Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit

Originaltitel: Disclosure Day
Genre: Science-Fiction • Drama
Regie: Steven Spielberg
Hauptdarsteller: Emily Blunt • Josh O´Connor
Laufzeit: DVD (140 Min) • BD (145 Min)
Label: Plaion Pictures / Universal Pictures Home Entertainment
FSK 12

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit   16.09.2026 von MarS

Wenn Steven Spielberg zum Science-Fiction-Genre zurückkehrt und dabei auch noch mit seinem "Dreamteam" Drehbuchautor David Koepp, Kameramann Janusz Kaminski und Komponist John Williams zusammenarbeitet, dann sind die Erwartungen an das Ergebnis zweifellos groß. Ob Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit diese Erwartungen erfüllen kann, das erfahrt Ihr in unserer Kritik...

 

Inhalt

 

Als Experte für Cybersicherheit war der IT-Spezialist Daniel Kellner (Josh O´Connor) jahrelang für die WARDEX Corporation tätig, eine geheime Organisation, die sich der Wahrung eines der größten Geheimnisse der Menschheitsgeschichte verschrieben hat. Nun befindet sich Kellner jedoch auf der Flucht, denn er hat sich dazu entschieden, dieses Geheimnis der gesamten Menschheit zu offenbaren. Aus Angst vor den Reaktionen, die damit ausgelöst werden könnten, eröffnet der WARDEX-Vorsitzender Noah Scanlon (Colin Firth) die Jagd auf Kellner, und versucht ihn durch die Entführung seiner Freundin Jane (Eve Hewson) zum Schweigen zu bringen. Zur gleichen Zeit entwickelt die Fernsehmeteorologin Margaret Fairchild (Emily Blunt) mysteriöse Fähigkeiten, die sie schließlich ebenfalls auf Kellners Spur führen...

 

Mit Unheimliche Begegnung der dritten Art und E.T. - Der Außerirdische hatte Steven Spielberg das Science-Fiction-Genre geprägt, nun widmet er sich erneut der Existenz außerirdischen Lebens. Allerdings muss man gestehen, dass Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit zwar zweifellos Spielbergs Handschrift trägt und dessen bekannten Stil weiterführt, seine teilweise tollen Ideen und interessanten Ansätze aber bei weitem nicht so emotional und eindringlich vermitteln kann, wie man dies von den früheren Werken des inzwischen 79-jährigen Filmemachers gewohnt ist. Auch einigen Details innerhalb der Geschichte fehlt es an einer sorgfältigeren Ausarbeitung. Doch keine Sorge, denn selbst ein schwacher Spielberg ist eben immer noch ein absoluter Blockbuster, der nicht nur visuell, sondern auch schauspielerisch und inszenatorisch durchwegs hervorragend zu unterhalten weiß. Neben einigen spektakulären Aufnahmen sowie der gewohnt atmosphärischen Untermalung durch den Sound von John Williams sind es hier vor allem die ambivalent angelegten Charaktere, die den ein wenig zu lang geratenen Storyaufbau stets fesselnd halten, und für die nötige Spannung sorgen. In diesem Bezug ist jedoch ohne Zweifel die Leistung Emily Blunts zu würdigen, die hier wahrlich eine echte Glanzleistung abliefert, und den übrigen Cast dadurch immer wieder in den Hintergrund drängt. Zudem ist eine Verbindung zu Spielbergs früheren Science-Fiction Werken nicht von der Hand zu weisen, denn auch Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit setzt weniger aus ausgiebige Alien-Action oder plumpe Schauwerte (obwohl Action und optische Highlights natürlich dennoch reichlich vorhanden sind), sondern vielmehr auf seine menschliche Ebene, die von gegenseitigem Verständnis und allgemeiner Hoffnung geprägt ist, ebenso wie eine spirituelle Ebene, die geschickt die Existenz von Außerirdischen mit dem Glauben innerhalb verschiedenster Religionen in Verbindung setzt. Dementsprechend wirkt Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit an so mancher Stelle fast ein wenig altmodisch, wogegen das fragile Konstrukt zwischen Behörden und Bevölkerung einen beinahe schon erschreckenden modernen Realitätsbezug beinhaltet. Ein echter Spielberg eben...

 

Bildergalerie von Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit (3 Bilder)

Details der 4K UHD

 

Analog gefilmt zeigt die 4K UHD zwar eine deutliche Körnung, präsentiert ansonsten aber ein absolut sauberes, sehr scharfes Bild mit hohem Detailreichtum. Abgesehen von strahlenden Lens Flares ist die Farbdarstellung natürlich und satt, insgesamt aber absichtlich etwas zurückhaltend. Der Kontrast ist hervorragend eingestellt, ebenso wie der Schwarzwert, der äußerst tiefe Töne liefert, ohne Details zu verschlucken. Die Tonspur zeichnet sich durch eine hohe Dynamik und Räumlichkeit aus, die zudem auch im Tieftonbereich viel Druck aufweist. Gerade die wenigen aber effektiven Actionsequenzen sowie die großartige Umgebungsatmosphäre profitieren hier sowohl von der perfekt im Raum ortbaren Wiedergabe wie auch dem kraftvollen Einsatz des Subwoofers. Die Sprachwiedergabe zeigt sich dabei ausnahmslos verlustfrei und klar.



Cover & Bilder © Plaion Pictures


Das Fazit von: MarS

MarS

Mit Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit orientiert sich Steven Spielberg weniger an seinen actionreichen Blockbustern, sondern vielmehr an seinen früheren Science-Fiction Werken. Dementsprechend handelt es sich hier eher um ein emotionales, von der menschlichen Seite aus erzähltes Science-Fiction Drama, das seine Spannung sowie seinen Unterhaltungswert nicht einfach aus berauschenden Bildern bezieht. Stattdessen stehen hier die ambivalenten Figuren sowie die thematisch äußerst interessante Handlung im Mittelpunkt, die zwar im Vergleich mit anderen Spielberg-Werken etwas zu oberflächlich voranschreitet und sogar an so mancher Stelle mit mangelhafter Ausarbeitung zu kämpfen hat, damit aber immer noch einen gelungenen, sehenswerten Film liefert. Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit ist sicherlich nicht Spielbergs bester Film, aber immer noch einer, den man sich alleine schon wegen seiner hoffnungsvollen und gefühlvollen Botschaft sehr gerne immer wieder anschaut...


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