Diabolical Pitch

Diabolical Pitch

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Grasshopper Manufactre
Genre: Action
Sub-Genre: Arcade-Action
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 04.04.2012
USK 16

Diabolical Pitch   11.07.2012 von Torsten

Suda Goichi oder suda51, wie er aufgrund der Schreibweise der asiatischen Ziffern auch genannt wird, ist ein Querdenker und ein steter Quell der Inspiration für ausgeflippte Spiel-Designs. Spiele wie No more Heroes, Shadows of the Damned oder ganz aktuell Lollipop Chainsaw sind außergewöhnliche Spiele, die allerdings nicht für jeden Geschmack auch geeignet sind. Nun hat er auch noch bei einem XBLA-Titel mit Kinect-Steuerung die Finger im Spiel. Da darf man gespannt sein, was er sich dafür ausgedacht hat und ob sein Konzept auch wirklich aufgeht …

 

Würdet Ihre Eure Seele verkaufen?

Die Hintergrundgeschichte des Spiels präsentiert sich in ansehnlichen Comic-Sequenzen, in denen das nahe Karriere-Ende des einstigen Baseball-Stars McAllister prognostiziert wird. Gesundheitliche Probleme machen ihm zu schaffen. Da kann nur noch ein Wunder helfen oder ein Angebot der „Gegenseite“, denn ein Bioimplantat dämonischer Herkunft verspricht, die Wurfkraft des Baseball-Profis ins Unermessliche zu steigern. Aber umsonst gibt es ja bekanntlich gar nichts in dieser oder jener Welt. Darum gilt es, sich den Zauberarm erst einmal zu verdienen. Mit Geldnoten oder Münzen hat die Unterwelt nicht viel am Hut, also muss sich McAllister mit zahlreichen Gesellen der Finsternis anlegen, um den Arm als zweckmäßige Trophäe mit in die Oberwelt nehmen zu dürfen. Damit die Katze nicht im Sack gekauft werden muss, darf er diesen dabei gleich einmal ausprobieren.


Der Baseball ist meine Waffe

Ein Baseball-Spieler gegen die Unterwelt. Klar, dass sich der Protagonist im Gegensatz zu seinen Vorgängern eben nicht mit Revolver oder Katana zur Wehr setzt, sondern die am häufigsten verwendeten Gegenstände seiner beruflichen Laufbahn nutzt. Als Pitcher kennt er sich mit Fastballs und Curveballs bestens aus. Feuer- oder Donnerbälle sind dann doch eher Neuland für den erfahrenen Sportler. Aber alles der Reihe nach. Dank des Kinect-Systems positioniert sich der Spieler also vor dem Fernseher und je nach Wahl des gewünschten Wurfarms werden virtuelle Bälle auf den Fernseher geschleudert. Diese finden dann automatisiert ihr Ziel. Manuell darf aber auch gezielt werden. Dazu wird der Arm genutzt, der nicht als Wurfarm dient, und auf die gewünschte Stelle gezeigt. Ein Fadenkreuz signalisiert dann wohin genau gezielt wurde. Werden beide Arme nach oben gerissen, holt der Pitcher zum Spezialangriff aus, bei dem im Idealfall gleich mehreren Gegnern auf einen Schlag der Garaus gemacht wird. Nähert sich ein Gegner derart, dass schnelle Hilfe erforderlich wird, lässt sich mit einem Fußtritt wertvoller Raum verschaffen. Auf den Spieler abgefeuerte Bälle lassen sich mit nach vorne gestreckten Armen abfangen.

 

Durchaus sehenswert

Optisch präsentiert sich der Titel wenig aufwändig, aber dennoch sehenswert. Die animierten Pappaufstellern gleichenden Gegner sind sicherlich keine Augenweide, die kranken Gegner-Typen entschuldigen aber für die Detailarmut. Demgegenüber sind die verschiedenen Areale jeweils mit einem bestimmten Thema recht stimmig in Szene gesetzt und zum Abschluss einer jeden „Stage“ gibt es den obligatorischen Endgegner. Leider kommt die Audio-Abteilung dagegen etwas kürzer. Knallige Effekte und Explosionen, die an Jahrmarkt-Schießstände oder Flipper-Automaten erinnern begleiten die farbenfrohe Arcade-Action.

 

Bildergalerie von Diabolical Pitch (14 Bilder)


Das Fazit von: Torsten

Torsten

Die Geschichte ist abgedreht, der Entwickler ein Genie – was könnte also schiefgehen? Leider so ziemlich alles: Bereits nach kurzer Zeit hat man alles gesehen. Das stark repetitive Gameplay und die nicht vorhandene Abwechslung deklassieren den ambitionierten Rail-Shooter zum Pausenfüller. Würfe und Tritte werden nicht auf Anhieb erkannt und das Zielen gerät dank der zittrigen und sehr zähen Übertragung zum Glücksspiel, so lassen sich leider keine Preise gewinnen. Schade eigentlich, denn die Zutaten zu einem preisgünstigen Hit waren vorhanden, doch leider wird daraus kein wohlschmeckendes Gericht. Diabolical Pitch vertreibt für 800 Microsoft Points einige Zeit die Langeweile, für langfristigen Spielspaß fehlt es jedoch an der Abwechslung und an einer sauberen Umsetzung der Steuerung.


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positiv negativ
  • Intuitive Steuerung
  • Abgedrehte Story
  • Schöne Stages
  • Guter Soundtrack
  • Knallbunte Effekte
  • Koop-Modus
  • Unpräzise Steuerung
  • Zielen ist Glückssache
  • Wenig Abwechslung





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