Die Noobs - Klein aber gefährlich

Die Noobs - Klein aber gefährlich

Publisher: Koch Media
Genre: Action
Sub-Genre: Jump & Run, Filmumsetzung
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 09.10.2009
USK 6

Die Noobs - Klein aber gefährlich   10.11.2009 von Der Ohm

Noobs können ganz schön Nerven .Nein, ich meine nicht den blassen, pickligen Jungen aus der Nachbarschaft mit der Hornbrille. Noobs sind kleine grüne Aliens die sich bei Familie Pearson auf dem Dachboden eingenistet haben. Deren Geschichte ist dieses Jahr frisch in die Kinos gebracht worden...

…und wie bei jedem Film, der etwas auf sich hält, ist auch hierfür ein passendes Spiel programmiert worden. Leider ist es genauso die Regel, dass diese Spiele höchstens Mittelmaß erreichen. Ob das bei „Die Noobs - klein aber gemein“ auch zutrifft erzählen wir euch in folgendem Text.

Nach einem sehr kurzen Intro, in dem ein Raumschiff auf der Erde einschlägt, landen wir schnurstracks im Menu. Erst nach einem genauen hinsehen ist erkennbar das es außer „Weiter“ noch vier weitere Menüpunkte gibt, nämlich „Neues Spiel“, „Optionen“, „Statistik“ und „Mitwirkende“. Die schwarze Schrift ist auf dem fast schwarzen Hintergrund sehr ungeschickt gewählt. Auch das beim ersten Start des Spiels der Menüpunkt „Weiter“ vorausgewählt ist zeugt nicht von großer Programmierkunst, da natürlich noch gar kein Spielstand existiert. Hoffen wir mal das dass Spiel besser ausgefallen ist als das Menü.
Aber erst einmal zur Story. Vier kleine Noobs wollen auf der Erde landen um unseren Planeten auf eine Noobs-Invasion vorzubereiten. Da sie aber eher mickriger Gestalt sind haben sie bereits Jahre zuvor eine Größenverstellmaschine auf der Erde deponiert. Mit der Maschine ist es möglich die gesamte Invasionsarmee zu vergrößern. Spike, Razor, Sparks und Skip müssen aber feststellen das ihre wertvolle Fracht mittlerweile unter einem großen Wohnhaus vergraben ist. Unsere Aufgabe besteht jetzt darin bis zur Maschine vorzustoßen und zu aktivieren. Jeder der vier Charaktere besitzt unterschiedliche Eigenschaften. Spike ist der Waffenmeister des Noob-Trupps und kümmert sich um die Granaten. Razor ist der einzige weibliche Noob in der Gruppe, sie nutzt ihre scharfen Fingernägel um mit Gegnern fertig zu werden und da sie extrem flink ist kann sie höher springen als ihre Kameraden. Sparks ist der Handwerker unter den Vieren, mit seinen vier Armen kann er in Windeseile neue Sachen basteln. Skip ist der Kommandant, ein ziemlich harter Brocken. Er setzt seinen Rasiermesserscharfen Zähne ein, bei seinem Spezialangriff macht er sich sein Gewicht zunutze.

Doch bevor wir überhaupt die Erde erreichen können brauchen wir Treibstoff. Wir starten als Sparks in einer mit Lava durchströmten Kristallhöhle auf dem Heimatplanet der Noobs, die wir in bester Jump & Run Manier durchforsten. Man kann jeweils nur in einem der Charaktere spielen und sehen. Mit dem Steuerkreuz können die einzelnen Noobs ausgewählt werden. Anfangs ist es sehr unübersichtlich, da die Namen schlecht lesbar angezeigt werden und man sie optisch im dunklen der Höhle kaum unterscheiden kann. In derselben schrecklichen Schrift die schon im Menu unrühmlich aufgefallen ist, wird im Spiel die Spielmechanik erklärt. Mit „A“ können wir springen, mit „C“ können wir kriechen und mit dem Analog-Stick uns bewegen. Mit der „B“ Taste können die Individuelle Eigenschaften der Noobs aktiviert werden. Bleibt noch zuletzt die „Z“ Taste zu erwähnen, zusammen mit dem Analog-Stick kann man mit ihr die Perspektive der Kamera ändern, was auch dringend nötig ist, da die Level unübersichtlich gestaltet sind.

Schwenk zu anderen Dingen. Um eine Granate bauen zu können, müssen wir Schrott sammeln. Aus dem wiederum Sparks an Werkbänken, die überall im Spiel zu finden sind, welche zusammenbauen kann. Der Schrott ist übrigens über die ganzen Level verteilt zu finden. Ach ja, man kann während eines Levels nicht speichern, erst abgeschlossene können im Hauptmenu unter „Weiter“ einzeln ausgewählt werden. Nicht gut gelöst!

Die Levels sind mit sehr kurzen Filmen verknüpft, die nicht sonderlich schön gerendert wurden. Die Anzahl der Leben ist nicht begrenzt, man wird bei einem Absturz in die Lava zu dem letzen Kontrollpunkt zurück versetzt. Es hemmt den Spielfluss doch sehr, vor jedem geplantem Sprung die Kamera neu zu justieren. Während des Sprunges verliert man häufig die Übersicht, man muss sich oft nach dem Landen erst mal vergewissern ob man auch am gewünschten Ort ist. Eine aufrufbare Karte des Levels ist leider auch nicht vorhanden, so kommt es schon mal vor das man sich tapfer den Weg zurück erarbeitet.

Der Sound besteht aus sphärischen Klängen, nicht gerade antreibend. Die Grafik ist vor allem viel zu dunkel geraten und nutzt nicht mal die Möglichkeiten der Wii ansatzweise aus. Die Level sind sehr kantig gestaltet und die Lava fließt wie ein Laufband, das haben wir in den 90ern zu seligen N64 Zeiten schon gesehen. An Abwechslungsreichtum wurde leider auch gespart, bevor es zur Erde geht folgt ein Lava-Kristallhöhlen- Level dem anderen. Wer diese Levels übersteht wird später noch mit Minispielen belohnt, die wenigstens einen Hauch von Abwechslung bringen.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Wieder einmal hat sich das Klischee bewahrheitet. Film-Versoftungen werden meist schnell hingeschludert um mit deren Bekanntheit noch schnelles Geld zu verdienen. Mir hat die „Die Noobs“ sogar stellungsweise Spaß gemacht, das Umschalten der verschiedenen Charaktere mit den unterschiedlichen Eigenschaften hat durchaus Potential. Die Sprünge ins Leere und das ewige nachjustieren der Kamera haben mich dann aber stellenweise zur Weißglut getrieben. Mit ein bisschen mehr Liebe zum Detail, Entwicklungszeit und -geld hätte „Die Noobs“ ein schönes Jump&Run werden können. So ist es höchstens etwas für Fans des Films.


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positiv negativ
  • Film-Lizenz
  • Stellenweise unterhaltsames Jump&Run das an selige N64 Zeiten erinnert
  • Vier Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten
  • Unübersichtliches Leveldesign
  • Möglichkeiten der Wii-Remote nur minimal genutzt
  • Ton und Grafik nicht mehr zeitgemäß
  • Kein Multiplayer





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