DmC: Devil May Cry

DmC: Devil May Cry

Publisher: Capcom
Entwicklerstudio: Ninja Theory
Genre: Action
Sub-Genre: Hack And Slay
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 15.01.2013
USK 16

DmC: Devil May Cry   23.01.2013 von GloansBunny

"Back to the roots, alles auf Anfang"  unter diesem Motto präsentiert Capcom  das lang ersehnte Prequel von Devil May Cry mit gleichem Namen und dem Zusatz DmC. Ist das Spiel hart wie Damaszenerstahl oder eher soft wie ein Sackboy?

 

Wir suchen SIE!

 

Sie sind jung, dynamisch und impulsiv? Ihre Einstellung zum Leben lautet "Fuck the rest, I'm the best"? Sie scheuen nicht davor zurück, Ihr Potenzial zu nutzen und lieben es, Waffen sexy in Szene zu setzen? Dann zögern Sie nicht und werden Sie noch heute Mitglied in unserer Gemeinschaft! Wir sind eine kleine, geheime Anti-Establishment-Organisation namens "Der Orden" mit Hauptsitz in Limbo City. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den mächtigen Dämonenfürsten Mundus und seine Schergen zurück in die Hölle zu schicken und der systematischen Versklavung der menschlichen Rasse ein Ende zu setzen.

 

Wenn Sie Erfahrung im Umgang mit Dämonen haben und schlagkräftige Argumente in Form von Waffen und Worten Ihren Lebensinhalt bilden, sind Sie bei uns genau richtig! Neben einem unbefristeten Arbeitsvertrag ohne Probezeit und einem hoch professionellem Team bieten wir Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einer lebensgefährlichen Umgebung voller Wahnsinn und Gewalt.

 

Ihr Aufgabengebiet umfasst neben dem Erfüllen des kollektiven Firmenzieles unter anderem:


  • Das zielgerichtete Aufspüren, Verfolgen und Vernichten von Dämonen
  • Das aktive Wandeln zwischen der realen Welt und der Zwischendimension Limbus
  • Das erfolgreiche Aneinanderreihen blutiger und brutaler Attacken
  • Das verbale und nonverbale Verhöhnen, Zerstückeln und Diskriminieren von Höllenkreaturen jeglicher Form und Größe
  • Das Sammeln von Steinen, Seelen und Schlüsseln (inklusive Öffnen von Geheimtüren)
  • Das eigenständige Aufwerten Ihrer individuell gewählten Fertigkeiten
  • Und vieles mehr ...

 

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 168 Stunden inklusive gesetzlich nicht geregelter Pause. Die Vergütung mit Seelen erfolgt leistungsbezogen und ist nicht verhandelbar. Urlaubsansprüche können unter Berücksichtigung des Arbeitsaufkommens geltend gemacht werden. Voraussetzung für eine Festanstellung sind Risikobereitschaft, Coolness und die DNS eines Nephilim.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Schicken Sie Ihre stichhaltige Bewerbung mit Lebenslauf und Lichtbild an:

 

Der Orden
Zu Händen Vergil, Sohn des Sparda

Hinter der Ziegelwand mit dem Graffiti

Limbo City

 

Steuerung und Sound: Da brat mir doch einer 'nen Storch ... äh ... Bossgegner ...

 

Hack-And-Slay-Titel sind berüchtigt für ihr komplexes Tastenlayout samt gordischen Fingerknoten, und auch die Steuerung von DmC wirkt zunächst überladen. Doch dank optionalem Tutorial zu Beginn des Spiels ist schnell die Kontrolle über Dante und seine zahlreichen Bewegungsmuster erlangt. Das Alter Ego und die Kamera werden mit den Analogsticks bewegt, während die Aktionstasten ihrem Namen alle Ehre machen. Normale und spezielle Nahkampfmanöver, akrobatische Sprungeinlagen und Fernangriffe sind dort beheimatet und lassen sich zu einer Unmenge Kombos aneinanderreihen. Per Schultertasten weicht Dante feindlichen Attacken aus oder transformiert seine Standardwaffen zu mächtigen Kriegswerkzeugen mit speziellen Engels- und Dämonenfähigkeiten. Das Digikreuz und die Menütasten geben Zugriff auf das Inventar und den Fertigkeiten-Folder. Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist das Controllerlayout verinnerlicht und mit etwas Übung lassen sich sämtliche Aktionen zu schier endlosen, komplexen Kombos verknüpfen. Die intuitive, präzise Steuerung ist eine spielerische Freude und ermöglicht selbst DmC-Neulingen, flüssig und schlagkräftig zu agieren. Die gelegentlich erforderliche, manuelle Nachjustierung der Kamera unterbricht allerdings die ein oder andere Angriffsserie – ärgerlich, aber verschmerzbar.

