Divinity Original Sin: Enhanced Edition

Divinity Original Sin: Enhanced Edition

Publisher: Koch Media
Entwicklerstudio: Larian Studios
Genre: Rollenspiel
Sub-Genre: Rundenbasierendes Taktik-Rollenspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 27.10.2015
USK 16

Divinity Original Sin: Enhanced Edition   05.11.2015 von Panikmike

Vor über einem Jahr erschien auf dem PC ein rundenbasierendes Rollenspiel, welches zwar spaßig und unterhaltsam war, dennoch aber einige Mankos hatte. Jetzt erschien Divinity: Original Sin erneut in der Enhanced Edition für die Xbox One und der PlayStation 4, und wir haben einen Blick drauf geworfen, was sich so zum Original geändert hat…

 

Divinity: Original Sin von den Larian Studios erschien am 30.06.2014 auf PC und konnte weltweit viele Spieler begeistern. Das Crowdfunding-Projekt erhielt mehrheitlich gute Kritiken und bekam auch viele Auszeichnungen. Dennoch gab es einige negative Stimmen, wie zum Beispiel von unserem Redakteur Wolf, der damals nur 6 von 10 Punkten vergab (hier unser Artikel zu Divinity: Original Sin auf PC).

 

Wer die PC-Version kennt merkt sofort, dass die neue Enhanced Edition immer noch dasselbe Spiel ist, aber so einiges überarbeitet bzw. dazu gebaut wurde. Der Spieler schlüpft in die Rolle zweier Quellenjäger, die einen Mordfall untersuchen müssen. Nachdem das Tutorial in einer Höhle abgeschlossen wurde, kann die Sammelwut nach Gegenständen und das lösen des Falles losgehen. Der Spieler darf beide Charaktere gleichzeitig spielen oder aber mit einem Kollegen online oder auf der Couch zusammen bestreiten. Die Stärke des Spiels sind nicht nur die viele Konversationen, die aufgrund der Entscheidung den Spielverlauf beeinflussen können, sondern auch die rundenbasierten Kämpfe. Jeder Spieler verfügt über Aktionspunkte, die je nach Aktion aufgebraucht werden können. So kann man die einzelnen Spielzüge sehr gut planen, in dem man sich die einzelnen Möglichkeiten ansieht und letztendlich auswählt. Viele Wege führen zum Ziel. Ob Ihr nun einen Gegner mit Eis aufhaltet oder zuvor die Bombe eines Orks mit einem Regenbogen löscht, bleibt Euch überlassen. Der Endeffekt ist hingegen immer gleich: Ihr wollt überleben und den Gegner tot sehen. Doch Vorsicht, auch die Gegner haben fiese Sprüche in petto und werden sie ohne mit der Wimper zu zucken auch einsetzen. Wer in einem Kampf keine Chance mehr sieht, kann versuchen zu fliehen oder aber zurück zur Stadt laufen, denn die dortigen Soldaten sind schnell bei der Stelle und helfen im Kampf.

 

Was ist neu auf der Konsole

 

Neu sind drei Schwierigkeitsgrade und der Ehrenmodus, der aber leider nur im Höchsten verfügbar ist. Wie es Spieler von Diablo kennen, kann dort nur ein Spielstand gespeichert werden. Stirbt man, so wird der Spielstand gelöscht und der Spieler kann komplett von vorne anfangen. An dieser Stelle möchte ich eine Warnung aussprechen, denn dieser Modus kann beim ruhigsten Spieler eine Aggression hervorrufen, die man nur von Cholerikern kennt. Selbst der niedrige Schwierigkeitsgrad ist fordernd und so manche Fluch- oder Schimpfwörter werden aus dem Munde des Spielers kommen!

