EUReKA - Staffel 1

EUReKA - Staffel 1

Originaltitel: A town called Eureka
Genre: Sci-Fi
Regie: Michael Lange • Jefery Levy • Michael Rohl • Michael Robin ...
Hauptdarsteller: Colin Ferguson • Salli Richardson • Joe Morton
Laufzeit: Ca. 531 Minuten
Label: Universal
FSK 12

EUReKA - Staffel 1   24.06.2011 von Molle

„A Town called Eureka“ - Was würde man sich unter diesem Serienntitel vorstellen? Als ich den Titel zuerst in der TV-Zeitschrift gesehen hatte, konnte ich ihn  gar nicht zuordnen. Doch nachdem ich die erste Vorschau gesehen hatte, wusste ich, dass es genau mein Stil wäre. Doch worum geht es hier? Kann sich Eureka von den mittlerweile Massen an neuen Serien abheben? Mein Motto zu dieser Serie, es gibt so viele Serien, doch diese ist irgendwie anders. Doch wieso? Die meisten, die den Artikel lesen, werden mir zustimmen.

 

Zur Story:

Jack Carter, der in der Pilotfolge noch als U.S. Marshall arbeitet, wird durch einen Verkehrsunfall auf einer Landstraße gezwungen, in der nächstgelegenen Stadt zu nächtigen. Wie Ihr Euch sicherlich schon vorstellen könnt, handelt es sich hierbei um die kleine Stadt Eureka. Bevor es für den sympathisch wirkenden Jack nach LA weitergeht, muss das Auto erst einmal abgeschleppt und repariert werden. Mit im Gepäck hat er seine Tochter Zoe, die durch die Scheidung Ihrer Eltern vom „richtigen“ Weg abgekommen ist. Nach mehreren Straftaten und der letztendlichen Flucht seiner Tochter, hatte Jack sich vorgenommen, seine Tochter wieder nach LA zu ihrer Mutter zurückzubringen.

 

Um Zoe in Gewahrsam zu bringen, damit sie nicht die nächstmögliche Situation nutzt, um von ihrem Vater abzuhauen,  sucht Jack die Polizei in Eureka auf, um sie dort in die Zelle zu sperren. Beim ersten Blick scheint es sich hier um eine ganz normale Stadt zu handeln, doch der erste Eindruck täuscht. Kinder mit 8 Jahren, die mathematische Formaln mit Straßenkreide auf den Boden malen und Kinder, die durch das bloße Nennen des Geburtsdatums den genauen Wochentag der Geburt feststellen können? Klingt doch etwas sehr merkwürdig und ja, es ist merkwürdig. Was Jack nicht weiß, ist, dass es sich um eine von der US-Regierung erbaute Siedlung handelt, um alle Wissenschaftler des Landes in Ruhe forschen zu lassen. Die Forschungseinrichtung, die Jack im späteren Verlauf des Pilotfilms kennenlernt, heißt GD (Global Dynamics). Sie wird unter einem elektromagnetischen Schild versteckt, damit kein anderer weiß und sehen kann, dass diese Einrichtung existiert. Doch warum wird Jack das alles gezeigt? Da der Sheriff bei einem Unfall sein Bein verliert, muss Jack für Ihn einspringen. Da er sowieso warten muss, bis das Auto fertig repariert ist, nimmt er den ersten Fall an. Letztendlich, da er seinen Job so gut macht, wird er befördert und arbeitet zukünftig als neuer Sheriff in der kleinen Stadt Eureka.

 

Die Charaktere:

 

Jack Carter ist im Grunde genommen die Hauptperson aller Hauptpersonen. Ohne seinen witzigen Charme und ohne seine teils kindliche Art wäre die Serie nur halb so komisch. Er ist der Mittelsmann zwischen Zuschauer und Wissenschaftlern und er stellt immer genau die Fragen, die der Zuschauer stellen würde, wenn einer der Wissenschaftler die ganzen Fachbegriffe einem an den Kopf schmeißt.

 

 

Zoe Carter, die am Anfang doch sehr zickig ist und immer genau Gegenteiliges macht, was ihr Vater sagt, entwickelt sich zu einer intelligenten und etwas ruhigeren Frau. Es entwickelt sich im Laufe der Serie eine Vater – Tochter Liebe, die ihresgleichen sucht.

 

 

 

Dr. Allison Blake ist eine hübsche und intelligente Frau, die Jack Carter sofort am ersten Tag den Kopf verdreht. Sie arbeitet beim DoD (Department of Defense) und ist für die Sicherheit bei Global Dynamics zuständig.

 

 

 

Jo Lupo ist Jacks Deputy und steht ihm immer mit Rat und Tat zur Seite. Bevor sie die Stelle in Eureka angenommen hat, war sie ein U.S. Army Ranger. Ihre Vorliebe sind Waffen und eine gewisser Befehlston, der Jack ganz und gar nicht gefällt. Durch ihr raues Auftreten erkennt man allerdings an manchen Stellen, dass sie einen weichen Kern hat.

