen und bietet damit lockere Unterhaltung ohne Tiefgang, aber auch ohne überdrehte Übertreibungen. Ich kann Der Meisterdieb und seine Schätze allen empfehlen, die einfach mal 90 Minuten lang abschalten wollen - eine Prise gute Laune bekommt man dann auch noch obendrauf.


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