 

Die akustische Inszenierung von DmC ist grandios. Bombastische Explosionen, glasklare Umgebungsgeräusche und schaurig-schön vertonte Gegner machen Dantes Abenteuer zu einem wahren Ohrenschmaus. Der von der Industrial-Band Combichrist eingespielte, rockig-dröhnende Soundtrack treibt die Action am Bildschirm gekonnt voran. Die deutsche Tonspur überzeugt mit motivierten Sprechern, wenngleich auch der ein oder andere menschliche Dialog linguistisch etwas überzogen wirkt. Die Vertonung der Gegner hingegen ist genial. Wenn eine dämonische Stimme aus dem Nichts "Tötet ihn!" grollt, ist der obligatorische Schauder vorprogrammiert. Das religiöse Hauptthema der Story entpuppt sich als eine verbale Schlacht aus Flüchen, Schimpfworten und Gewaltandrohungen und trägt erheblich zur düster-dreckigen Gesamtatmosphäre des Spiels bei. Chapeau, Capcom!

 

Story und Grafik: Blend-a-Dante - Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können!

 

Seit der ersten Ankündigung von DmC auf der Tokyo Game Show 2010 herrscht reges Treiben in den überhitzten Fanreihen der Hack-And-Slay-Serie. Würde der verjüngte, rebellische Dante überhaupt in die coole, altbewährte Storyline passen, mit seinem neuen Haarschnitt und dem frechen Auftreten? Die Antwort lautet zweifelsohne "ja"!

 

Die Entwickler von Ninja Theory greifen gekonnt das in Spielerkreisen legendäre Thema von Dantes Kampf gegen machthungrige Dämonen auf und ermöglichen einen stilsicheren Einblick in die Vorgeschichte des Helden. DmC dient als Prequel zu den Vorgängertiteln. Dem Spieler werden die zahlreichen Facetten von Dantes Jugend aufgezeigt und präsentieren den Spross eines Menschen und eines Dämons als rebellischen, aufmüpfigen Einzelgänger. Wie wurde der Dämonenjäger zu dem, der er in den früheren Titeln ist? Welche Geheimnisse liegen im Familienstammbaum verborgen? Zwar werden nicht alle Fragen, die im Spiel selbst entstehen, beantwortet, unterhaltsam ist es aber allemal. Das zentrale Thema ist die Unterjochung der Menschheit durch den Dämon Mundus, dem die Organisation "Der Orden" in Form von Dante, seinem Zwillingsbruder Vergil und der Neo-Hexe Kat das satanische Handwerk legen will. Ob das Trio die Versklavung durch Energydrinks und Presse stoppen kann, wo den Bewohnern der Stadt doch eingeredet wird, Dante sei ein Terrorist, Mörder und Sexualstraftäter...? Das Ergebnis erfährt man nach rund acht Stunden Spielzeit, die ein oder andere historische Überraschung inklusive.

