DmC: Devil May Cry Definite Edition

DmC: Devil May Cry Definite Edition

Publisher: Capcom
Entwicklerstudio: Ninja Theory
Genre: Action
Sub-Genre: Hack 'n' Slay
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 10.03.2015
USK 16

DmC: Devil May Cry Definite Edition   04.04.2015 von Panikmike

Die Marke Devil May Cry ist mittlerweile schon seit fast 15 Jahren ein Begriff für Gamer, angefangen hat seinerzeit alles auf der PlayStation 2. Unter der Leitung von Hideki Kamiya entstand die Hauptfigur Dante, die zum letzten Mal 2013 auf der Xbox 360, der PlayStation 3 und dem PC in Erscheinung treten durfte. Das Abenteuer darf nun aber auch auf den Next-Gen-Konsolen erlebt werden, denn Capcom brachte nun die DmC: Devil May Cry Definite Edition für die Xbox One und die PlayStation 4 heraus …

 

Wichtig bei Umsetzungen auf die nächste Generation ist natürlich immer, dass der Spieler einen Mehrwert im Vergleich zur vorherigen Version auf den Old-Gen-Konsolen bekommt. Bei DmC: Devil May Cry merkt man aber schon nach wenigen Minuten, dass die Macher sich ins Zeug gelegt haben. Doch fangen wir erstmal von vorne an.

 

Worum gehts?

 

Die Entwickler von Ninja Theory greifen gekonnt das in Spielerkreisen legendäre Thema von Dantes Kampf gegen machthungrige Dämonen auf und ermöglichen einen stilsicheren Einblick in die Vorgeschichte des Helden. DmC dient als Prequel zu den Vorgängertiteln. Dem Spieler werden die zahlreichen Facetten von Dantes Jugend aufgezeigt und präsentieren den Spross eines Menschen und eines Dämons als rebellischen, aufmüpfigen Einzelgänger. Wie wurde der Dämonenjäger zu dem, der er in den früheren Titeln war? Welche Geheimnisse liegen im Familienstammbaum verborgen? Zwar werden nicht alle Fragen, die im Spiel selbst entstehen beantwortet, unterhaltsam ist es aber allemal. Das zentrale Thema ist die Unterjochung der Menschheit durch den Dämon Mundus, dem die Organisation "Der Orden" in Form von Dante, seinem Zwillingsbruder Vergil und der Neo-Hexe Kat das satanische Handwerk legen will. Ob das Trio die Versklavung durch Energydrinks und Presse stoppen kann, wo den Bewohnern der Stadt doch eingeredet wird, Dante sei ein Terrorist, Mörder und Sexualstraftäter...? Das Ergebnis erfährt man nach rund acht Stunden Spielzeit, die ein oder andere historische Überraschung inklusive.

 

Fingerakrobatik für Profis?

 

Das bekannte Hack and Slay Spiel beginnt mit einem optionalem Tutorial, in welchem man schnell die Kontrolle über Dante und seine zahlreichen Bewegungsmuster erlangt. Das Alter Ego und die Kamera werden mit den Analogsticks bewegt, während die Aktionstasten ihrem Namen alle Ehre machen. Normale und spezielle Nahkampfmanöver, akrobatische Sprungeinlagen und Fernangriffe sind dort beheimatet und lassen sich zu einer Unmenge Kombos aneinanderreihen. Per Schultertasten weicht Dante feindlichen Attacken aus oder transformiert seine Standardwaffen zu mächtigen Kriegswerkzeugen mit speziellen Engels- und Dämonenfähigkeiten. Das Digitalkreuz und die Menütasten geben Zugriff auf das Inventar und den Fertigkeiten-Folder. Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist das Controllerlayout verinnerlicht, und mit etwas Übung lassen sich sämtliche Aktionen zu schier endlosen, komplexen Kombos verknüpfen. Die intuitive, präzise Steuerung ist eine spielerische Freude und ermöglicht selbst DmC-Neulingen, flüssig und schlagkräftig zu agieren. Schon auf der Xbox 360, dem PC und der PlayStation 3 brauchte man eine gewisse Übung, um gegen die Dämonen zu bestehen. Die Steuerung wurde 1:1 auf die Next-Gen-Konsolen portiert, getreu dem Motto: Was früher funktioniert hat, braucht man nicht ändern! Wer mehr zu dem kompletten Spiel, seiner Geschichte, der Steuerung und dem Umfang wissen möchte sollte sich das alte Review meiner Kollegin Gloansbunny zu DmC: Devil May Cry durchlesen. Ich gehe nun noch auf die Umsetzung der Xbox One und der PlayStation 4 ein.

