Devil’s Third

Devil’s Third

Publisher: Nintendo
Entwicklerstudio: Valhalla Game Studios/Nintendo
Genre: Third-Person-Shooter • Beat 'em up
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 28.08.2015
USK 18

Devil’s Third   03.09.2015 von Born2bewild

Das für die Wii U etwas ungewöhnliche Spiel Devil’s Third stammt aus der Feder des Dead or Alive Schöpfers Tomonobu Itagaki. Wir sind für Euch viele Bildschirmtode gestorben und ob sich der Kauf des Spiels deshalb lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review …

 

Die Welt stürzt ins Chaos, als durch eine Art Meteoritenschauer die gesamte Infrastruktur im All zerstört wird. Es gibt keine Satelliten oder ähnliches mehr, dass die mächtigen Staaten zur Terrorbekämpfung nutzen können. So kommt der bullige Ivan ins Spiel, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wird. Doch nicht einfach so, er muss sich seinen Weg freikämpfen, denn die anderen Gefangenen haben einen riesigen Aufstand angezettelt und sind ihm nicht gut gesonnen.

 

Ivan war ein Söldner, der zuletzt in einer Terrororganisation mitgewirkt hat, und genau diese soll er nun stoppen. Seine Reise führt ihn zuerst nach Mexiko, wo er immer wieder an seine Vergangenheit erinnert wird. Sein Ziel ist sein ehemaliger Anführer, der ein übermächtiger Gegner zu sein scheint…

 

Devil’s Third ist eine Mischung aus Third Person Shooter und Beat `em Up. Am Anfang startet man, wie auch für die meisten Shooter üblich, ohne Waffen. Man kämpft sich mit den bloßen Fäusten durch Scharen von Gegnern, die schon fast in Splattermanier auseinanderfallen. Später erhält man dann Nahkampfwaffen und auch weitere Fernkampfwaffen, zwischen denen man recht schnell wechseln kann. Desto stärker die Waffen sind, desto heftiger fallen auch die Effekte aus. Spritzt am Anfang nur das Blut, so fliegen bei den Fernkampfwaffen gerne mal die Köpfe in Blutfontänen davon oder Ivan verarbeitet seine Gegner zu einem blutigen Züricher Geschnetzeltem. Somit ist auch die Bewertung der USK ab 18 Jahren meiner Meinung nach mehr als gerechtfertigt.

 

Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Tasten des Gamepads. Der Touchscreen hat nur den Zweck, zwischen dem Spielen auf dem Fernseher und auf dem Gamepad-Bildschirm umzuschalten. Das Umschalten erfolgt durch eine lange Berührung des Touchscreens. Ansonsten geht die Steuerung recht einfach von der Hand. Mit X und Y führt man Nahkampfattacken aus, mit A Aktionen und das Nachladen. Mit den Analogsticks kann man, wie im Genre üblich, laufen und zielen, sowie durch Drücken der Sticks rennen oder sich ducken. Mit den Schultertasten kann man im Nahkampf blocken und mit den Triggern zielen und schießen. Der Wechsel der Waffen erfolgt von Nahkampf in Fernkampf oder umgekehrt direkt durch das Drücken der jeweiligen Angriffstasten (Y,X beziehungsweise den rechten Trigger). Zwischen den zwei Fernkampfwaffen kann man mit dem Steuerkreuz wechseln.

 

Der Wechsel zwischen Fernkampf und Nahkampf ist auch im weiteren Spielverlauf notwendig. Zum einen gibt es eine Energie, welche sich  nur beim Nahkampf auflädt und Iwan beim Auslösen noch stärker macht. Zum anderen gibt es immer wieder windige Nahkampfgegner, die mit Fernkampfwaffen trotz dem automatischen Zielen sehr schwer zu treffen sind und sich so leichter mit einer Brechstange oder einem Schwert erledigen lassen.