 

Bildergalerie von DmC: Devil May Cry (20 Bilder)

In Punkto Grafik lässt sich Capcom nicht lumpen. Gestochen scharfe Texturen, tolle Lichteffekte und realistisch anmutende Animationen findet man hier an jeder Ecke. Das Design der zahlreichen Gegner ist abwechslungsreich und extrem detailliert, ebenso wie die menschlichen Figuren. Gigantische Zwischen- und Endbosse tummeln sich vor skurril-abstrakten Kulissen, die locker einem LSD-Trip entsprungen sein könnten. Wo die reale Welt (die meist nur in aufwändig gestalteten Zwischensequenzen zu sehen ist) noch ganz normal wirkt, schafft es der Limbus, ein schauerliches Spiegelbild zu erschaffen. Die Gestaltung dieser Zwischendimension ist mit ihrem Variantenreichtum so kreativ gestaltet, dass man sich fragen könnte, welche Drogen die Entwickler wohl genommen haben könnten. Die Settings samt Figuren sind perfekt aufeinander abgestimmt und erzeugen so die gewohnt hochwertige DmC-Gruselatmosphäre. Manch Bossgegner und Limbus-Abschnitte sind optisch so abstrakt, dass sie regelrecht auf dem Kopf stehen. Eingefleischte Dante-Fans werden sich deshalb vielleicht verwundert  die Augen reiben, doch keine Panik: Manches ist ungewohnt, aber absolut stimmig!

 

Gameplay und Umfang: Ebony, Ivory und Dante – eine schrecklich nette Familie ...

 

Kenner der ersten Devil-May-Cry-Spiele atmen auf: der spielerische Ablauf hat sich kaum geändert. Vollgepackt mit allerlei Waffen und teils komplexen Komboangriffen gilt es, die linearen Level von jeglicher Dämonenbrut zu befreien. Neben seinem Schwert Rebellion hat Dante auch wieder seine heiß geliebten Mädels Ebony und Ivory in Form zweier Pistolen und mehr im Gepäck. Mit fortschreitendem Spielverlauf erhält der junge Rebell Engels- und Dämonenfähigkeiten, die es ihm erlauben, seine Waffen in martialische Kriegsgeräte umzuwandeln. So transformiert sich das Schwert wahlweise in die himmlische Sichel Osiris oder in die dämonische Axt Orbiter, was direkten Einfluss auf Dantes Kampf- und Bewegungsmuster hat. Mächtige Attacken, panzerbrechende Hakengeschosse oder das Überwinden großer Distanzen sind nur ein paar Beispiele hierfür.

 

Die normalen "Standardgegner" sind durch geschickte Kombos und taktisches Wechseln schnell besiegt, wenn bei größeren Gruppen auch Vorsicht geboten ist. Die unteren zwei der bis zu fünf Schwierigkeitsgrade sorgen für ein angenehmes Vorangleiten in der Storyline, während alle weiteren extrem fordern. Die effektreiche, dämonenblutige Jagd nach den Highscores im altbekannten ABCD-bis-SSS-System motiviert unheimlich, wenngleich der bestmögliche Rang SSS selbst im normalen Modus nur durch geschicktes Taktieren und häufiges Wechseln der Angriffe erzielt werden kann. Abhilfe schaffen die zahlreichen Upgrade-Möglichkeiten, die Dante für sauer erkämpfte Seelen an festen Punkten im Spiel erwerben kann.

 

Die Bossgegner aber sind mit allen Wassern gewaschen. Die einschüchternde Optik der gewaltigen Höllengestalten ist hierbei meist mehr als nur Fassade, denn nur mit Ausdauer, gezielten Angriffen, flinken Ausweichmanövern und taktischem Timing lassen sie sich zu fein gehäckseltem Dämonenbrei verarbeiten. Unter Umständen erweisen sich die pompös vertonten Endgegner als extrem harte Nuss, die nicht selten die Geduld der Spieler auf die Probe stellt. Fair gesetzte Speicherpunkte gibt es nur in den Leveln selbst – bei den Bossfights heißt es nach dem virtuellen Ableben: Nochmal ganz von vorn dem Ungetüm ans faulige Leder gehen. Die faszinierenden Animationen und aberwitzigen verbalen Reaktionen entschädigen aber die hier vorherrschende "Trial-And-Error"-Mentalität.

