Far Cry 4

Far Cry 4

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Ubisoft
Genre: Egoshooter
Sub-Genre: Open-World-Shooter
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 18.11.2014
USK 18

Far Cry 4   24.11.2014 von GloansBunny

Von den Fans lange ersehnt, von der Fachpresse mit Vorschusslorbeeren versehen und jetzt endlich dürfen wir selbst Hand anlegen an Far Cry 4. Knallfrosch oder Atombombe? GloansBunny packt ihren Rucksack für eine Reise nach Kyrat ...

 

Mein Name ist Ajay Ghale. Wenn Sie diese Zeilen lesen, bin ich wahrscheinlich schon tot oder baumele kopfüber irgendwo in irgend einem dunklen Folterkeller. Ich bin in die Landschaft des Himalaya gereist, um den letzten Willen meiner Mutter zu erfüllen: ihre sterblichen Überreste, gefangen in einer hübschen Urne, sollen ihre letzte Ruhestätte in Kyrat finden. Doch statt sicher über die Grenze, rauscht der Bus in einen Haufen durchgeknallter Söldner. Der dicke Geldschein, den mein Schleuser wohlwissend in meinem Pass versteckt hat, landet genauso von Kugeln zersiebt im Straßenstaub wie meine Mitfahrer. Was zur Hölle ist hier nur los? Warum töten die rot gekleideten Waffennarren wahllos unschuldige Einreisende? Noch während ich völlig konfus und handlungsunfähig die blutbesudelte Szenerie betrachte, schwebt ein magentafarbener Hubschrauber heran, aus dem ein in gleicher Farbe gekleideter Blondschopf steigt. Dieser Typ stellt sich mir als Pagan Min vor, als "Führer Kyrats", der mir schon kurz darauf beweist, was für ein Typ Mensch er ist. Nach einer philosophischen Moralpredigt bezüglich des Unterschiedes von "Stoppt den Bus!" und "Schießt auf den Bus!", rammt er dem zuständigen Truppführer einen Kugelschreiber in den Hals, um sich dann zu beschweren, dass er nun Blut auf seinen neuen Schuhen hätte und mich freudestrahlend wie einen alten Bekannten zu begrüßen. Was hat dieser Psychopath vor? Die Einladung zum Abendessen in seinem Haus kann ich nicht ausschlagen. Mit auf dem Rücken gefesselten Händen und einem Sack über dem Kopf ist das ja auch ein bisschen schwierig. Was dann geschah ist schnell erzählt: das vermeintliche Dinner endet abrupt in einem Chaos.

 

Während mein Schleuser im Keller von Pagan Mins Soldaten gefoltert wird, dringt ein Trupp Rebellen in das Anwesen ein, um mich zu befreien. Ich hätte höchste Priorität, müsse schnellstmöglich zu Saban und Amita, den Anführern des "Goldenen Pfades". Wie sich herausstellt, war meine Mutter eine der Mitbegründerinnen des "Goldenen Pfades", der seither für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in Kyrat kämpft. Doch dieser Kampf scheint aussichtslos, wenn man sich den durchgeknallten, hoch intelligenten Diktator ansieht, seine gewaltige Armee mit mindestens genauso verrückten Soldaten und die Brutalität, mit der sie vorgehen. Das malerische Kyrat befindet sich im Bürgerkrieg. Und der fordert auch seine Opfer in der Widerstandsbewegung, die mit Drogenhandel und Kollateralschäden gegen Pagan Min antritt. Jeder hat hier Dreck am Stecken in Kyrat, also wem kann ich trauen? Mir selbst und der Asche meiner Mutter? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass man hier ohne Waffen ganz gewaltig am Arsch ist. Und ich besitze momentan nur ein lausiges Taschenmesser... Aber der örtliche Radiosender samt herrlich anarchistischem Moderator ist der Hammer! Wenn ich also durch einen irren Soldaten sterbe, der  Pornoheftchen und ein altes Kondom in der Tasche und eine AK 47 in der Hand hat, dann zumindest mit coolem Sound auf den Ohren. Aber was rede ich denn? Ist das schon die Definition von Wahnsinn...?

 

Wer mit Fiesling Vaas seinen Spass hatte, die irren Ideen und das Setting von Far Cry 3 mochte und denkt, es geht nicht besser, dem sei gesagt: doch, es geht tatsächlich noch besser! Herzlich Willkommen in Kyrat, der grandiosen Welt voller Skurrilitäten und kuriosen Figuren! Herzlich Willkommen bei Far Cry 4!

