Eat Locals

Eat Locals

Originaltitel: Eat Local
Genre: Horror • Komödie • Action
Regie: Jason Flemyng
Hauptdarsteller: Charlie Cox • Dexter Fletcher
Laufzeit: DVD (90 Min) • BD (94 Min)
Label: Splendidfilm
FSK 16

Eat Locals   22.07.2017 von MarS

Der britische Schauspieler Jason Flemyng ist wohl einer der bekanntesten ewigen Nebendarsteller von der Insel und durfte schon in zahlreichen Filmen an der Seite anderer Stars spielen. Mit der Horrorkomödie Eat Local gab er im Jahr 2016 nun seinen Einstand auf dem Regiestuhl, und wir haben uns den mit britischem Humor gespickten Film für Euch angeschaut...

 

Die Jahreshauptversammlung der Vampire Großbritanniens steht an, also trifft man sich auf einer abgelegenen Farm und bespricht wie alle 50 Jahre wieder die üblichen Probleme wie die Nahrungsbeschaffung ohne Aussehen zu erregen und die Gebietseinteilung innerhalb der acht Ranghöchsten. Nachdem auf Grund eines Regelverstoßes ein Platz in den Reihen der Oberhäupter frei geworden ist, hat die Vampirin Vanessa den jungen Einzelgänger Sebastian auserkoren und mit zum Treffen gebracht, um aus ihm einen von ihnen zu machen. Allerdings weiß dieser noch gar nichts von seinem Glück und entpuppt sich letztendlich auch nicht für jeden der Beteiligten als Wunschkandidat. Doch bevor Sebastian das zeitliche segnen kann wird die Farm von vatikanischen Militärs umstellt und die Vampire haben plötzlich mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, nämlich den nächsten Morgen noch zu erleben...

 

Eat Locals ist eine herrlich schräge Horrorkomödie, die britischer kaum sein könnte, und gleichzeitig ein absolut würdiger Einstieg ins Regiegeschäft für Jason Flemyng. Hier werden die genretypisch Bösen plötzlich zu den Sympathieträgern, die Guten zu tölpelhaften Idioten oder gar zu den Bösen, und alles ist garniert mit jeder Menge skurrilen Einfällen, Angriffen auf die Lachmuskeln und Action. Dazu kommt noch, dass die Handlung zwar eher überschaubar ausgefallen ist, dennoch aber den ein oder anderen unerwarteten Twist mit an Bord hat, der das Geschehen noch einmal zusätzlich in Schwung bringt. Im Mittelteil weist Eat Locals zwar ein paar kleinere Längen bzw. Hänger auf, der großartige, witzige Einstieg und das actionreiche Finale entschädigen den Zuschauer dafür aber mühelos. Es macht einfach richtig Spaß, den Darstellern dabei zuzusehen, wie sie mit jeder Menge Spielfreude bei der Sache sind, egal ob bekannte oder unbekannte Gesichter. Ein klein wenig zu vorsichtig geht der Film letztendlich mit seinen vampirbedingten Möglichkeiten um, noch eine ordentliche Schippe blutige Effekte mit obendrauf zu packen, funktionieren und hervorragend unterhalten tut das Ganze aber auch ohne sehr gut.

 

Bildergalerie von Eat Locals (7 Bilder)

Technisch hinterlässt die Blu-ray gemischte Gefühle. Dem Bild fehlt es leider an einer stetigen Schärfe, wodurch feine Details verloren gehen, und insgesamt wirkt alles immer wieder ein wenig weich. Kontrast und Schwarzwert sind meist auf ausgewogenem, sauberem Niveau, fallen aber in einigen längeren Szenen auch ein wenig ab. Ähnlich sieht es mit der Tonspur aus, die zwar immer wieder die umliegenden Boxen gezielt einsetzt, im Gesamtbild aber nicht nur etwas zu wenig Dynamik aufweist, sondern auch nicht durchwegs sauber abgemischt wurde. So wird der tolle Soundtrack häufig von Dialogen oder Effekten überlagert, wodurch dieser nicht so zur Geltung kommt, wie er es verdient hätte, und auch die Dialoge sind ab und an nicht exakt zuzuordnen.


Das Fazit von: MarS

MarS

Ihr hattet Euren Spaß mit Cockneys vs. Zombies, steht aber eher auf Vampire als auf Untote? Ihr mögt den britischen Humor und skurrile Charaktere? Dann schaut Euch unbedingt Eat Locals an, denn hier seid Ihr genau richtig! Mit seiner Horrorkomödie liefert Regie-Neuling Jason Flemyng einen schrägen, urkomischen Film ab, der trotz kleinerer Längen im Mittelteil einfach riesigen Spaß macht und immer wieder kräftige Lacher garantiert. Eat Locals ist absolut gelungen und für mich ein echter Geheimtipp im Genre der Horrorkomödie - vor allem wenn man auf den rabenschwarzen britischen Humor und idoitisch handelnde Charaktere steht und einmal die Bösen als Sympathieträger sehen möchte.


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