 

Typisch Hack-And-Slay, respektive Devil May Cry, liegt der Fokus des rund achtstündigen Ausfluges in den Limbus auf atemberaubender Daueraction. Abseits der gewaltigen Menge an Gegnerhorden dürfen ambitionierte Jäger und Sammler allerdings auch wieder auf Schatzsuche gehen. Verlorene Seelen befreien, Schlüssel samt dazugehörige Türen finden, Seelen und Gesundheitssteine sammeln, Fertigkeiten aufleveln – solche Sachen eben. Viele dieser freiwilligen Nebenaufgaben können jedoch erst im zweiten oder gar dritten Spieldurchgang gelöst werden, was trotz fehlender Abwechslung für hohe Langzeitmotivation sorgt. Dank großem Wiederspielwert dürfte das reine Singleplayerabenteuer vor allem Genrefans ansprechen.

 

Capcom hat bereits Zusatzinhalte angekündigt, die Dantes Jungend um ein paar Sünden erweitern sollen. Der neue Look, das abstrakte Leveldesign und das altbewährte Gameplay büßen nichts von ihrem liebgewonnenen Charme ein. Im Gegenteil: der frische Wind im leicht angestaubten DmC-Universum fügt sich nahtlos in die Dante-Atmosphäre ein.

 

Ninja Theory hat bewiesen: Die (virtuelle) Jugend von heute ist zwar cool, rotzfrech und etwas oberflächlich- aber altbacken und konservativ kann ja jeder!


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

DmC – Devil May Cry wurde lange erwartet und noch länger ersehnt. Wo in Devil May Cry 1-4 noch ein weißhaariger, etwas steriler Dämonenjäger auf dem Cover prangte, triumphiert im Prequel der Erfolgsserie nun ein lässig-junger, frecher Dante mit betont cooler Körpersprache über das Spiel. Und Dante hat im von Ninja Theory entwickelten DmC definitiv einiges mehr zu bieten als nur einen heißen Körper und coole Sprüche!

 

Sowohl optisch als auch akustisch kann DmC überzeugen. Gestochen scharfe Texturen, dynamische Bewegungsmuster und detaillierte Kulissen glänzen in schaurig-schönen, abstrakten Settings mit viel Liebe zum Detail. Das Design der Figuren ist ebenso vielfältig wie die beeindruckenden Zwischensequenzen mit extrem realistischen Animationen. Der fetzige Soundtrack von Combichrist samt glasklaren Umgebungsgeräuschen fügt sich stimmig in die authentische Dämonenatmosphäre ein. Nur die deutschen Synchronsprecher sind nicht immer perfekt.

 

Das altbewährte Gameplay wurde beibehalten. Äußerst agil schnetzelt, häckselt und malmt sich Dante von einem linearen Level zum anderen – stets auf der Jagd nach der bestmöglichen Wertung. Seelen sammeln, Schlüssel finden, Türen öffnen, Fähigkeiten aufwerten, der Ablauf ist immer gleich. Wenig Abwechslung im Gameplay, aber viele Komboattacken und extrem imposante Welten, das ist typisch für ein Hack-And-Slay Marke Devil May Cry.

 

Nach rund acht Stunden flimmert der Abspann über den Bildschirm. "Wie, schon vorbei?... Hmm... Etwas kurz... Aber dann spiel ich eben nochmal von vorn, gibt ja noch einige Türen, die man erst im zweiten Durchlauf öffnen kann... Und die SSS-Wertung will ich auch!"

 

Das alte DmC in neuem Gewand. Unterhaltsam, Action non Stop und ein sehr sexy Dante. Wenn der Preis noch etwas fällt, steht der Dämonenhatz nichts mehr im Wege!


Die letzten Artikel der Redakteurin:


positiv negativ
  • Tolle Settings mit scharfen Texturen, super Animationen
  • Genialer Soundtrack, klasse Umgebungsgeräusche
  • Neue Waffen, viele Fertigkeiten und Kombos
  • Altbewährte DmC-Atmosphäre mit Langzeitmotivation
  • Junger Dante gefällt (mir zumindest)
  • Durchdachte Steuerung, flüssiges Gameplay
  • Gelungener historischer Einblick in Dantes Vergangenheit
  • Teils etwas unsaubere Kameraführung
  • Relativ kurze Spielzeit (etwa acht Stunden)
  • Deutsche Tonspur nicht immer perfekt
  • Kaum spielerische Abwechslung





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