Der Tempelritter der Apocalypse

Der Tempelritter der Apocalypse

Originaltitel: The Minion
Genre: Action
Regie: Jean-Marc Piché
Hauptdarsteller: Dolph Lundgren • Françoise Robertson
Laufzeit: Ca. 85 Minuten
Label: Lighthouse Home Entertainment
FSK 18

Der Tempelritter der Apocalypse   25.03.2012 von

Alarm! Der Teufel bricht aus seinem ewigen Gefängnis aus und versucht zur Jahrtausendwende, die Welt zu erobern. Wie gut, dass Action-Held Dolph Lundgren rechtzeitig zur Stelle ist, um als moderner Tempelritter den bösen Jungs den Popo zu verhauen. Am Ende des letzten Jahrtausends erschien mit dem „Tempelritter der Apocalypse“ ein trashiger Actionfilm, der von seinem Aufbau überraschenderweise einem sehr bekannten Film von Arnold Schwarzenegger ähnelt.

 

Wir schreiben das Jahr 1999. Das Millennium rückt näher und unter einer Baustelle in New York finden ein paar Bauarbeiter einen geheimen Tempel. Als die Archäologin Karen Goodleaf eintrifft und die Reliquien untersucht, da wird ihr sofort klar, dass es sich hier um eine sehr abgelegene Station der Tempelritter handelt. Aus irgendeinem Grund hat sich vor nahezu tausend Jahren ein einzelner Ritter in den abgelegenen Westen begeben. Gerade ist sie noch am Rätseln, da taucht ein dämonischer Geist auf und will ihr einen antiken Schlüssel aus der Hand reißen. Wie gut, dass direkt aus Israel der etwas eigenwillige Mönch Lukas auftaucht. Dieser hat nicht nur zwei starke Fäuste, sondern weiß auch direkt, was da gerade passiert. Der Teufel plant pünktlich zum Jahrtausendwechsel, aus seinem Gefängnis auszubrechen, und braucht dafür nur den Schlüssel zu seinem Kerker. Den bewachen die Tempelritter bereits seit einiger Zeit vor dem „Minion“ - einem Diener des Bösen.

 

Diese Aufgabe ist nicht unbedingt die einfachste. Denn des Teufels kleiner Helferlein hat die fiese Angewohnheit, sich nach dem Tod in einem anderen Menschenwirt einzuquartieren. Damit ist dieser so gut wie unbesiegbar. Es beginnt ein Wettrennen um den Kerkerschlüssel, indem Lukas und Karen versuchen, diesen an einen sicheren Ort zu bringen.

 

Wenn man Dolph Lundgren auf dem Cover sieht, dann wird einem schnell klar, dass hier ein astreiner Action-Trasher erwartet. Der „Tempelritter der Apocalypse“ fühlt sich allerdings im Bereich des B-Movies auch sehr wohl. Die Action ist sehr simpel aufgebaut und die Dialoge gehören in den Mülleimer. Dennoch machen die Geschichte und das Szenario einen erfrischenden Eindruck. Allein die Vorstellung des bulligen Dolph Lundgren als faustschwingenden Mönch bringt eine Menge Spaß. Besonders interessant wird es, wenn man den Aufbau der Handlung unter die Lupe nimmt. Denn hier drängt sich einem ein unerwarteter Vergleich auf: Nehmen wir eine junge Frau, geben ihr einen bulligen Actionheld an die Seite und lassen beide vor einem nahezu unbesiegbaren Gegner flüchten. Das Ganze wird mit dem drohenden Weltuntergang vermengt und in eine Art Roadmovie verpackt. Wer diese Zusammenfassung liest, der denkt nicht unbedingt gleich an Mr. Lundgren als Tempelritter, sondern viel mehr an Arnold Schwarzenegger als Terminator. Es scheint also, als hätten sich die Macher dieses Films bei einer sehr bekannten Vorlage bedient. Wahre Action-Fans dürfte das jedoch kaum stören.

Die ärgern sich allerdings viel mehr über den aktuellen Release des Films. Die Blu-Ray Fassung kann eindeutig als „sinnfrei“ betitelt werden. Nicht nur, dass diese unnötigerweise an den interessanten Stellen geschnitten wurde, es scheint auch, dass man hierfür eine grobkörnige Axt verwendet hat. Nicht selten stellt man sich beim Schauen die Frage, warum gewisse Menschen plötzlich tot sind. Teils werden scheinbar ganze Handlungsstränge weggeschnitten, auch wenn die Schnittmenge wohl insgesamt nur bei ca. 2 Min. liegt. Hinzu kommt die nicht vorhandene Qualitätssteigerung. Bei einem Blu-Ray Release darf es einfach nicht reichen, die DVD-Fassung auf ein neues Medium zu brennen. So kommt das Bild aber leider nur in grobkörnigem 4:3 Format auf den Fernseher und auch der Ton findet sich nicht unbedingt in guter Qualität wieder. Wer also jetzt Interesse am Film hat, der greift lieber zum DVD-Release, der qualitativ gleich sein dürfte und ungeschnitten daher kommt.


Das Fazit von: Benji

Benji

Ich muss zugeben, ich hatte meinen Spaß mit Dolph Lundgren und seiner fiesen Eisenfaust. Was mir allerdings die Freude getrübt hat, war die miese Blu-Ray Fassung, die einen HD-Fernseher nicht wirklich verdient hat und auch noch geschnitten wurde. Der Schnitt selber ist dann auch noch zu meinem Unglück ziemlich grob gewesen, weshalb einige Szenen bei mir ein paar Fragezeichen hinterlassen haben. Aus irgendeinem Grund habe ich jetzt aber Lust auf einen waschechten Schwarzenegger. Ich sollte mal den Terminator wieder aus der Kiste ausgraben.


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