Einfach zu haben

Einfach zu haben

Originaltitel: Easy A
Genre: Teeniekomödie
Regie: Will Gluck
Hauptdarsteller: Emma Stone • Amanda Bynes
Laufzeit: Ca. 92 Minuten
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 12

Einfach zu haben   20.07.2011 von DeWerni

Alles beginnt mit einer Lüge: Olive täuscht ein Date vor, um einem langweiligen Campingwochenende zu entgehen. Aber schneller als sie sich umschauen kann, hat sich das Gerücht ihrer angeblichen Entjungferung an der Schule rumgesprochen. Doch Olive schafft es, sich noch weiter in das Schlammassel zu befördern. Sie wandert auf einem schmalen Grat zwischen Bewunderung und Abschaum…

 

Eigentlich ist Olive Penderghast (Emma Stone) ein ganz normales Mädchen, das zur Schule geht und sich mitten in der Pubertät befindet. Als sie jedoch mit ihrer besten Freundin Rhiannon „Rhi“ (Alyson Michalka) und ihren Eltern auf ein Campingwochenende fahren soll, wirbelt eine Lüge ihr komplettes Leben durcheinander. Um dem Ganzen zu entgehen, gibt sie vor, mit einem geheimnisvollen George ein Date zu haben. Als sie nach dem Wochenende mit Rhi auf der Toilette steht und ihr erzählt, sie habe ein „Wochenend-Ding“ mit George gehabt, berücksichtigt sie nicht, dass Marianne (Amandy Bynes) auf der Toilette dem Gespräch lauscht. Kurz darauf steht sie und ihre angebliche Entjungferung im Zentrum des schulischen Tratschs. Doch irgendwie genießt sie die Situation, auf einmal von allen beachtet zu werden. Als ihr aber dann im Unterricht bei ihrem Lieblingslehrer Mr. Griffith (Thomas Haden Church) ein paar unschöne Worte entgleiten, muss sie das erste Mal in ihrem Leben nachsitzen. Dabei lernt sie den schwulen Mitschüler Brandon (Dan Byrd) kennen, der sie um den außergewöhnlichen Gefallen bittet, eine wilde Nacht mit ihr vorzugeben, um dem Spott um seine geschlechtliche Ausrichtung Herr zu werden.

 

Olive geht auf die Sache ein. Auf einer Party taucht sie gemeinsam mit Brandon auf und schließt sich in einem Zimmer ein. Der überraschten und lauschenden Menge Mitschüler bieten dann beide, das was sie hören wollen – auch wenn sonst nichts passiert. Danach ist Brandon endlich ein Mann – und Olive auf dem besten Weg zur Schlampe. Ab diesem Moment zieht sich Olive auch weiter provokativ an und spielt das Spiel weiter mit. Doch sie geht noch weiter und geht auf weitere falsche Behauptungen ein und lässt sich sogar dafür bezahlen. Es dauert nicht lange, dann ist sie das Gespött der Schule und ihr Leben gleicht einem Trümmerhaufen. Als sie dann von den Leuten, denen sie geholfen hat, selbst den Gefallen der Wahrheit einfordert, merkt sie, wie ungerecht das Leben sein kann. So sind weitere Behauptungen, schwierige Konfrontationen und Zicken-Terror vorprogrammiert - bei ihrem Versuch, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen…

 

In welche Schlammassel bringt sich Olive mit den falschen Behauptungen noch? Wird es ihr schließlich gelingen, ihr Leben wieder in saubere Bahnen zu lenken? Und wie wird sich das Verhältnis mit ihren Freunden entwickeln?

Aus qualitativer Hinsicht gibt es, wie meistens bei Veröffentlichungen aus dem Hause Sony, so gut wie nichts zu bemängeln. Die Bilder warten mit einer richtig guten Schärfe und ordentlichen Details auf, die das Bild jederzeit einer plastischen Wirkung unterwerfen. Kontrast ist sehr gut abgestimmt, die Farben sind kräftig und verleihen dem Bild einen authentischen Ausdruck. Auch im Rahmen des Sounds sieht es ähnlich aus. Die Dialoge sind jederzeit sehr gut zu verstehen, die Umgebungsgeräusche aus den hinteren Lautsprechern sorgen für einen räumlichen Klang. Generell ist die Abmischung der einzelnen Kanäle etwas frontlastig ausgefallen, was aber für eine solche Art von Komödie nicht unbedingt ungewöhnlich ist. Effekte, die für einen ordentlichen Bums sorgen müssten, gibt es eh kaum. Hier übertrifft sich Sony nicht, bietet aber gutes Handwerk. Insgesamt bekommt man wieder einmal ein qualitativ sehr gutes Produkt mit der Blu-ray geboten.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

„Einfach zu haben“ bietet einfache und unkomplizierte Unterhaltung auf lustige und kuriose Art und Weise, wobei der Film mit Sicherheit mehr die weiblichen Zuschauer anspricht. Aber auch ich habe schon durchaus schlimmere Filme gesehen, man(n) kann den Film durchaus anschauen. Das Setting an einer High-School ist typisch und bietet nichts Besonderes. Auch die Story eines Mädchens, das sich gerade auf dem Weg in die Erforschung ihres Sexlebens befindet und dabei sowohl Höhen als auch Tiefen inklusive aller externen Auswirkungen durchlebt, ist nicht wirklich außergewöhnlich. Lediglich Emma Stone als Hauptdarstellerin und die Art und Weise, wie das Ganze erzählt wird, geben dem ganzen den richtigen Kick, man muss schon des Öfteren schmunzeln. Weibliche Zuschauer die auf Teenie-Liebeskomödien stehen, sollten sich den Film auf keinen Fall entgehen lassen. Aber auch alle anderen werden sicher gute Unterhaltung vorfinden.


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