 

Logischerweise ist auch die Steuerung mit dem Gamepad ein wenig anders, doch die Entwickler haben besonders die Optionen mit dem Inventar und den Einstellungen sehr gut und einfach gelöst. Beide Helden werden mit dem Fingerstick gesteuert und wenn sie einen Gegenstand gefunden haben, wird dieser mit einer Taste aufgenommen. Per Ringmenü kann man seine Ausrüstung ändern, das Inventar einsehen, den Charakter aufsteigen lassen, die Fähigkeiten sehen, Gegenstände herstellen oder das Tagebuch lesen. Im Kampf gibt es zwei Tasten für den Angriff und für spezielle Aktionen, mit einer dritten Taste kommt man in ein Menü, in dem zum Beispiel Zaubersprüche gesprochen werden können. Zusätzlich gibt es größere Bildschirmtexte und neue Audioaufnahmen, sodass endlich Leben in das Spiel kommt. Mein Kollege hatte damals wie viele Spieler auch bemängelt, dass es keine Sprachausgabe gibt – dies wurde nun umgesetzt. Leider gibt es das Ganze nur in Englisch, dafür aber mit deutschen Untertiteln.

 

Kaum geändert hat sich allerdings die Grafik, es wurden lediglich ein paar Effekte mehr eingebaut. Schön wiederrum ist, dass der Spieler nun die Spielwelt beliebig um 360 Grad drehen kann, denn beim Original war die starre Kamera sehr nervig. Die dabei gewonnene Übersicht ist super und verleiht dem Spiel, besonders Taktikern, mehr Möglichkeiten. Die Grafik ist stets schön, allerdings nicht annähernd auf Next-Gen-Niveau! Dafür ist die Sprachausgabe sehr professionell und die Musik unglaublich angenehm und stimmig. Fantasy-Fans werden den übrigens den Soundtrack des Spiels lieben, er geht in Mark und Bein und passt perfekt zu jeder Minute des Spiels.

 

Zuletzt haben die Entwickler noch ein paar mehr Dinge spendiert. Da wären zum einen neue Fähigkeiten für die Helden und mehr Beute. Andererseits geht das Herstellen von Gegenständen schneller und es darf endlich mit einer Waffe pro Hand gekämpft werden – super! Es gibt viele Kleinigkeiten, welche besonders Fans des Spiels zu würdigen wissen. Wer die alte Version auf PC hat, muss sich den Neukauf dennoch gut überlegen. Wer das Spiel allerdings noch nicht kennt und auf rundenbasierende Rollenspiele steht, der sollte auf alle Fälle einen Blick darauf werfen. Übrigens sind die beiden Add-Ons Grumios vergessene Tricktasche und Grumios letzte Tricktasche mit dabei. 

 

Bildergalerie von Divinity Original Sin: Enhanced Edition (10 Bilder)


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich mag Old-School-Rollenspiele mit rundenbasierenden Taktikkämpfen, allerdings hat mich Divinity: Original Sin trotzdem nicht zu 100% überzeugt. Das Spiel sieht zwar hübsch aus und erzählt eine tolle Geschichte, allerdings ist es genau dass, was mich ein wenig stört. Es gibt unglaublich viel Bla Bla und für mich als Taktiker einfach zu wenig Kämpfe. So läuft man durch die Stadt, redet mit X und Y, um danach mit Z zu sprechen. Später im Spiel passiert zwar viel mehr und dann kann das Spiel auch seine wirklichen Stärken ausspielen, doch bis dahin muss der Spieler auch am Ball bleiben. Wer Divinity: Original Sin noch nicht hat und ein forderndes Rollenspiel mit viel Text, einer guten Geschichte und viel Freiheiten mag, der sollte zugreifen. Einsteiger und Fans, welche bei der Story eh immer weiterklicken sollten eher davon absehen, da es sehr fordernd ist und auch nicht als Einsteiger-Titel gedacht ist. 


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Gute Gamepad Steuerung
  • Ehrenmodus mit nur einem „Leben“ …
  • Drei neue Schwierigkeitsgrade
  • Viele Verbesserungen gegenüber dem PC-Original
  • Herstellen eigener Gegenstände geht schneller
  • Zwei-Spieler-Spiel an einer Konsole oder online
  • Verschiedene Wege führen zum Ziel
  • Unglaublich viel zu verdecken
  • So fühlt sich Freiheit an
  • Ausrüstungsmenü ein wenig unübersichtlich
  • … leider nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad möglich
  • Keine Collector´s Edition für Konsolenspieler
  • Lange Ladezeiten beim Laden eines Spielstandes
  • Kein direkter Wegweiser
  • Entscheidungen können nicht abgebrochen werden
  • Sehr viel Text





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