Druids

Druids

Genre: Kartenspiel • Stichspiel
Autor: Günter Burkhardt, Wolfgang Lehmann
Illustrator: Frank Vohwinkel
Spieleverlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 45 Minuten
Anzahl Spieler: 3-5

Druids   12.03.2019 von Born2bewild

Bei Druids aus dem Hause Amigo begeben wir uns in das Land der Kelten. Genauer gesagt an die „Stonehenge“-Akademie für Zauberei. Dort versuchen wir uns als Novizen in einem Spiel, bei dem die Zauberdomänen mit Bedacht angewendet werden müssen, damit sich nicht noch eine gegen uns richtet. Ob uns dieses mystische Kartenspiel überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Bevor es an den Spielaufbau geht, wird einer der Spieler zum Vertrauten ernannt. Dieser bekommt den Block der Domänen und muss im weiteren Spielverlauf die Erfahrungspunkte der Mitspieler notieren. Nun wird die Karte mit der Erdenmutter „Gaia“ aussortiert und die restlichen Karten gemischt. Dann werden die Karten auf zwei gleich große Stapel aufgeteilt und „Gaia“ in einen der Stapel eingemischt. Dieser wird auf den anderen gelegt und dann die Karten verteilt. Die Anzahl der Karten richtet sich dabei nach der Anzahl der Mitspieler. Bei drei sind es zum Beispiel fünfzehn Karten. Die übrigen Karten werden beiseitegelegt. Nun darf der Spieler mit der Gaia Karte beginnen und legt diese aus. Dabei muss er bestimmen, welche Farbe sie hat, also welche Farbe die Spieler bedienen müssen, ähnlich wie beim Skat.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung von Druids ist gewohnt kompakt und umfasst lediglich zwei Seiten. Die Vorderseite enthält sehr viel Text und wenige Bilder, dafür gibt es aber auf der Rückseite mehr Bilder, die die Regeln veranschaulichen. Dank des geringen Umfangs kann auch nach zwei, drei Minuten mit dem Spiel begonnen werden.

 

Das Spielziel

 

Ziel des Spiels ist es, mehr Erfahrungspunkte als seine Gegner zu sammeln. Diese bekommt man, indem man Stiche sammelt und diese nach Domänen sortiert. Der neueste Stich wird immer offen ausgelegt und gegebenenfalls auf bereits vorhandene Stapel gelegt. Dabei muss man darauf achten, dass man nie eine fünfte Domäne sammelt, denn dann endet die Runde sofort und man verliert. Wenn alle Karten ausgespielt sind, endet das Spiel ebenfalls und die Erfahrungspunkte, jeweils die oberste Karte der vier Domänenstapel, werden addiert. Falls ein Spieler im Laufe des Spiels die fünfte Domäne bekommen hat, erhält er drei Minuspunkte. Alle Erfahrungspunkte werden notiert und nach fünf Runden zusammengezählt. Der Spieler mit den meisten Erfahrungspunkten erhält den Spieler „An dóigh“ und gewinnt das Spiel. Gibt es einen Gleichstand, gibt es auch mehrere Gewinner.

 

Der Spielablauf

 

Druids ist ein klassisches Stichkartenspiel. Dabei legt ein Spieler eine Karte aus und der Rest versucht die Farbe zu bedienen und möglichst den Stich für sich zu entscheiden. Die Besonderheit von Druids ist, dass die einzelnen Farben, hier als Domänen bezeichnet, offen vor dem jeweiligen Spieler, nach den Domänen sortiert, gestapelt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass man maximal vier Domänen sammeln darf und sofort verloren hat, wenn man einen fünften Stapel beginnen müsste. Eine weitere Besonderheit sind die Karten „Goldene Sichel“ und „Mistelzweig“. Sie sind im Spielverlauf eine Art Joker und können jederzeit abgelegt werden. Mit der Sichel verliert der Spieler, der den Stich gemacht hat, die kompletten Erfahrungspunkte einer Domäne. Dazu verteilt er erst alle Karten des Stichs auf seine Domänenstapel und legt dann die „Goldene Sichel“ auf den Stapel, der aktuell die höchste Karte oben liegen hat. Dann legt er diesen beiseite, er ist aus dem Spiel. Mit der Karte „Mistelzweig“ kann ein Spieler den Stich abgeben. Der Spieler, der dann die Karte bekommt, steckt sie einfach unter einen seiner Domänenstapel. Am Ende der Runde, wenn ein Spieler den fünften Domänenstapel beginnen müsste oder alle Karten ausgespielt wurden, werden die Erfahrungspunkte ausgewertet. Dabei werden nur die Werte der obersten Karten der Stapel addiert und durch den Vertrauten auf dem Notizblock niedergeschrieben. Sollte ein Spieler durch die fünfte Domäne verloren haben, erhält er drei Minuspunkte und für diese Runde keine weitere Wertung. Nach fünf Runden endet das Spiel und die Erfahrungspunkte auf dem Block werden zusammengezählt. Dann wird der Sieger „An dóigh“ gekürt. Für Abwechslung sorgt noch eine Spielvariante, die die Stapelweise der Domänen variabler gestaltet.

 

Bildergalerie von Druids (9 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 65 Karten der Druiden
  • 1 Block der Domänen
  • 1 Spielanleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Fast jeder hat schon einmal Karten gespielt und somit auch Stichspiele wie zum Beispiel Skat oder Schafkopfen kennengelernt. Druids bringt mit der Begrenzung der Farben oder Domänen eine interessante Komponente mit ins Spiel. Auch wenn man natürlich etwas Kartenglück braucht, sind eine gute Taktik und ein gutes Gedächtnis für die bereits gespielten Karten von entscheidendem Vorteil. Anders als in klassischen Stichspielen kann man dem Gegner hier mit gezieltem Abwerfen der entsprechenden Karte nicht nur den Stich schenken, sondern ihm auch mit einer ungewünschten Domäne ordentlich in die Suppe spucken. Da am Ende dann auch nur die obersten Karten und nicht die Summe der Stiche gewertet wird, ist es nicht einfach zu entscheiden, welche Karten man spielt und welche man sich aufhebt. Für uns auf jeden Fall eine erfrischende Empfehlung an Kartenspieler. Daher 8/10 Punkte.


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