Dungeons and Dragons Daggerdale

Dungeons and Dragons Daggerdale

Publisher: Atari
Entwicklerstudio: Bedlam Games
Genre: Rollenspiel
Sub-Genre: Hack and Slay
Art: Lowprice Titel
Erscheinungsdatum: 20.07.2011
USK 12

Dungeons and Dragons Daggerdale    13.08.2011 von FloH

In den 70er wurde das Pen-&-Paper-Rollenspiel Dungeons and Dragons entwickelt. Man spielt es, wie der Name schon sagt, hauptsächlich mit Stift und Papier. Ja! Es gibt Spiele, die nicht vor dem Bildschirm stattfinden. Bei diesem Spiel hat man sich mit mehreren Personen zusammengesetzt und mehr oder weniger ein Abenteuer erlebt. Die Spieler schlüpfen in fiktive Rollen, wie Elfen oder Halblinge und müssen gegen das Böse kämpfen! Meist erzählt ein Spielleiter die Geschichte und führt die Spieler durchs Spiel. Kämpfe und andere Situationen - zum Beispiel ob das Auftreten einer Tür gelingt - werden ausgewürfelt.

 

Doch warum erzähl ich Euch das? Es ist so, das besagte Spiel hat einen Videospiel-Ableger bekommen, welches wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Das Spiel hört auf dem Namen "Dungeons and Dragons Daggerdale". Als das Spiel gekommen ist, hab ich mich wahnsinnig gefreut! Ich hab es dem Postboten aus der Hand gerissen, die Hülle halb zerstört, nur um die DVD endlich in mein Laufwerk einlegen zu können! Aber dann begann endlich mein Abenteuer, und zwar mit einem 2-stündigen Steam Download. Was soll das denn bitte? Man holt sich doch nicht die DVD, um dann das Spiel über Steam zu downloaden. Nachdem der Download dann endlich fertig war, konnte man immer noch nicht losgehen, denn um spielen zu können, braucht Ihr erst mal einen GameSpy Account.

 

So mittlerweile bin ich ziemlich angenervt, obwohl das Spiel noch nicht mal begonnen hat. Nun kann das Abenteuer beginnen! Am Anfang sucht man sich einen Magier, eine Schurkin, einen Kämpfer oder einen Kleriker aus. Mit dieser Figur bestreitet Ihr fortan Euer Abenteuer. Leider ist die Auswahl nicht ansatzweise so groß wie beim Vorbild, dem Pen-&-Paper-Game. Danach gibt es noch Fertigkeiten zu vergeben, welche sich je nach Klasse unterscheiden. Alles nichts Spannendes und nicht so ausgereift, wie man es von einem Rollenspiel erwartet, aber die Entwickler haben sich wahrscheinlich gedacht: „Das gehört dazu, das klatschen wir da irgendwie rein!“

 

Nun taucht man in das Spiel ein. Ihr befindet euch in den Minen von Ththyamar und Euch wird die Aufgabe zuteil, die Welt von dem bösen Rezlus zu retten. So verlockend dies auch klingen mag, die Story ist nicht sehr reizvoll, obwohl die Entwickler eine gute Vorlage hatten. Das liegt vor allem daran, dass im Spiel wenig auf die Story eingegangen wird. Vielmehr wird Euch gesagt: „Geht dahin und macht dies und das und dann kommt Ihr wieder und macht dies und das.“ Das wird nicht nur sehr schnell langweilig, sondern ist auch sehr schade. Denn die Geschichten machten stets ein gutes Pen-&-Paper-Game aus und so sollte es sich auch für ein gutes Rollenspiel gehören!

 

Allerdings funktioniert das Hack and Slash Gameplay sehr gut. Die Gegner sind Euch immer ebenbürtig, so müsst Ihr stets überlegen, wie Ihr Eure Gegner am besten besiegt. Auch der Gang zum Händler ist notwendig, um immer eine starke Waffe dabei zu haben. Wobei auch hier die Auswahl der Waffen sehr mager ausfällt. Für jede erfüllte Quest und für jeden getöteten Gegner gibt es Erfahrungspunkte. Bei jedem Levelaufstieg gibt es Punkte, diese Punkte investiert Ihr in Eure Fertigkeiten, sodass diese besser werden. Auch in Euren allgemeinen Attributen, wie Stärke, Intelligenz, usw., verteilt Ihr Eure Punkte.

 

Die Grafik ist nicht wirklich auf dem neusten Stand und es sind zahlreiche Grafikfehler zu finden. Es ruckelt teilweise und auch die deutsche Übersetzung ist der totale Mist. So durfte ich zum Beispiel folgenden Satz lesen: „Kann in GameSpy zu diesem Zeitpunk zu unterzeichen“. Doch was soll man für 15 € auch viel mehr erwarten? Natürlich wollte ich auch den Multiplayer für Euch testen. Doch leider ist es mir nicht gelungen einem Spiel beizutreten, was echt schade ist, denn dieser wäre bestimmt lustig gewesen.

 

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, wer mit Dungeons and Dragons Daggerdale ein großartiges Rollenspiel erwartet, wird derbe enttäuscht sein. Aber für 15 € reicht es für das kleine Spielchen für zwischendurch. Fans des bekannten Pen-&-Paper-Games dürfen auch ruhig einen Blick drauf werfen.


Das Fazit von: FloH

FloH

Ein cooles Rollenspiel, wie zum Beispiel Fallout 3, braucht Ihr mit Dungeons and Dragons Daggerdale nicht erwarten. Überall fehlt die Liebe zum Detail und zum großen, ganzen, fertigen Spiel. Es hatte großes Potenzial, aber leider wurde an allen Ecken und Kanten gespart. Das Spiel läuft technisch nicht stabil und auch sonst fesselt nichts vor dem Computer. Für Fans der Pen-&-Paper-Games sicherlich interessant, ansonsten ist Dungeons and Dragons Daggerdale nur für das kleine Spielchen zwischendurch.


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