Family Party – Outdoor Fun

Family Party – Outdoor Fun

Publisher: Koch Media
Genre: Partyspiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 23.10.2009
USK 6

Family Party – Outdoor Fun   30.10.2009 von Panikmike

Partyspiele für die Wii gibt es mittlerweile wie Sand am Meer oder wie Milch in der Kuh. Tamsoft verspricht uns hier allerdings etwas anderes, als die anderen Spiele bieten können. In 30 Spielen, die allesamt außer Haus gespielt werden, soll die Lust auf die Wii erhöht werden. Ob das Versprechen nur heiße Luft ist oder ob es auch rockt, könnt ihr in unserem Test nachlesen.

Im Hauptmenü wurde die erste Regel der Partyspiele schon mal eingehalten: Weniger ist oftmals mehr. Ihr könnt zwischen Herausforderung und Kampf wählen. Mehr gibt es nicht, außer dass man seine eigenen Rekorde ansehen und ein paar Dinge im Optionsmenü einstellen kann. So soll es sein, Spiel einlegen, die Wii Controller in die Hand nehmen und loszocken. Bei einem Partyspiel ist ein verschachteltes Menü fehl am Platz. Insgesamt gibt es 30 Spiele, von denen am Anfang die Hälfte bereits freigeschaltet ist. Das ist zu Beginn eine gute Basis! Wichtig bei solch einer Kategorie ist aber, die gesamten Spiele möglichst unterschiedlich zu designen. Muss man immer die gleichen Bewegungen machen, so wird es schnell eintönig und man legt es in die Ecke zu den anderen Partygames, die auch nicht besser waren. Nur wie wurde es hier gemacht?

Zuerst kann man sich einen Charakter auswählen. Es sind einige Typen dabei, leider kann man sich selbst keinen zurechtschneidern. Auch hier sind von Anfang an nicht alle verfügbar, lediglich neun gibt es zur Auswahl. Die Restlichen muss man sich, ebenso wie die Minispiele, freischalten. Zuvor gibt man noch seinen Namen an und wählt einen von vier Speicherslots. Schön an dieser Stelle ist die Vertonung. Eine weibliche Stimme aus dem Hintergrund sagt Dir immer, was man tun muss. So fällt es einem Wii Einsteiger deutlich einfacher, als wenn man es nur lesen könnte. Dann muss man einen von sechs Spielbereichen wählen, wobei auch hier zuerst nur drei freigeschaltet sind. Jedes der sechs Kategorien hat fünf Spiele in sich und somit wären wir dann bei unseren 30.

Ich wähle den ersten Bereich: Kraft. Dort erwarten mich einige interessante Spiele wie: "Die schwimmende Insel", "Die innere Uhr 2" oder "Der Hammerschlag". Mal sehen, was ich da machen muss. Vor jedem Spiel gibt es die Möglichkeit, sich das Ganze im Tutorial anzusehen und die Steuerung zu erlernen. Das erste Spiel find ich schon mal sehr amüsant. Jeder von euch kennt doch Frogger oder? Vier Spieler treten gegeneinander an und man muss über einen Wassergraben springen. Die Steuerung ist sehr einfach gehalten, mit dem Stick kann ich mich bewegen, mit dem „A“ Knopf springen. Ziel ist es, einfach in drei Runden am meisten Punkte zu ergattern. Das heißt im Klartext: Schnelligkeit und Genauigkeit ist die Devise. Hier ist leider auch schon das erste Manko des Spiels. Ich wurde einmal von einer anderen Figur ins Wasser geschubst. Generell ja kein Problem, aber der Computer hat mich nicht an die Stelle gesetzt, an der ich ins Wasser gefallen bin, sondern komplett woanders hin. Für mich war es dann sowas von demotivierend. Die jüngeren Spieler werden durch solche fehlerhaften Aktionen der Konsole nicht lange spielen, falls das öfters vorkommt.

Im zweiten Spiel muss ich das nachmachen, was der Boxtrainer vor mir vormacht. Im Klartext heißt das nichts anderes, als schnellstmöglich zu reagieren. Ganz ehrlich, so ein dummes Spiel kam mir selten in die Quere. Erstmal hätte ich die Bewegungen aus dem Tutorial auswendig lernen müssen, nene sowas ist Mist. Aber es sind ja noch mehr Spiele da, also abwarten.

Die Spiele sind generell mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Zum einen gibt es geniale Spiele, wie zum Beispiel das Zeitmessen. Der Spieler bekommt eine Sekundenzeit vorgegeben und muss zum richtigen Zeitpunkt auf „A“ drücken, um die Stoppuhr anzuhalten. Jedoch sieht er die Sekunden nicht und muss so seine innere Uhr aktivieren. Sehr einfaches Prinzip, aber genial! Auf der anderen Seite gibt es auch einige Gurken, wie zum Beispiel das Stangenklettern, bei dem die Steuerung einfach nur mega dämlich ist. So hält in meinen Augen das Spiel nicht ganz das, was es verspricht. Auch wenn viele nette Ideen vorhanden sind, so bleibt es ebenso durchschnitt, wie viele andere Partygames auf der Wii.

Die Grafik des Spiels ist gut gelungen, sie ist abwechslungsreich und enthält einige Details, die mir anfangs nicht mal aufgefallen sind. Es fliegt Konfetti durch die Luft, wenn man fertig mit einem Spiel ist. Das Wasser bei den Strandspielen wogt hin und her. Solche Dinge kann man genügend im Spiel finden, hier haben die Programmierer alles richtig gemacht. Der Sound ist generell auch gut, aber manche Passagen nerven total. Ist ein Spiel zu Ende, so hört man eine jubelnde Menge. Leider ist das eine Zweisekundensequenz, die sich permanent wiederholt. Hier hat man an der falschen Stelle gespart. Die Hintergrundmelodien passen zu den Spielen und generell ins gesamte Werk. Lediglich die sich wiederholenden Effekte sind nicht das A und O.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Also generell ist das Spiel nicht so schlecht, allerdings gibt es einige Mankos, welches das Spiel nicht zu einer hohen Wertung verhelfen. Die wiederholenden Soundeffekte nerven tierisch, hier will man manchmal einfach nur den Sound deaktivieren. Die Steuerung funktioniert bei manchen Spielen nicht richtig, bzw. sie ist einfach von vorn herein mies gemacht. Auch wenn die Spiele sehr abwechslungsreich sind und die Grafik gut gelungen ist, so ist das Spiel nur Mittelmaß. Sehr schade, es hatte sich vielversprechend angehört.


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positiv negativ
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  • Soundeffekte nerven oft
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  • Für Anfänger zu schwer





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