Elephant White

Elephant White

Originaltitel: Elephant White
Genre: Action
Regie: Prachya Pinkaew
Hauptdarsteller: Djimon Hounsou
Laufzeit: Ca. 91 Minuten
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 18

Elephant White   28.05.2012 von Mr. Holle

Curtie Church ist der beste Killer der Welt. Er fragt nicht, warum oder weshalb jemand sterben soll. Solange das Geld stimmt, wird der Auftrag erledigt. Dabei geht er nicht immer leise vor, denn nur das Ergebnis zählt. Einer seiner Aufträge führt ihn nach Thailand, wo er sich unerwartet zwischen den Fronten der dort rivalisierenden Mafiabanden wiederfindet und in einen moralischen Konflikt gerät.

Bangkok, Thailand, ist ein hartes Pflaster, wo Korruption und Verbrechen die Nacht bestimmen. Diverse Mafiaorganisationen kämpfen um die Vorherrschaft über die illegalen Geschäfte. Nur eine dünne Waffenruhe sorgt für halbwegs geordnete Verhältnisse. Vor allem Prostitution ist ein einträgliches Geschäft, wofür regelmäßig Frauen gekidnappt und mit Drogen gefügig gemacht werden. Dass dabei hin und wieder eine der Frauen stirbt, ist vorhersehbar und wird billigend von den Gangs in Kauf genommen. Eine der Frauen war jedoch die Tochter eines reichen Unternehmers, der nun auf Rache sinnt. So beauftragt dieser den besten Killer der Welt. Diesen Ruf hat sich Curtie Church (Djimon Hounsou) mühsam erarbeitet. Er ist ein absoluter Profi, der sein Ziel erbarmungslos verfolgt und bisher niemals versagt hat. Auf der Suche nach den Mördern, steht ihm sein alter Kumpel Jimmy „der Brite“ (Kevin Bacon) zur Seite, der ebenfalls als Zuhälter in Bangkok arbeitet und ein Waffennarr ist. Bei seinen Nachforschungen läuft ihm nach kurzer Zeit die drogensüchtige Mae über den Weg, die fortan nicht mehr von seiner Seite weicht und ihm immer wieder neue Rätsel aufgibt. So einfach wie der Auftrag anfangs auch erschien, muss Church feststellen, dass er anscheinend nur eine Schachfigur in einem perfiden Spiel der thailändischen Mafia ist.

Bildergalerie von Elephant White (4 Bilder)

Regisseur Prachya Pinkaew hat sich mit dem Film Ong-Bak im Actiongenre einen Namen gemacht und konnte dort mit harter und gut choreografierter Action überzeugen. Für den Film Elephant White holte er sich nun bekanntere Schauspieler wie Djimon Hounsou (Blood Diamond) und Kevin Bacon an die Seite und erhielt Unterstützung von den Machern von The Expendables. Doch den dadurch geschaffenen Erwartungen kann der Film nicht gerecht werden. Lediglich die größtenteils guten schauspielerischen Leistungen sowie die sehr ordentliche Bild- und Soundqualität (DTS-HD 5.1) der Blu-ray konnten überzeugen. Wie auch in Ong-Bak wurde versucht, dem Film einen mystischen und religiösen Touch zu geben, der allerdings eher dazu führt, dass die an sich schon leicht wackelige Story noch verworrener wirkt. Dies ist eigentlich schon tragisch, da das Thema der sklavenartigen Prostitution in Thailand ein sehr ernstes und reales ist. Vielleicht war dies auch der Grund, dass die Action-Szenen eher kurz gehalten wurden. Nur selten konnte eine bedrückende Atmosphäre geschaffen werden. Der Spagat zwischen der Darstellung, der in Thailand bestehenden Probleme und einem Actionfilm gelingt leider nicht wirklich. Neben Trailer, Behind the Scenes, Interviews und einem Bericht über die Dreharbeiten gibt es wie üblich ein Wendecover ohne FSK.


Das Fazit von: Mr. Holle

Mr. Holle

Nachdem ich auf dem Cover gelesen hatte, dass hier der Regisseur von Ong-Bak mit dem Machern von The Expendables am Werk war und zudem noch Djimon Hounsou und Kevin Bacon sich die Ehre gaben, war meine Vorfreude auf den Film ziemlich hoch. Zu hoch, wie ich leider feststellen musste. Die Story wirkt hölzern und zeitweise wirr, was echt schade ist, weil ein sehr ernstes Thema behandelt werden sollte. Wie in Ong-Bak „flitzt“ wieder ein weißer Elefant (daher wohl der Titel) durchs Bild. Zudem wurden diverse religiöse und mystische Elemente eingebracht, die sich jedoch nicht wirklich sinnvoll in die Story fügen. Besonders enttäuschend waren die Action-Szenen aufgrund der Kürze und der mäßigen Choreografie. Bei dem Potenzial hätte wesentlich mehr drin sein müssen. Lediglich Kevin Bacon als leicht durchgeknallter Waffennarr war für mich ein Lichtblick.


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