Die Winzlinge - Operation Zuckerdose

Die Winzlinge - Operation Zuckerdose

Originaltitel: Minuscule - La vallée des fourmis perdues
Genre: Animation • Familie
Regie: Hélène Giraud • Thomas Szabo
Hauptdarsteller: Marienkäferchen
Laufzeit: DVD (84 Min) • BD (88 Min)
Label: Pandastorm Pictures
FSK 0

Die Winzlinge - Operation Zuckerdose   13.05.2016 von Born2bewild

Auf der Suche nach Kinder- oder Familienfilmen stoßen wir immer wieder auf besondere Filme, zu denen auch Die Winzlinge - Operation Zuckerdose gehört. Ob der Film wirklich etwas Besonderes ist, oder einfach nur sonderbar, erfahrt Ihr in unserem Review…

An einem wunderschönen Tag beschließt ein Pärchen ein Picknick zu machen. Die Frau ist hochschwanger und gerade als es am schönsten ist, setzen die Wehen ein und die zwei müssen ins Krankenhaus. Natürlich haben sie keine Zeit um aufzuräumen und hinterlassen der Insektenwelt ein wahres Festmahl.

Unterdessen wartet ein Marienkäferpärchen gespannt darauf, dass sein Nachwuchs schlüpft. Die kleinen grünen Eier an der Unterseite eines Blattes wackeln und platzen schließlich auf. Vier winzig kleine Marienkäfer fallen quietschvergnügt in die Tiefe. Dann folgt eine kurze Lektion der Eltern, wie man seine Flügel benutzt und ab geht der wilde Flug.

Besonders einer der kleinen Brummer hat noch leichte Schwierigkeiten in der Luft, wo für ihn  eine kleine Fliege auslacht. Als er sich bei dem Winzling rächen will, schalten sich aber weitere, große Bienen mit ein und er muss fliehen. Dabei verletzt er sich und hat keine Chance mehr, zu seiner Familie zurückzukehren.

Einsam macht er sich auf die Suche nach seinen Artgenossen und gelangt dabei zu der Picknickdecke, auf der eine interessante Zuckerdose steht, in der er sich versteckt. Am nächsten Tag werden Ameisen auf die Dose aufmerksam und wollen sie in ihren Bau transportieren. Doch auf dem Weg dorthin lauern viele Gefahren.

Wird der kleine Marienkäfer seine Familie jemals wiedersehen? Werden die Ameisen die Zuckerdose unbeschadet in ihren Bau bringen können?

Die Winzlinge - Operation Zuckerdose ist zwar ein Film für Kinder und ist ohne Altersfreigabe, jedoch ist er mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn sich Mühe gegeben wurde, die Welt der Insekten so kindertauglich wie möglich zu machen, sind einige Szenen grenzwertig. So zum Beispiel die Schlacht zwischen den schwarzen und den roten Ameisen. Nichts desto trotz steht bei dem Film aber das Niedliche und Lustige im Mittelpunkt. Die kleinen Marienkäfer mit riesengroßen Kulleraugen, eine Spinne die sich über ein zerstörtes Netz ärgert oder einfach die Geräusche die die einzelnen Krabbler von sich geben.


Anders als bei ähnlichen Filmen wie zum Beispiel Das große Krabbeln ist man bei Die Winzlinge - Operation Zuckerdose näher an der Realität. Es gibt keine sprechenden Insekten, es gibt nur das Brummen und Pfeifen der Winzlinge. So ist es schon fast ein Stummfilm, der nur durch die Geschehnisse und die Gestik seiner „Schauspieler“ überzeugen kann.

 

Bildergalerie von Die Winzlinge - Operation Zuckerdose (10 Bilder)

Technisch gesehen ist der Film beeindrucken. Die uns vorliegende 2D-Fassung hatte ein sehr klares Bild und man hatte fast den Eindruck, sich zwischen echten Grashalmen, Steinen und Insekten zu befinden. Viele der Szenen waren jedoch offensichtlich für 3D optimiert, wodurch sie ein paar Einbußen in ihrer Wirkung machten. Soundtechnisch gibt es nichts zu meckern. Zwar gibt es nicht viel Ton, jedoch kommt genau das klar und gut abgestimmt aus allen Richtungen. Als Extras finden sich auf der Blu-ray neben einem Making-of noch Interviews.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Der Film hat ein sehr interessantes Konzept. Auf der einen Seite legt er recht viel Wert darauf, dass alles möglichst realistisch wirkt und man sich nicht sicher ist, ob es ein Realfilm oder ein Animationsfilm ist. Auf der anderen Seite sind dann die kindgerechten Abwandlungen in Form der Geräusche und der großen Kulleraugen. Insgesamt ist der Film in meinen Augen gut gelungen. Er hat einen kindgerechten Humor und einen moralischen Aspekt. Darüber hinaus zeigt er natürlich eine Menge an Kleintieren, die man so noch nicht gesehen hat. Negativ ist, das er schon ein paar Längen hat und auf mich dann doch etwas zu still gewirkt hat. Darüber hinaus ist die Zielgruppe schwer zu bestimmen. Auf der einen Seite ist so das Alter ab 3-4 ganz gut geeignet, da man gerade hier die Faszination der Kinder für Kleinstlebewesen wecken kann, auf der anderen Seite gibt es aber auch die ein oder andere Szene, die für dieses Alter wiederum nicht so geeignet ist. Unserem Sohn hat es mit ein paar Erklärungen ganz gut gefallen. Zusammenfassend gebe ich dem Film 7/10 Punkte.


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