 

Der Schwierigkeitsgrad ist hier anfangs noch recht einfach, steigt aber kontinuierlich an. Während der erste Endgegner zwar eine erste Herausforderung und dennoch aber recht einfach zu schaffen ist, scheint der Sieg über den zweiten Endgegner schon fast unmöglich. Positiv sind die vielen Speicherpunkte, die recht gut gesetzt sind, sodass man nicht immer gleich einen ganzen Level wiederholen muss. Merkwürdig ist dabei nur, dass die Munition nach dem Tod immer wieder komplett aufgefüllt wird.

 

Bildergalerie von Devil’s Third (10 Bilder)

Im Multiplayer muss man zuerst eine Art Training absolvieren und erhält seine erste Trainingswaffe. Mit dieser muss man dann auch die ersten Matches bestreiten. Durch die Kämpfe verdient man sich Geld, das man wiederum für eine bessere Grundausrüstung, wie zum Beispiel bessere Waffen, investieren kann. Während sich unter Drill neben den klassischen Mehrspielermodi (Battle Royal aka Deathmatch, Team Deathmatch, Cargo Capture aka Eroberung) auch Varianten wie Chickens (Hühner sammeln) und Close Quarters (eine Team Deathmatchvariante nur mit Nahkampfwaffen) finden, blieb mir der Zutritt zu Siege bisher leider verwehrt. Der Hintergrund ist, das ich leider nur ein Match bestreiten konnte, da sich nie genügend Spieler gefunden haben. Das lag aber vermutlich an der Testphase.

 

Technisch gesehen gibt es nichts zu bemängeln. Die Grafik ist für die Wii U hervorragend und das Spiel rennt größtenteils super flüssig. Soundtechnisch ist das Spiel sehr gut gelungen. Die Musik ist eher im Hintergrund, während die vielen Schläge, Schüsse und Schreie sehr laut sind, aber gut ins Spiel passen. Die englische Sprachausgabe passt atmosphärisch zum Spiel und ist sehr gut gelungen.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Ich bin mehr oder weniger durch Zufall auf Devil’s Third gekommen und hatte anfangs noch keine richtige Vorstellung davon, was mich erwartet. Zwar habe ich Teile der Dead or Alive Serie schonmal angespielt, doch sind Beat `em Ups nicht wirklich mein Genre. Doch Devil’s Third konnte bei mir punkten. Die Steuerung geht sehr leicht von der Hand und auch für jemanden, der in Konsolen-Shootern ungeübt ist, klappt das Zielen recht gut. Hierbei hilft vor allem das halbautomatische zielen. Während Ivan sich in Deckung befindet, kann man die ungefähre Schussrichtung festlegen und sobald man den linken Trigger drückt, zielt er automatisch möglichst auf die Köpfe der Gegner. Diese Mechanik vereinfacht das Schießen zwar, macht es aber nicht zu einfach. Ich habe das Spiel unter dem normalen Schwierigkeitsgrad gespielt, der für meine Casual-Gamer-Fähigkeiten anfangs recht einfach, garniert mit dem ein oder anderen unvorsichtigen Bildschirmtod, dann doch etwas stärker anzieht und zum ein oder anderen Frustmoment führte. Dennoch ist das Spiel dank der Speicherpunkte fair. Den Multiplayer konnte ich leider nur in einem Match testen, weswegen ich ihn aus der Bewertung rauslasse. Der erste Eindruck war recht gut, auch wenn die ersten Minuten im Deathmatch sehr tödlich und frustrierend waren. Aber sobald man sich erstmal an die Unterschiede zum Singleplayer gewöhnt hat, kann man auch schon die ersten Kills verzeichnen. Für mich ist Devil’s Third mal etwas Neues und Erfrischendes auf der Wii U. Das einzige was ich nicht so berauschend fand, sind die etwas übertriebenen Gewaltdarstellungen. Klar, es ist ab 18, aber irgendwie wäre da meiner Meinung nach weniger mehr gewesen. Ansonsten würde ich hier eine Empfehlung für Fans von Third Person Shootern aussprechen.


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