Edge of Love - Was von der Liebe bleibt

Edge of Love - Was von der Liebe bleibt

Originaltitel: The Edge of Love
Genre: Drama
Regie: John Maybury
Hauptdarsteller: Matthew Rhys, Keira Knightley
Laufzeit: Ca. 111 Minuten
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 12

Edge of Love - Was von der Liebe bleibt  02.09.2010 von DeWerni

Vera Phillips findet per Zufall ihren Sandkastenfreund während der Kriegszeiten in den 1940er in London wieder. Gerade als sich ihre Liebe aufzufrischen scheint, taucht William auf und erobert Vera. Doch kurz darauf wird er ins Kriegsgebiet befördert. Erst nach langer, langer Zeit kann er zu seiner Familie zurück – vielleicht nach zu langer Zeit…

 

London im Jahre 1940 – Um nicht in irgendeiner Art an der Kriegsfront mithelfen zu müssen, hat sich Vera Phillips (Keira Knightley) dazu entschieden, für den Rest der Bevölkerung in den Bunkern der Stadt zu singen und sie in diesen schweren Zeiten damit bei Laune zu halten. Eines Abends, als sie nach einem Auftritt wieder einmal durch die Nacht nach Hause spaziert, trifft sie per Zufall den alten Freund Dylan Thomas (Matthew Rhys), mit dem sie fast ihre gesamte Kindheit verbrachte und den sie als ihre große Liebe ihres Lebens gesehen hat. Er selbst musste nicht an die Front, weil er für untauglich erklärt wurde und hält sich deswegen mit Schreiberei und Dichterei über Wasser, auch wenn das nicht gerade lukrativ ist und er damit auch nicht wirklich erfolgreich ist. Vera ist umso enttäuschter, als sie erfährt, dass Dylan bereits mit Caitlin (Sienna Miller) verheiratet ist und sogar mit ihr gemeinsam ein kleines Baby hat. Trotz allem entwickelt sich zwischen den Dreien in der schweren Kriegszeit eine gute Freundschaft, auch wenn Caitlin immer ein wenig misstrauisch auf das Verhältnis zwischen den beiden Freunden schaut. Dylan macht gegenüber Vera auch nie einen Hehl daraus, dass er immer noch auf sie steht und alles für sie tun würde…

Doch dieses Problem scheint sich von selbst zu lösen. Als die drei Abends in der Londoner Barwelt unterwegs sind, taucht immer wieder der Soldat William Killick (Cillian Murphy) auf und stellt Vera nach, und das auf eine sehr charmante und zuvorkommende Art. Anfangs ist sie noch sehr abweisend, doch schnell merkt sie, welch gutmütiger Mann hinter der Soldatenfassade steckt, verliebt sich in ihn und heiratet sogar relativ schnell. Doch dann kommt es, wie es kommen muss – William wird wieder an die Front berufen, wie lange weiß keiner. Natürlich hat Vera Angst um ihren geliebten Ehemann und hofft, dass er möglichst schnell wieder kommt. Was sie ihm noch verheimlicht hat, ist dass er sie kurz vor dem Abrücken Richtung Front geschwängert hat. Die kommenden Jahre sind sehr schwierig für Vera. Sie hat zwar wegen Williams Sold keinerlei finanzieller Probleme, doch muss sie das gemeinsame Kind Robert alleine groß ziehen. Gemeinsam mit Dylan und Caitlin, mit der sie mittlerweile richtig gut befreundet ist, beschließt sie in ihre alte Heimat nach Wales zurückzugehen. Dort geht es den Vieren sehr gut, auch wenn Vera für ihre Freunde das Alltagsleben mitfinanziert, da sie sonst nichts hätten. Dann endlich kommt William zurück. Doch alles hat sich verändert, Vera und er haben sich durch ihre getrennten Leben und unterschiedlichen Erfahrungen komplett entfremdet. Außerdem stört William, dass Vera sein komplettes Geld den beiden Faulpelzen Dylan und Caitlin in den Hals geworfen hat. Eine sehr interessante und verzwickte Entwicklung in den zwischenmenschlichen Beziehungen entsteht, in der Freundschaft im Mittelpunkt steht…

Werden Vera und William wieder zueinander finden? Was wird aus der Freundschaft zwischen den beiden Paaren? Und wie wird der finanzielle Zwist ausgehen? Werden die vier jemals wieder zur Ruhe kommen?

 

Das technische Gesicht der Blu-ray geht durchaus in Ordnung, ohne irgendwelche Highlights zu setzen. Das Bild ist in den meisten Szenen sehr dunkel -  teilweise sogar etwa zu dunkel, was den Filmspaß ein wenig trübt, da man etwas wenig erkennt. Außerdem führt dies natürlich zu wenig Tiefenschärfe und etwas unnatürlicher Farbgebung. Der Schwarzwert dagegen ist überzeugend. Ansonsten sehen die Bilder durchaus scharf aus und Farben und Kontrast gehen in Ordnung. Insgesamt handelt es sich hierbei um ein durchschnittliches HD-Bild. Vom Ton her werden die Szenen schön und entsprechend der benötigten Atmosphäre unterstützt – und dies durch einen guten Raumklang und einen gut abgestimmten Bass. Die Dialoge sind teilweise etwas schwer zu verstehen und gehen ein wenig unter. Dies kommt aber nur zu Beginn vor, gegen Ende des Films taucht das Problem nicht mehr auf. Man kann also abschließend von einer durchschnittlichen technischen Umsetzung der Blu-ray sprechen.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Ich persönlich habe leider irgendwie nie den Zugang zu „Edge of Love“ bekommen. Die Story ist bestimmt ganz interessant, wenn man auf solche Dramen steht. Sie war auf jeden Fall auch sehr authentisch inszeniert. Gerade die Entfremdung des frisch vermählten Ehepaars über die Abwesenheit des Ehemanns während der Kriegszeit wurde meiner Meinung nach sehr gut inszeniert. Insgesamt gesehen geht es hier aber hauptsächlich um die Freundschaften zwischen Vera und ihrem Sandkastenfreund Dylan beziehungsweise zu seiner Grau Caitlin. Meiner Ansicht nach dauert der Film auch etwas zu lange, da hätte man einige unwichtige Szenen auch raus lassen können. Die Schauspieler machen ihre Sache richtig gut. Die Besetzung lässt in diesem Aspekt keine Fragen offen. Wer auf Kriegsdramen steht, der wird bei „Edge of Love“ sicherlich nicht enttäuscht werden. Alle anderen sollten jedoch die Finger davon lassen, das könnte ein langatmiger Videoabend werden!




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen