Die Schöne und das Biest

Die Schöne und das Biest

Originaltitel: Beauty and the Beast
Genre: Familie • Musical
Regie: Bill Condon
Hauptdarsteller: Emma Watson
Laufzeit: DVD (129 Min)
Label: Walt Disney Studios Motion Pictures
FSK 6

Die Schöne und das Biest   16.03.2017 von Born2bewild

Die Schöne und das Biest ist das Aushängeschild von Disney und findet nun als nächster Film nach The Jungle Book seinen Weg als Realfilm auf die Leinwand. Leicht hatte es der Film nicht mit einer homosexuellen Nebenrolle im prüden Amerika, dennoch schaffte er es glücklicherweise nach Deutschland. Wir durften vor dem Kinostart einen ersten Blick auf die englische Fassung des Films werfen und können euch sagen, ob sich die weite und beschwerliche Reise gelohnt hat …

 

Vor einiger Zeit lebte ein Prinz (Dan Stevens) in einem prächtigen Schloss. Er war bekannt dafür, die schönsten Feste mit den schönsten Frauen zu feiern. Er war überheblich und das Geld für die Feierlichkeiten kam natürlich vom Volk. Eines Tages suchte ihn während einer Feier eine alte Frau (Hattie Morahan) auf, die ihn um Schutz ersuchte und als Gegenleistung eine Rose bot. Der ignorante Prinz lachte sie nur aus und wollte sie hinfort scheuchen als sie ihre wahre Gestalt als mächtige Zauberin preisgab. Der Prinz flehte noch um Gnade, doch es war zu spät, sie verwandelte ihn in ein schreckliches Biest und so wurden auch alle Bewohner des Schlosses verwunschen. Die einzige Rettung für diesen Fluch ist ein Kuss wahrer Liebe. Doch dieser muss erfolgen bevor das letzte Blütenblatt der Rose gefallen ist, sonst bleibt das Schloss für alle Ewigkeit verflucht.

 

Belle (Emma Watson) lebt gemeinsam mit ihrem Vater (Kevin Kline) in einem beschaulichen Dorf. Sie ist etwas Besonderes, denn sie ist gebildet, kann lesen und sieht auch noch sehr gut aus. Abgesehen von ihrem Machoverehrer Gaston (Luke Evans) hat sie dadurch viele Neider und Bürger, die ihre anderen Ansichten zu Nichte machen wollen. Eines Tages fährt ihr Vater mit der Kutsche auf den Markt. Wie üblich wünscht sie sich eine Rose von ihm. Doch sein Ausflug läuft schief und das Einzige was am nächsten Tag zurückkehrt ist das verstörte Pferd, ohne Vater und ohne Kutsche. Belle macht sich sofort auf ihren Vater zu suchen und stößt dabei auf ein furchteinflößendes Schloss. Im Inneren hört sie ihren Vater schluchzen und eilt ihm zu Hilfe. Er sitzt in einem Kerker und als sie sich ihm nähert, offenbart sich ihr eine fürchterliche Gestalt: Das Biest. Es hat ihren Vater eingesperrt, weil er eine Rose aus dem Garten klauen wollte und ihn zu lebenslanger Haft verurteilt. Dem Biest bietet sie ihre Freiheit gegen die ihres Vaters als Tausch an. Ihr Vater ist dagegen, doch Belle überlistet ihn. So kommt er frei und kehrt zurück ins Dorf, wo ihm niemand die Geschichte des Biestes glauben will, außer Gaston, der hier die Chance wittert das Herz seiner geliebten Belle zu erobern…

 

Wird es Belles Vater und dem überheblichen Gaston gelingen, Belle aus den Klauen des Biests zu befreien? Oder kommt doch alles anders als erwartet?

