Minispiele gibt es wie Sand am Meer und ebenso diverse Sammlungen. Die meisten sind für Kinder gemacht, jedoch bringen sie oftmals keinen richtigen Spaß. Das neue Abenteuer von Tim Schafer (Entwickler von Brütal Legend, Psychonauts) ist aber gezielt auf das jüngere Publikum zugeschnitten. Was es mit dem Spiel auf sich hat, zeigen wir Euch hier…
Tim Schafer und sein Entwicklerteam müssen vor der Programmierung des Titels Fragen gestellt haben wie: Wie würde es aussehen, wenn wir den Winter ins Wohnzimmer holen? Dieses Spiel bringt ein Chaos in Euer Wohnzimmer, wie Ihr es nur selten gesehen habt. Alles
natürlich nur virtuell, aber die Idee ist schon einmal grandios. In 18 verschiedenen Minispielen können sich Kinder sowie auch Erwachsene austoben und den puren Spaß erleben.
Was muss ich tun, worum geht es?
Eine Einleitung oder ein Intro gibt es nicht, man startet gleich voll durch. Die Kamera von Kinect nimmt Euer Wohnzimmer auf und spiegelt es im Spiel wieder. Ihr steht dann mit bis zu sechs Mitspieler vor dem Bildschirm und müsst nacheinander 18 Minispiele bestreiten. Einmal wird Euer Wohnzimmer in einen Lavasee verwandelt, durch den Ihr waten könnt. Ein anderes Mal dürft Ihr ein Feuerwerk zünden, Luftballons zerplatzen lassen oder Tauben aus Eurem Wohnzimmer vertreiben. Punkte gibt es nicht, hier geht es rein um den Spielspaß mit den Minigames. Es gibt keinen Sieger oder Verlierer, egal wie viele Spieler miteinander spielen. Ein paar Spiele sind actionreich, ein paar dagegen sind sehr ruhig. So dürft Ihr Euer Zimmer mit Pflanzen dekorieren, eine Fotosession machen oder mit einem Wackelpudding mitwackeln. Wem dies zu langweilig ist, der sollte tanzen oder á la King Kong Häuser und Flugzeuge zerstören.
Die Erkennung von Kinect
Das Wichtigste bei Kinect-Spielen ist die Erkennung. Wenn diese nicht funktioniert, dann ist eher Frust als Spaß angesagt. In Happy Action Theater gibt es allerdings keine Sorge, alles wurde super umgesetzt. Bei dem Luftballonspiel zum Beispiel merkt man, dass die Kamera sehr gut die Tiefe erkennt. Ebenso kann man als weiterer Spieler zu jeder Zeit rein- oder rausmarschieren, ohne dass das Spiel pausiert. Wenn man sich im Wohnzimmer zum Beispiel eine Schneeballschlacht antun möchte, ohne nachher alles aufzuräumen, dann sollte man sich dieses Spiel holen.

Langweile oder Innovation?
Das Problem an diesem Spiel ist, dass es eigentlich gar kein Spiel ist (was für ein weiser Satz!). Im Endeffekt sind es 18 Vorzeigespielchen, die man als Demonstration für Kinect gebrauchen könnte. Dafür 10 Euro zu verlangen ist eigentlich eine Frechheit, denn selbst Kinder haben nicht lange Spaß daran. Die Idee ist gut, doch wenn man innerhalb einer halben Stunde alles gesehen hat, dann fehlt definitiv ein Grund, diese noch öfters anzusehen. Klar macht es immer wieder mal Laune, als Schmetterling Gegner abzuballern oder rote Viren zu bekämpfen, aber nicht für diesen Preis.
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