 

Für Next-Gen gut umgesetzt oder nicht der Rede wert?

 

Hauptaugenmerk der Definite Edition ist die verbesserte Grafik, welche man schon nach dem Starten des Spiels begutachten kann. Bei einer Auflösung von 1080p mit 60 Frames spielt sich Dante unglaublich flüssig und schnell, sodass der Spielfluss nicht unterbrochen wird. Die High-End-Grafik erinnert an aktuelle PC-Produktionen, die Hintergründe, die Gestaltung der Charaktere, die Effekte und auch die riesigen Endgegner sprechen für sich. Wer die anderen Teile gespielt hat wird aber noch einige zusätzliche Änderungen beziehungsweise Verbesserungen bemerken. So kann im neuen DMC wieder manuell gezielt werden, da viele Fans das Auto-Aiming bemängelt hatten. Ebenso gibt es neue Spielmodi, wie zum Beispiel den Turbomodus mit 20% schnellerem Spielablauf oder dem Hardcore-Modus, der das Spiel dämonisch schwer macht. Wichtig ist aber auch, dass Capcom auf die vielen Fanbriefe und Mails reagiert und das Balancing verbessert hat. So ist das Spiel durch und durch fairer geworden und weniger frustrierend. Wer ohne Gegenstände und somit Verbesserungen spielen möchte, und immer noch glaubt er wäre der Profi schlechthin, sollte den Schwierigkeitsgrad „Gods-Must-Die“ versuchen. Sagt aber bitte nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt! Und weil das alles noch nicht reicht, spendierten die Entwickler mehrere Bonus-Kostüme für Dante und Vergil und bauten gleich noch die Erweiterungen „Vergil´s Downfall“ und „Blutiger Palast“ mit ein. Der Spieler bekommt damit eine Bonuskampagne und einen Wellenmodus, mit dem man sehr viel Zeit verbringen und Spaß haben kann.

 

Bildergalerie von DmC: Devil May Cry Definite Edition (10 Bilder)


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Bisher hatte ich noch kein einziges Devil May Cry gespielt, doch mit der Definite Edition hat sich das Blatt gewendet. Mit Dante umherzuziehen, Dämonen zu plätten und die Grafik mit satten 60 Frames pro Sekunden in einer 1080p-Auflösung zu sehen, ließ mein Herz höher schlagen. Irgendwie fühlte ich mich wie der Hauptcharakter bei Crank mit einer Dosis Epinephrin, so viel Action, so viele Farben und so viele Monster, die ich per Knopfdruck ins Nirvana schicken durfte – GEIL! Das Spiel macht wirklich Laune, auch wenn es wirklich sehr schwer ist,  zumindest wenn man nur gelegentlich Actionspiele in der Konsole hat. Dennoch sind es unterhaltsame 8-10 Stunden, und durch die Bonuskampagne und den Wellenmodus kann man noch einige Stunden dazu addieren. Wer das Spiel noch nicht kennt muss zuschlagen. Wer DmC: Devil May Cry auf den Old-Gen-Konsolen gespielt hat, kann sich den Kauf dennoch überlegen, denn alleine die Grafik mit der Schnelligkeit eines Adlers ist wirklich schön anzusehen!


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positiv negativ
  • Hauptspiel mit allen Erweiterungen/DLCs
  • Drei neue Modi (Hardcore, Must Style und Turbo)
  • Schöne Grafik mit 1080p und 60 Frames
  • Verbessertes Balancing
  • Hohe Texturen und eine gute Portierung von OLD-Gen zu NEXT-GEN
  • Endlich wieder selbst zielen
  • Manche Texturen sind noch auf OLD-GEN-Niveau
  • Deutsche Sprachausgabe um einiges schlechter als das englische Original
  • Für Anfänger und Gelegenheitsspieler sehr schwer





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