Magische Momente auf dem Nintendo DS verspricht uns der Publisher Konami. Der Schauplatz des Spiels ist eine Zauberschule, in der ihr durch das Lernen von Zaubersprüchen und magischen Formeln eurem großen Ziel näher kommt: Ein Zauber-Meister zu werden.
When Potter meets Animal Crossing
Stellt euch vor was passiert, wenn Harry Potter gerade „Animal Crossing“ spielen würde und sich denkt: „Hmm, das Spiel ist ja ganz nett, aber da fehlen einfach Zaubersprüche und die Umgebung ist ja viel zu realistisch. So was könnte ich besser programmieren“. So in etwa könnte „Enchanted Folk and the School of Wizardry“ (sinngemäß: Verzauberte Leute und die Zauberschule) entstanden sein.
Animal Crossing ist eine Kultreihe, die uns auf Nintendo´s Konsolen (angefangen mit dem N64) schon mehrere Teile beschert hat. Wer schon einmal einen Teil davon gespielt hat, der wird sich hier schnell heimisch fühlen. Der erste Schritt ist die Erschaffung des eigenen Charakters, den man in ein paar (wenige) verschiedenfarbige Outfits stecken kann. Egal was man sich ausgesucht hat: Man sieht am Ende aus wie ein schmächtiger kleiner Junge mit einem überdimensional großen Schädel. Im Tutorial wird man ein bisschen in der Schule herumgeführt und mit den grundlegenden Eigenheiten des Spiels vertraut gemacht. Sobald man dies erledigt hat, darf man jetzt verschiedene Unterrichte besuchen, bei denen die Grundlagen der Magie erlernt werden können.
Das Gameplay
Der Unterricht in der Schule läuft folgendermaßen ab: Der Lehrer erklärt euch und den anderen kleinen Zauberlehrlingen in einer Unterrichtseinheit einige Dinge, wie zum Beispiel welche verschiedenen Pflanzen es im Spieleuniversum gibt. Daraufhin stellt er eine Frage, die ihr richtig beantworten müsst. Wer hier gute Ergebnisse abliefert, der darf sich über Auszeichnungen und Belohnungen freuen. Um euch dauerhaft zu motivieren, könnt ihr immer nur eine Handvoll verschiedener Unterrichtsstunden besuchen. Wenn ihr alles durchhabt, müsst ihr in der Stadt einige Aufgaben erfüllen. Relativ schnell wird man nämlich schon zur Kinderarbeit angestiftet und zu Malila, einer Ladenbesitzerin in der Stadt neben der Schule geschickt.
In diesem Laden wartet eure erste Aufgabe auf euch: Geht ein paar bestimmte Pilzsorten sammeln, da es für diese heute richtig viel Spielgeldeinheiten namens „Ritch“ gibt. Gesagt, getan. Im richtigen Leben würde ich nie auf die Idee kommen Pilze zu sammeln, weil ich immer nur die schönen Pilze einsacken würde. Doof, dass das aber meistens die giftigen sind... Aber zum Glück sagt mir mein DS in diesem Spiel immer wenn ich Pilze finde und mit dem Stylus darauf klicke, was für Gewächse ich da jetzt in mein Inventar stecke. Der Spielcharakter kann komplett mit dem Stylus gesteuert werden und per Klick mit den jeweiligen Spielelementen wie andere Personen, Bäumen und vielem mehr interagieren. Alternativ könnte man das Spiel auch komplett ohne Stylus und nur durch Knöpfchen drücken steuern. Aber wozu haben wir denn einen DS?
Nach ein bisschen herum streunern habe ich jetzt ein paar Pilze und haufenweise Blümchen gefunden, die ich bei Malila abgebe. Und siehe da: Mein Konto kennt keine Wirtschaftskrise mehr und freut sich über den „Ritch“-Zuwachs. Für das Geld kann man sich jetzt verschiedenste Dinge kaufen: Entweder ich kaufe bei Malila gleich mal Zubehör für Zaubersprüche wie Edelsteine oder ich gehe rüber ins „Mon Paris“ und leiste mir mal ´ne ordentliche Frisur. Ich kann auch in Viviana´s Boutique gehen und mich da mal schön neu einkleiden lassen. Ach was, ich geh ins die Bar „Limelight“ und beende meinen anstrengenden ersten Tag mit ein bisschen Geplapper mit meinen Mitbewohnern und einem Drink. Die Gespräche sind größtenteils relativ nichtssagend, man bekommt hier immer den neuesten Klatsch mit oder bekommt Freundschaften vorgeschlagen. Hier übrigens aufgepasst: Antwortet nicht patzig, sonst sinkt euer Ansehen bei den entsprechenden Bewohnern. Wenn ihr eine Freundschaft annehmt, dann kommt ihr in den sogenannten Paar-Modus. Was hat man davon? Durch die Hilfe eures jeweiligen Freundes und den an der Schule erlernten Zaubersprüchen erreicht man Stellen, an die ihr alleine nicht kommen würdet. Dadurch kann man viele Aufgaben recht einfach meistern.
Die Zusammenfassung
Fassen wir das Ganze mal zusammen. Was macht man eigentlich in diesem Spiel? Zur Schule gehen, Angeln, Blumen und Pilze ausgraben, viel Zeit mit Dialogen mit zu viel Gerüchteküche verbringen, Insekten fangen, ein bisschen Geldmanagement betreiben... Eigentlich kann man eine ganze Menge machen, nur leider wiederholen sich die Aufgaben und Tätigkeiten oft und so richtig viel Spaß hat man leider nicht dabei. Die Grundatmosphäre ist auch nicht so richtig nett und niedlich, da die Non-Player-Charaktere eigentlich immer nur über einander herziehen und „Trash-Talking“ betreiben.
Die Zielgruppe des Spiels sind eher die jüngeren Zauberhelden: Von 8-15 Jahren hat man sicherlich seinen Spaß daran. Grafisch gibt´s nichts auszusetzen: Die Spielewelt ist liebevoll gestaltet, wenn auch nicht besonders riesig ausgefallen. Die Animationen der Charaktere sind glatt und vermitteln das typische Comic-Flair. Der Sound geht auch in Ordnung und ist recht ruhig und relaxt. Was teilweise ein wenig nervt sind die langen Ladezeiten: Wenn man zum Beispiel per Taxi auf eine andere Insel springt, denkt man sich zuerst das Spiel hat sich aufgehängt, da nichts passiert. Erfreulicherweise wurde dem Spiel ein Multiplayerpart spendiert, mit dem man durch Austausch von Freundescodes lokal wie auch online (Nintendo WFC) zusammen spielen kann. Auch Bonusgegenstände wie zum Beispiel ein neuer Besen lassen sich von Zeit zu Zeit herunterladen. Nettes Feature!
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