Die unsterblichen Ritter

Die unsterblichen Ritter

Originaltitel: Nemuritorii
Genre: Abenteuer
Regie: Sergiu Nicolaescu
Hauptdarsteller: Sergiu Nicolaescu • Amza Pellea • Zephi Alsec •
Laufzeit: ca. 106 Minuten
FSK 16

Die unsterblichen Ritter   26.10.2009 von Der Ohm

Die unsterblichen Ritter ist eine rumänische Produktion aus dem Jahre 1974 und sämtliche Schauspieler sind mir gänzlich unbekannt. Ob der Exot mich für das rumänische Kino überzeugen konnte? Das erfahrt ihr im folgenden Bericht…

Nach der Ermordung des legendären Fürsten Mihai müssen seine 13 loyalen Ritter ins Exil fliehen. Sie geben ihren Traum von der Gründung des aus der Walachei, Siebenbürgen und Moldau bestehenden Staates Rumänien aber nicht auf. Nach 10 Jahren formiert sich die Gruppe neu und zieht mit der Schatzkiste des Fürsten Mihai durch das von den Türken besetzte Land. Immer wieder geraten sie in Kämpfe mit den Besatzern und verräterischen Rumänen. Ihre Siege verleihen ihnen den Ruf der Unsterblichkeit. In einer ehemaligen Burg des Fürsten Mihai kommt es zur alles entscheidenden Schlacht zwischen den 13 Kämpfern und einer übermächtigen feindlichen Armee. Werden die Ritter ihre Unsterblichkeit unter Beweis stellen?

Die unsterblichen Ritter entstand zu einer Zeit als die Sowjetunion noch weitreichend ihre Hand über die osteuropäischen Länder streckte. Der Film von Sergiu Nicolaescu strotzt nur so vor rumänischen Nationalstolz. Mich hat der Film doch eher an einen Western als an einen Ritterfilm erinnert. Es wird viel geschossen, unsere Kämpfer ziehen mit einem Planwagen als Aussätzige durch die Lande etc.


Den reinen Filmgenuss stören leider durchgehend Laufspuren vom Masterband. Am rechten Rand ist über den kompletten Film ein weißer Streifen zu sehen der durch die Abnutzung des Bandes entstanden seien muss. Einige weiße Drop-Outs und Schnittfehler fehlen auch nicht. Ansonsten ist die Farbwiedergabe recht natürlich und die Schärfe kann auch überzeugen.

Beim Ton fehlt aufgrund des Alters die Dynamik, die Stimmverständlichkeit ist in Ordnung. Der Soundtrack der Band Phoenix ist sehr einprägsam und gelungen, obwohl er den Film noch mehr in den Westernbereich drückt.

Extras sucht man auf der Scheibe leider Vergebens.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Glänzende Ritterrüstungen, klingende Schwerter die in Duellen aufeinanderschlagen und Maßen marschierender Armeen. So stell ich mir einen Ritterfilm vor. Hier ist leider nichts davon zu sehen. Die Türkischen Besatzer haben zwar ganz schicke Stoffe am Leib, aber unsere 13 Kämpfer laufen nur in Lumpen rum. Die Burg in der finalen Schlacht ist eine moosbewachsene Ruine. Interessant sind die pyrotechnischen Effekte bei den Schlachten, Fässer voller Sprengstoff werden von den Zinnen geschmissen und explodieren direkt neben den Schauspielern, ob da nicht mal was passiert ist? Ansonsten ein Film für patriotische Rumänen mit Hang zu Nationalepen.


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