Echoshift

Echoshift

Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwicklerstudio: Artoon
Genre: Denkspiel
Sub-Genre: Puzzlespiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 26.02.2010
USK 0

Echoshift   16.06.2010 von Logdin

 

Echoshift wurde von Sony Japan Studios und Artoon entwickelt und ist der offizielle Nachfolger des Spielehits „Echochrome“. Ich konnte mir nicht viel unter diesem Titel vorstellen, da ich den ersten Teil nicht gespielt hatte. Doch als ich mir ein paar Informationen zum Spiel geholt hatte, war ich gespannt darauf es anzuspielen und endlich meine PSP wieder aus dem Keller zu holen.

Das Spiel beginnt mit einem sehr einfach gehaltenen Menü, welches ziemlich eintönig wirkt. Dies muss nicht negativ sein, doch in diesem Fall finde ich es einfach zu schlicht. Leider ist es auch ein wenig irreführend, da man zum Beispiel in das Optionsmenu kommt, indem man unter dem Punkt "Etc." sucht. Dort findet man auch eine Anleitung, diverse Tipps und Tricks zum Spieleinstieg und ein Optionsfenster, in dem man lediglich die Sound-Lautstärke einstellen kann. Nebenbei kann man noch nachträglich installierte Maps laden, diese Karten kann man sich kostenlos im PSN Store runterladen. Beim Menüpunkt „Spielen“ wird man zu einem Fenster geleitet,  in dem man alle verfügbaren Levels sieht. Angefangen von A1 bis hin zu H7 ist alles in alphabetischer Reihenfolge sortiert. Pro Buchstabe gibt es sieben Level, das ist ja schon mal eine ganze Menge. Doch das ist nicht alles, denn nach H kommen noch spezielle Levels, die man aber erst mal freischalten muss. Als Neueinsteiger wählte ich natürlich erstmals Level A1, da nichts anderes für mich freigeschaltet war. Nun beginnt das Spiel mit einem relativ langen Tutorial, in dem alles Wissenswerte, was man für den Spielstart braucht, erklärt wird. Dort wird auch das Feature "Echo" gezeigt und was es im Spiel damit auf sich hat. Dieses Echos sind Abbildungen der Figuren, mit denen man vorher schon mal durch das Level gelaufen ist. Klingt seltsam, hier ein Beispiel:

Mit der ersten Figur aktiviere ich einen roten Schalter. Weiter oben schließt sich nun eine Brücke, über die ich laufen muss. Wenn meine Zeit nun abgelaufen ist,  starte ich mit der zweiten Figur. Mit ihr kann ich dann zu der Brücke gehen und warten bis der Schatten (Echo) von meiner ersten Figur unten den Schalter gedrückt hat. Ist dies geschehen, gehe ich einfach mit der zweiten Figur über die Brücke durch die Tür und der Level ist geschafft. Ist nun alles klar geworden?

Im ersten Level war es noch relativ einfach zu der Tür und somit in den nächsten Level zu gelangen. Doch dies änderte sich schlagartig. Der zweite Level ist schon deutlich schwieriger und ab dem vierten muss schon ziemlich viel nachdenken, so dass man ewig braucht, um weiter zu kommen. Man bekommt fast bei jedem Level neue Lösungsmöglichkeiten, die das Spiel echt zu einem richtigen Denksport machen. Allerdings ist es ab A5 schon so knackig, dass man kaum noch weiterkommt, ohne dass man mehrere Versuche hinter sich gebracht hat. Schade dass es doch ein wenig zu komplex ist und man keine Schwierigkeitsgrade einstellen kann. Man kann einzig und allein zwischen drei Spielmodi wechseln. Bei einem muss man nur den nächsten Level erreichen, wenn möglich dann mit beiden Figuren, so dass man auch eine 3-Stern-Bewertung bekommt. Bei dem anderen Modus muss man lediglich einen Schlüssel finden, um damit dann die Tür öffnen zu können. Das Problem ist, dass der Schlüssel meist an schwer zu erreichenden Stellen liegt. Hier ist ebenso Köpfchen gefragt. Der dritte Modus ist quasi derselbe wie Modus Nummer 1, außer dass ich mehr Zeit zum Lösen habe. Leider muss man aber die anderen Modi mit diesem Level geschafft haben, sonst kann man diesen nicht anwählen. In meinen Augen ist das seltsam gelöst, da Modus Nummer 3 irgendwie einfacher ist als Modus Nummer 1. Zumindest war dies mein Empfinden!

Noch ein kleines Manko sei nebenbei erwähnt. Die erwähnten Tutorials dauern lange und erklären meist alles doppelt. Das kostet Zeit und nervt nach einiger Zeit extrem. Desweiteren muss das Spiel immer wieder nachladen, um innerhalb eines Levels weiter zu kommen. Auch dies nervt. Im Allgemeinen hat das Spiel ziemlich viele Stellen, wo es nachladen muss. Da hätte man sich definitiv was Besseres einfallen lassen können.

Von der Grafik her ist es simpel gehalten, aber trotzdem schön gemacht. Auch die Steuerung ist einfach und somit leicht zu lernen. Der Sound ist leider sehr eintönig, so dass ich nach ca. 10 Minuten Spielzeit den Ton sofort abgeschaltet hab. Schade dass da seitens Sony nicht mehr gekommen ist. Trotzdem kann man sagen, dass Echoshift eine sehr gute Idee mit sich bringt. Leider ist es etwas zu schwer geraten und bringt somit nicht den Langzeitspielspaß für „normale“ Spieler.


Das Fazit von: Logdin

Logdin

Nun weiß ich endlich auch, was Echoshift ist und wie ich es spielen kann. Doch dieses Spiel ist definitiv nichts für Leute, die einen unterdurchschnittlichen IQ haben, da es extrem schwer ist. Versteht mich nicht falsch, einerseits fordert es ständig, andererseits ist es für einige Spieler dann frustrierend, wenn man nicht weiterkommt. Deshalb sorgt es nicht für eine Langzeitmotivation, ebenso auch, weil es keine Online-Bestenliste oder ähnliches gibt. Schade, wäre dieses Feature vorhanden, dann würde es bestimmt bei dem einen oder anderen Spieler noch einmal extra Motivation hervorbringen. So ist Echoshift ein gutes Spiel, welches ich nur Hardcore-Puzzle-Spielern empfehlen kann, oder Leuten, die gerne einen rauchenden Kopf haben!


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positiv negativ
  • Schlichte, aber gelungene Grafik
  • Knifflige Level
  • Einfache Steuerung
  • Gratis Level zum Download im PSN Store verfügbar
  • Sehr eintöniger Sound
  • Viele Levels sind mit dem 1. Versuch fast unschaffbar
  • Fehlende Online-Bestenliste





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