Die Jagd nach der Heiligen Lanze

Die Jagd nach der Heiligen Lanze

Originaltitel: Die Jagd nach der Heiligen Lanze
Genre: Abenteuerfilm
Regie: Florian Baxmeyer
Hauptdarsteller: Kai Wiesinger, Bettina Zimmermann
Laufzeit: 114 Minuten
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 12

Die Jagd nach der Heiligen Lanze  08.05.2010 von Yuuly

"Die heilige Lanze - Wer sie in Händen hält, bestimmt das Schicksal der Welt"

Der Archäologe und Schatzsucher Eik Meiers (Kai Wiesinger )und seine zukünftige Ehefrau Katharina Bertholdi (Bettina Zimmermann) finden auf einer Expedition in einem circa 200 Jahre altem Labor eine Videoaufnahme vom verschwundenen Professor Bachmann (Hubert Mulzer). Bachmann war einer großen Entdeckung auf der Spur, als er von unbekannten entführt wird. Zusammen mit Justus (Fabian Busch) gelingt es ihnen, einige Seiten eines alten Buches, welches Professor Bachmann auf dem Video in Händen hält, zu identifizieren und dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe zuzuordnen. Die Sensation ist perfekt.

 
Das Labor scheint eine alte Arbeitsstätte von Goethe gewesen zu sein. Mit Hilfe eines weiteren Artefaktes aus dem alten Labor entschlüsseln die drei einen geheimen Code Goethes, welcher Sie auf die Spur der Heiligen Lanze führt. Die Heilige Lanze, eine Reliquie, mit der Jesus der Legende nach einst am Kreuz gestochen wurde, soll unbeschreibliche Kräfte in sich bergen. Goethe hatte seinerzeit die Lanze von Napoleon Bonaparte zur Aufbewahrung bekommen und diese dann versteckt, um einen Missbrauch dieses heiligen Artefaktes und seiner Macht zu verhindern. Der Sage nach bestimmt der, der sie in Händen hält, das Schicksal der Welt.
 

Doch die drei Abenteurer sind aber nicht die einzigen, die sich für die Heilige Lanze interessieren. Auch die Entführer von Professor Bachmann sind besessen von dem Gedanken, die Lanze in ihre Gewalt zu bringen. Jürgen Prochnow spielt Baron von Hahn, einen reichen Adeligen, dessen Familie seit Generationen versucht, die Lanze in ihren Besitz zu bringen. Hilfe bekommt er dabei von der schlagkräftigen Judith (Kickbox-Weltmeisterin Christine Theiss) und Erlanger (Rudolf Martin), einem Mitarbeiter von Baron von Hahn.

Der nächste Hinweis führt unsere Schatzsucher in Schillers Gruft nach Weimar, auf der Suche nach einem Schädel, welcher den nächsten Hinweis enthalten soll. Zusammen entschlüsseln sie weitere Hinweise und finden so den Zugang zu einer geheimen Kammer. Hier befindet sich eine Art primitiver Filmprojektor, welcher ihnen das Bild von Mephisto als weiteren Hinweis offenbart. Überrascht werden unsere drei Helden von ihren Widersachern. Doch bevor es zum Kampf zwischen Eik und Judith kommt, lösen sie eine alte Falle aus. Gefangen in einem Käfig nähert sich ihnen langsam eine Wand, aus der Eisenspitzen hervortreten. Judith wird verletzt, doch Eik, Katharina und Justus gelingt es mit dem gesuchten Schädel zu fliehen.


Dieser enthält eine Art mechanischen Projektor, der ein Stadtwappen projiziert und damit die Suche nach der Lanze einen weiteren Schritt voran treibt. Den Verfolgern immer einen Schritt voraus, nähern sich die drei der Entdeckung der Heiligen Lanze. Doch vorher gilt es noch einige Gefahren und Unwegsamkeiten zu bestehen...
 

Der Film zeigt wenig Überraschungen und verfolgt das gleiche Muster wie seine, nicht zu verleugnenden Vorbilder, Indiana Jones oder Dan Brown´s Sakrileg. Die Guten sind immer einen bisschen schneller und schlauer, als die Bösewichte. Was folgt ist eine Schnitzeljagd quer durch historische Schauplätze und Bauwerke in Deutschland, was sogar noch einen gewissen Reiz im Vergleich zu seinen Vorbildern ausmacht. Wer sich so nah bei anderen Filmen anlehnt, muss sich auch einen Vergleich gefallen lassen. Leider kann Kai Wiesinger im direkten Vergleich seinen Kollegen Harrison Ford und Tom Hanks nicht das Wasser reichen. Die Weltmeisterin im Kickboxen kommt in ihrer Rolle als Frau für das Grobe durchaus gut zur Geltung. Dafür sogen nicht zuletzt die knappen Outfits, die man ihr verpasst hat. Sicherlich ist ihre schauspielerische Leistung noch ausbaufähig. Ich denke jedoch, wir haben sie nicht zum letzten Mal in einem Film gesehen.

Der Film selbst ist gut in Szene gesetzt. Die historischen Drehorte und das Szenenbild sind durchaus gelungen. Ebenfalls klasse war die Filmmusik. Es wurde geschickt verstanden die Story mit den richtigem Sound zu unterlegen. Die Bildqualität der DVD-Version des Film ist ebenfalls empfehlenswert.


Die Extras fallen für meinen Geschmack etwas zu knapp aus. Lediglich einige Audiokommentare wurden mit auf die DVD gepackt. Hier hätte ich mir mehr gewünscht.


Das Fazit von: Yuuly

Yuuly

Leider schaffte es der Film nicht, mich richtig mitzureißen. Zwar wird man knapp zwei Stunden durchaus unterhalten, aber die gesamte Story erscheint bekannt. Anders als bei seinen großen Vorbildern Indiana Jones und Sakrileg, fiebert man mit den Helden nicht wirklich mit. Es fehlt einfach etwas mehr Pepp und Aktion, insgesamt hätte der Film schneller geschnitten werden sollen. Einige Rollen wirken "überflüssig". So zum Beispiel die Rolle der Tochter, die keinerlei Beitrag zur Story liefert und wie reingequetscht wirkt. Es gelingt leider nicht, sich von prominenten Hollywood-Vorbildern zu lösen und wirkt deshalb oftmals wie eine Kopie. Leider ist auch der Humor teilweise echt flach. Was eher den Reiz ausmacht ist die Tatsache, dass sämtliche Geheimnisse und Bauwerke mit der deutschen Geschichte verbunden sind. Zwei Stunden Unterhaltung, leider kaum Highlights.




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