Die Hölle von Korea

Die Hölle von Korea

Originaltitel: The Steel Helmet
Genre: Kriegsfilm
Regie: Samuel Fuller
Hauptdarsteller: Gene Evans
Laufzeit: 78 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 16

Die Hölle von Korea   04.08.2009 von Yuuly

Sergeant Zack kommt zu sich. Er ist gefesselt. Um Ihn herum liegen die Leichen seines Regiments. Er ist der einzige Überlebende einer Einheit, die im Krieg gegen Nordkorea auf einer Patrouille angegriffen worden ist. Ein Einschussloch in seinem Helm zeugt davon, dass er selbst nur knapp dem Tode entkommen ist.

 

Als er zu sich kommt sieht Sergeant Zack einen bewaffneten Jungen, der über das Schlachtfeld streift. Der südkoreanische Junge befreit Zack von seinen Fesseln und bietet sich als Führer an, um ihn durch die feindlichen Linien zurückzubringen.

Auf Ihrem gefährlichen Weg durch Feindesgebiet begegnen Sie dem Sanitäter Corporal Thomson, der ebenfalls einziger Überlebender seiner Einheit ist. Gemeinsam versuchen die drei einen sicheren Weg zurück zu finden. Im Dschungel treffen Sie auf eine amerikanische Patrouille angeführt von Leutnant Driscoll. Der Ruf von Sergeant Zack eilt ihm voraus und Leutnant Discroll möchte, dass Zack sich ihm und seinem Trupp anschließt. Als alter Haudegen kann Zack sich jedoch nicht recht mit dem neuen Trupp anfreunden. Er hält sie alle samt für unerfahrene Neulinge. Erst ein Gefecht mit einem Scharfschützen stimmt Zack um. Der Trupp ist auf seine Erfahrung angewiesen um lebend durch das Gebiet zu kommen.

Der Weg führt den Trupp zu einem Buddha-Tempel, in dem die Patrouille ihr Lager aufschlägt. Ein Nordkoreanischer Offizier, der sich ebenfalls in dem Tempel verschanzt hält, tötet einen der Männer und wird daraufhin von Zack und den anderen gefangen genommen. Als sie sich bereit machen den Tempel zu verlassen, um zu Ihrer Garnison zurückzukehren, geraten sie erneut in einen Hinterhalt. Die Lage spitzt sich zu.


Das Fazit von: Yuuly

Yuuly

Harte Kost. Innerhalb von nur zehn Tagen drehte Samuel Fuller den Film sechs Monate nach Ausbruch des Koreakrieges. Der Film ist nicht ganz unumstritten. Vor allem die Rolle von Amerika und das Vorgehen der Amerikaner gegen die Koreanische Bevölkerung hatten Fuller damals stark in die Kritik gebracht und sein Film wurde als „kommunistische Propaganda“ angesehen. Das geringe Budget merkt man dem Film leider an, jedoch ist der Film auch schon sehr alt, so dass man als Maßstab sicherlich nicht den heutigen ansetzen sollte. Dem Regisseur ging es bei dem Film wohl weniger um Aktion, als viel mehr darum, mit einfachen Mitteln die Schrecken des Krieges aufzuzeigen. Alleine die kurze Drehzeit von nur 10 Tagen und das nur sechs Monate nach Ausbruch des Koreakrieges, läßt die damalige politische Brisanz des Films erahnen. Für mich war der Film eher mittelmäßig. Möchte man tiefer hinter den Film und seine Intention schauen, sollte man sich wohl im Vorfeld mit der McCarthy-Ära und der damaligen US-Außenpolitik näher auseinandersetzen. Der Low-Budget Film aus dem Jahr 1953 zählt aus oben genannten Gründen daher nicht zu den Filmen, die ich mir an einem verregneten Sonntag Nachmittag ansehen würde.


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