Desierto - Tödliche Hetzjagd

Desierto - Tödliche Hetzjagd

Originaltitel: Desierto
Genre: Thriller
Regie: Jonás Cuarón
Hauptdarsteller: Gael García Bernal
Laufzeit: DVD (85 Min) • BD (88 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 18

Desierto - Tödliche Hetzjagd   20.10.2016 von Panikmike

Das spanische Wort Desierto bedeutet übersetzt Wüste oder auch Wildnis. Der gleichnamige Film spielt in der Sonora-Wüste und handelt von 14 Mexikanern, welche in die USA geschmuggelt werden sollen. Doch da der Transporter mitten in der Wüste einen Motorschaden hat, müssen die Mexikaner mitsamt ihren beiden Führern zu Fuß weitergehen…

 

14 Mexikaner haben viel Geld dafür bezahlt, dass sie von einer Schmugglerbande über die Grenze gebracht werden. In einem unauffälligen Tiertransporter werden sie direkt durch die Wüste zur Grenze gebracht, doch mittendrin bleibt der LKW stehen. Einer der Mexikaner ist Mechaniker und verkündet die schlechte Nachricht, dass er den Motor nicht reparieren kann. Kurzerhand wird entschieden, dass die 14 Migranten mitsamt den beiden Schmugglern per Fuß über die Grenze und ans Ziel gebracht werden müssen.

 

Währenddessen vertreibt sich Sam (Jeffrey Dean Morgen) mit seinem Hund die Zeit damit, mitten in der Wüste Hasen zu schießen. Doch in Wirklichkeit ist er ein selbsternannter Grenzwächter, der radikal jeden Menschen umbringt, welcher illegal ins Land gekommen ist. Als sein Hund eine Fährte aufgenommen hat und Sam kurze Zeit später acht Mexikaner und einen Schmuggler gnadenlos mit seinem Scharfschützengewehr erschießt, beginnt für den Rest der Truppe eine erbarmungslose Jagd durch die heiße und trockene Wüste…

 

Der Film macht es einem nicht leicht. Zum einen bietet er sehr schöne und beklemmende Bilder der Wüste und eine gnadenlose Hetzjagd eines selbsternannten Grenzwächters, der keine Immigranten in seinem Land duldet und dabei über Leichen geht. Zum anderen bietet er leider Standardkost, die man schon zig Male in einer ähnlichen Form gesehen hat. Ein Mann mit einem Hund dreht durch, schießt alle über den Haufen und verliert am Ende dann doch. Der Film ist leider sehr vorhersehbar, was in der Tat sogar bis zum Ende hin bleibt. Zum Beispiel weiß man sofort wie der Hund erledigt wird, sobald der Hauptcharakter einen Erste-Hilfe-Kasten findet. So und noch manch andere Szenen sind berechenbar und bringen daher leider keinerlei Überraschung. Wen das nicht stört, der wird einen schonungslosen Thriller vorfinden, der gute Schauspieler, ein interessantes und aktuelles Thema und tolle Bilder hat.

 

Bildergalerie von Desierto - Tödliche Hetzjagd (9 Bilder)

Die Qualität der Blu-ray ist verdammt gut geworden, da das Bild jederzeit scharf ist und besonders die helle Sonne und die Wüste gut zur Geltung kommen und sehr realistisch wirken. Dabei gibt es selbst in dunkleren Szenen keinen Einbruch und keine Artefakte zu sehen. Der Ton ist sehr frontlastig, die Dolby-Digital-Anlage wird aber an bestimmten Stellen unterstützt. An Extras gibt es leider neben dem Trailer und einer Trailershow nichts zu sehen – schade. Besonders bei so einem Film wäre es sehr interessant gewesen, wie die Filmaufnahmen mit dem Hund gemacht wurden.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Aufgrund der Pressestimmen der „Variety“ und der „Sight and Sound“, welche beide den Film hoch in den Himmel lobten, wollte ich mir den Film selbst anschauen und eine Meinung bilden. Leider kann ich die Meinung der Kollegen nicht teilen, denn für mich war fast alles vorhersehbar und ohne Überraschungen. Natürlich ist das Thema aktuell und auch sehr gut umgesetzt, dennoch bringt mir ein Thriller nicht viel, bei dem ich im Vorfeld schon erahnen kann, was passiert. Meine Freundin hatte eine ähnliche Meinung, auch sie fand Desierto nicht wirklich spannend. Alles in allem ist es für mich ein mäßig unterhaltsamer Film, den man sich mal ansehen kann, aber nicht muss. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle aber noch die grandiosen Aufnahmen mit dem Hund, denn diese sind wirklich spektakulär, wenn sie leider auch sehr kurz sind. Daher gibt es von mir auch ein gesundes Mittelmaß von 5 von 10 Punkten, mehr hat Desierto in meinen Augen nicht verdient.


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