 

In einer Kombination aus sehr viel CGI und größtenteils sehr schönen, originalgetreuen Kostümen zeigt Disney eine sehr emotionale Umsetzung des Zeichentrickklassikers. Natürlich wird auch, wie im Original, sehr viel gesungen und hier können die Originalstimmen überzeugen. Etwas seltsam wirkt lediglich hin und wieder Emma Watson, bei der die Mimik zu Beginn nicht zu jemandem passt, der gerade singt. Ansonsten fährt Disney neben den zwei Hauptdarstellern ein unheimliches Starensemble auf. So zeigen sich unter anderem noch Ewan McGregor, Stanley Tucci und Ian McKellen in Nebenrollen des Schlossinventars. Letzterer hat übrigens laut Presseinformationen von den Dreharbeiten geschwärmt und davon berichtet, dass während der Dreharbeiten alle Beteiligten, einschließlich derer hinter den Kulissen, glücklich waren und keine Klagen kamen.

 

Bildergalerie von Die Schöne und das Biest (10 Bilder)

Wir durften den Film vorab in der englischen 2D-Fassung sehen und können daher noch keine Auskünfte zur Synchronisation geben. Grafisch wird aber einiges geboten, wir würden an dieser Stelle auf Grund einiger rasanter Szenen die 2D-Fassung der 3D-Variante vorziehen. Allerdings gab es in der 2D Fassung ein paar wenige Unschärfen, die vermutlich in 3D besser gekommen wären. Schauspielerisch wissen die Darsteller auf jeden Fall zu überzeugen, auch wenn sich Emma Watson wieder in einen Bücherwurm zurückverwandelt ;). Übrigens nimmt der homophobe Skandal des Films einen sehr winzigen Teil des Films in Anspruch, sodass man nach den Schlagzeilen bezüglich dieser Geschichte nur den Kopf schütteln kann.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex (9/10 Punkte):

Also ich bin ja jemand, der bei Filmen keine Träne verliert (zumindest würde ich das immer abstreiten ;)). Aber bei Die Schöne und das Biest konnte ich mich irgendwann nicht mehr halten. Der Film wirkt am Anfang etwas emotionslos, aber auch in zwei Welten gesplittet. Zum einen die helle Seite mit Belle, zum anderen die Dunkle mit dem Biest. Erst als beide Seiten zusammen finden, wird es sehr lustig, aber auch fast ununterbrochen rührend. Disney setzt hier auf sehr emotionale Musik und Momente, eben genau wie im Original. Die Geschichte und zum Teil auch die Dialoge sind weitestgehend identisch, es gibt aber trotzdem ein paar kleinere Änderungen in den Rollenverteilungen. Für mich ist der Film eine wunderschöne Rückkehr zu einem Klassiker. Schon alleine die aus dem Zeichentrickfilm bekannten Lieder wie zum Beispiel „Be our guest“ sind es wert, den Film im Kino zu sehen. Er ist grandios und verdient aus meiner Sicht eine 9, steht aber seinem „Vorgänger“ The Jungle Book ein wenig hinterher. Hier fand ich die CGI-Effekte und den „WOW“-Effekt einfach ein bisschen besser. Das liegt unter anderem an ein paar Eigenheiten von Emma Watsons Kostümen, die mir während es Films aufgefallen sind. So wirkte eins ihrer Kleider sehr seltsam von hinten und ihr klassisches blaues Bauernkleid trug sie zur einen Seite hochgesteckt, was auch sehr gewöhnungsbedürftig aussah. Nichts desto trotz ist der Film sehr beeindruckend und in meinen Augen Pflichtprogramm für Disney Fans (und die, die es werden wollen ;)).

 

Josi (7/10 Punkte):

Ich kenne das Original gar nicht, die Geschichte ist mir aber sehr wohl bekannt gewesen. Ich bin kein extrem großer Fan von Musicals. Bei Disney hat man aber trotz der Filmmusik und dem Gesang nicht das Gefühl in einem dauerhaften Musical zu sein. Allerdings muss ich sagen, dass die Musik in anderen Filmen wie Das Dschungelbuch oder Der König der Löwen mehr meinen Geschmack trifft. Die hohen Damenstimmen waren nicht wirklich meins. Außerdem sind mir oftmals die CGI-Effekte negativ aufgefallen. Das Biest wurde aber sehr gut umgesetzt beispielsweise. Da ich nah am Wasser gebaut bin, blieben aber auch mir die Tränen nicht erspart, denn die Geschichte ist nun mal sehr emotional. In diesem Fall läge meine Wahl aber wohl beim gezeichneten Klassiker.


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