 

 

 

Henry Deacon, ein etwas verrückter Wissenschaftler der letztendlich der beste Freund von Jack wird. Er lehnt es grundsätzlich ab, bei Global Dynamics zu arbeiten, da er sich nicht daran beteiligen möchte, dass aus seinen Forschungsergebnissen tödliche Waffen für die U.S. Army entwickelt werden. Sein Labor ist eine Autogarage, welche doch sehr chaotisch aussieht. Jack und Henry bilden ein super Paar, das lachend durch die Serie begleitet.

 

 

 

Dr. Nathan Stark ist der Geschäftsführer von Global Dynamics und der Exmann von Dr. Allison Blake. Da er ebenso wenig von ihr ablassen kann wie Jack, kriegen sich die beiden immer wieder in die Haare. Er bestreitet außerdem das Hauptthema in Staffel 1, das Artefakt.

 

 

 

Dr. Douglas Fargo, oder einfach nur Fargo genannt, wirkt doch die meiste Zeit eher unkoordiniert und verplant. Durch manche Aktionen hat er Eureka schon einige Probleme beschert. Doch irgendwie spielt er eine wichtige Rolle.

 

 

Zur Staffel:

Worum geht es nun in den 13 Folgen der ersten Staffel? Das Schema ist im Grunde genommen immer das gleiche. Durch schiefgelaufene Experimente passieren merkwürdige Ereignisse in Eureka und Jack muss die Stadt retten. Doch Jack bringt meistens nur den Denkanstoß und die Wissenschaftler machen den Rest. Oftmals weiß Jack gar nicht, was die Wissenschaftler da reden und lässt es sie auf eine witzige Art wissen. Aber was sind das für Experimente? Die Experimente reichen von Zeitsprüngen bis zu Nano-Roboter, die Eureka und die ganze Menscheit vernichten wollen. Und was ist das Artefakt, das ich bei Dr. Nathan Stark erwähnt hatte? Das Artefakt ist eine unerforschte „Lichtkugel“, die Antworten auf die Entstehung der Galaxie geben soll. Doch wie sich herausstellt, birgt dieses Artefakt mehr Geheimnisse und Gefahren als gedacht.

 

Allgemein hat die Serie einen interessanten Charme, was Lust auf mehr macht. Neben diesen Problemen gibt es natürlich weitere „Nebenstorys“, wie beispielsweise dass Jack versucht, sich an Allison heran zu machen oder dass Zoe auch ihre Probleme mit dem Gesetz in den Griff bekommt.

 

Durchaus für Lacher sorgt auch Sarah, ein modernes, sprechendes Haus von Global Dynamics, in dem Fargo die beiden Neuankömmlinge Jack und Zoe untergebracht hat. Dies ist ein ehemaliger Atombunker, der zu Testzwecken in das Haus der Zukunft umgewandelt wurde. Sarah kocht, wäscht und sorgt sich grundsätzlich um den Haushalt. Mit der Zeit entwickelt sie einen eigenen Charakter, der ab und an zwischen Jack und Sarah einen Streit veranlasst. Eben wie eine richtige Frau.

Allgemein:

Die Box enthält insgesamt 3 DVDs, die 13 Folgen sowie weitere Bonusinhalte mit sich bringen. Eine Folge dauert etwa 40 Minuten und insgesamt kommen wir auf eine Gesamtlaufzeit von 531 Minuten. Die Bonusinhalten bestehen aus:
 

  • Audiokommentar zum Pilotfilm
  • 16 entfallenen Szenen
  • Outtakes
  • 8 Webisodes, die die Geschichte „Hide and Seek“ erzählen
     

Das Bild ist klasse, auch wenn man mittlerweile die Blu-Ray gewohnt ist kann es durch kräftige Farben und einer ausgefallene Kulisse durchaus mithalten.  Bei genauerem Betrachten fällt einem ab und an ein Bildrauschen auf, was allerdings eher selten der Fall ist. Der Ton, sprich die Synchronisation und die Musik sind erstklassig und bilden ein rundes Gesamtpaket in Verbindung mit dem Bild.

 

Abschließend noch alle Folgen der ersten Staffel in der Übersicht:


  • Folge 01+02: Am Ende der Zeit (Pilot)
  • Folge 03: S.A.R.A.H
  • Folge 04: Sommernachtstrauminvasion
  • Folge 05: Angriff der Außerirdischen
  • Folge 06: Unbesiegbar
  • Folge 07: Dr. Nobel
  • Folge 08: Auf Speed
  • Folge 09: Der Weihnachts-Virus
  • Folge 10: Urinstinkte
  • Folge 11: Pollenflug
  • Folge 12: Hausordnung
  • Folge 13: Einmal im Leben

Das Fazit von: Molle

Molle

Ich bin fasziniert von dieser kleinen Stadt, endlich mal etwas anderes bietet. Die gewisse Art, die diese Serie mit sich bringt, ob es nun die Charaktere sind oder auch allgemein die Stadt ist, so etwas habe ich noch nie erlebt - witzig aber zugleich doch sehr ernsthaft. Außerdem greift es immer wieder auf Alltagssituationen zurück, wobei man einfach schmunzeln muss. Vor allem wie sich Jack an Allison anschmiegt, wenn man denkt, jetzt bekommt er sie, ist er wieder weiter weg als je zuvor. Die Serie macht Lust auf mehr. Daher, wer einmal etwas Neues ausprobieren möchte oder in die Serienwelt einsteigen möchte, einfach zugreifen.


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