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Deus Irae - Gott des Zorns
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BEWERTUNG |
24.04.2026 von MarSMit Deus Irae - Gott des Zorns präsentiert uns der Argentinier Pedro Cristiani seine ganz eigene Version eines Exorzismus-Horrorfilms. Lighthouse Home Entertainment veröffentlicht den Film nun auf DVD und Blu-ray, und wir haben uns gemeinsam mit drei Priestern den Dämonen gestellt...
Father Javier (Pablo Ragoni) wurde zwar von der Kirche exkommuniziert, leistet aber weiterhin seinen Beitrag im Kampf gegen das Böse - zur Not auch mit ungewöhnlichen Mitteln. Während er längst selbst mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat, nehmen zwei weitere Exorzisten Kontakt mit Javier auf, die seine unorthodoxen Methoden unterstützen und ebenfalls ihre eigenen Wege haben, um sich der Dunkelheit entgegenzustellen, auch wenn dies bedeutet, Gewalt anzuwenden und sich in die tiefsten Abgründe zu begeben. Als sich die drei schließlich einem besonders mächtigen Wesen stellen müssen, droht Javier an der vor ihm liegenden Aufgabe zu zerbrechen...
Eines ist sicher: Deus Irae - Gott des Zorns ist alles andere als ein gewöhlicher Exorzismus-Film von der Stange wie man ihn schon unzählige Male gesehen hat. Allerdings ist das Werk von Regisseur und Drehbuchautor Pedro Cristiani sowieso kein Film, der auf klassische Elemente wie eine lineare oder logische Geschichte oder gar schnöden Unterhaltungswert setzt. Stattdessen bombardiert er sein Publikum mit einer in Kapitel aufgeteilten Erzählung, deren Kapitel allerdings keine erkennbare Struktur besitzen, sowie unzähligen Zeitsprüngen und Locationwechseln ohne jegliche Nachvollziehbarkeit, während Dialoge und somit auch die Handlung auf ein Minimum reduziert sind. Zusammengehalten wird das Alles von durchaus ästhetisch eingefangenen, wenngleich auch durchwegs schmutzigen und oftmals regelrecht bizarren Bildern, ebenso wie von heftigen Gewaltspitzen und blutigem Bodyhorror, die immerhin stark umgesetzt wurden und nicht nur handgemacht, sondern wunderbar derb ausgefallen sind. Den Figuren wird es dabei jedoch verwehrt, so etwas wie Charaktertiefe zu offenbaren oder auf irgendeine andere Art und Weise Verbindung zum Zuschauer herzustellen, weshalb es dem Publikum umso schwerer fällt, sich auf die ohnehin bereits äußerst anstrengende Inszenierung einzulassen. Das alles als Gesamtkonstrukt verhindert nicht nur komplett den Aufbau eines Spannungsbogens, sondern strapaziert auch unnötig die Nerven des Zuschauers, der zu allem Übel am Ende auch noch mit zahlreichen offenen Fragen zurückgelassen wird. Fragen, die Pedro Cristiani offensichtlich gerne in einem zweiten Teil beantworten würde. Ein zweiter Teil jedoch, der nach diesem missglückten und chaotischen Einstieg wohl nur wenig Chancen hat, das Licht der Welt zu erblicken...
Details der Blu-ray
Passend zum dreckigen Look der Inszenierung liefert auch die Blu-ray nur selten - und zumeist in Nahaufnahmen - wirklich scharfe und detailreiche Bilder, wogegen das Geschehen im Übrigen etwas unsauber und kontrastschwach wirkt. Die Farbgestaltung bleibt dabei ebenfalls eher blass und zurückgenommen. Die Tonspur bietet nur wenig Dynamik oder Raumklang und konzentriert sich überwiegend in Gänze auf das vordere Boxenspektrum, liefert aber immerhin eine stets klare und gut verständliche Dialogwiedergabe. Cover & Bilder © Lighthouse Home Entertainment - All rights reserved. Das Fazit von: MarS
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