 

Steuerung und Sound: mit gültigem Reisepass und Visum Aufenthaltsgenehmigung erteilt ...
Das Controllerlayout von Far Cry 4 beruht auf einer klassischen Shootersteuerung. Präzise und unglaublich geschmeidig lässt sich Alter Ego Ajay durch die offene Welt bewegen, um dabei Feinde heimlich oder in direkter Konfrontation zu eliminieren, neue Areale zu erkunden oder diverse Fahrzeuge zu bedienen. Die individuell festlegbare Tastenbelegung reagiert ohne Verzögerung auf die Eingaben und lässt keinen Button ungenutzt, ohne dabei überladen zu wirken. So wird die Waffenauswahl via Ringmenü ebenso zum komfortablen Spielinstrument, wie die agilen Bewegungen selbst. Genrefans werden sich sofort heimisch fühlen, während Neulinge von Far Cry 4 an die Hand genommen werden und sowohl zu Beginn des Spiels ein sowohl aktives, als auch ein jederzeit nachlesbares Tutorial erhalten. Nur selten macht die Steuerung im Eifer des Gefechts verschmerzbare Mucken. So ist das Zielen auf kleine, sehr nahe Gegner/Tiere etwas fummelig, und der "Waffe tauschen"-Knopf auf der Konsole der gleiche wie der "Plündern"-Button, was demzufolge nicht immer zum gewünschten Ergebnis führt. Aber mit ein bisschen Übung und Geduld klappt auch das relativ schnell. An die Tasten, fertig, los!
 
Das Herzstück des Ubisoft-Vorzeigeshooters ist die akustische Inszenierung. Neben gewohnt brachialer Umgebungs- und Waffensounds in bester Surroundmanier, sorgen vor allem die grandios synchronisierten, lebendigen Figuren für die typische Far Cry-Atmosphäre. Sowohl die deutschen als auch die englischen Originalstimmen glänzen mit authentischen, enorm motivierten Sprechern, die durch ihre Individualität und dem gesprochenen Inhalt die Figuren erst zu wahren Charakteren machen. So werden beispielsweise der intelligente, aber wahnsinnige Diktator Pagan Min und der verunsicherte Ajay richtig lebendig, und bleiben zudem auch nachhaltig im Kopf des Spielers. Und auch die Musikuntermalung ist nahezu perfekt. Mit einem enormen Umfang an bekannten und bisher unbekannten Reggae-, Rock-, Elektro- und Indie Pop-Stücken, macht sowohl das Anhören des spieleeigenen Radiosenders, als auch der Ingame-Musik extrem viel Spass. Die Titel setzen stets punktgenau ein, passen perfekt zur Situation und dienen somit als einer der Atmosphäre-Grundpfeiler. Wenn am Ende des spektakulären Prologs "Should I stay or should I go" von The Clash durch die Boxen dröhnt, erhält man den ersten Vorgeschmack auf das, was einem Far Cry 4 so die nächsten Stunden noch so alles auf die Ohren gibt. Ein breites, situationsbedingtes Grinsen inklusive. Danke Ubisoft für dieses Meisterwerk an akustischer Gesamtinszenierung!
 

Bildergalerie von Far Cry 4 (13 Bilder)

Grafik, Gameplay und Umfang: mit hübschem Passfoto und guten Referenzen ab in neue Gefilde ...
Optisch ist Far Cry 4 ein absoluter Kracher. Gestochen scharfe Texturen, satte Farben und extrem detaillierte, lebendige Umgebungen prägen das weitläufige Full-HD-Kyrat. Die kraftvolle Dunia-Engine lässt die malerischen Landschaften in vollster Pracht erstrahlen, und selbst bei hohem Animationsaufkommen bleibt die Framerate absolut stabil. Trotz dreier feindlicher Patrouillen, einem wütendem Elefanten, einem hungrigen Bären, einem wild tosenden Fluss und einem ausgewachsenen Flächenbrand im wogenden Gras, werkelt Far Cry 4 brav konstant mit mindestens 30fps vor sich hin. Kein Tearing, kein Zeilenversatz, und auch keine aufploppenden oder nachladenden Texturen stören das Gesamtbild. Stattdessen darf man einfach nur die bombastische Next-Gen-Grafik mit ihrer unglaublichen Weitsicht, den geschmeidigen Animationen und dem grandiosen Licht- und Schattenspiel samt dynamischem Tag- und Nachtwechsel bewundern. Wem nach der cineastischen Einstiegssequenz nicht bereits der Mund vor Staunen offen  stehen bleibt, der wird spätestens dann sprachlos auf den Bildschirm gaffen, wenn Alter Ego Ajay durch das vom Wind bewegte Unterholz kriecht, um kurz darauf auf den fotorealistischen Pelzhintern eines dösenden Tapirs zu starren, während im Hintergrund ein fotorealistischer Sonnenuntergang das Laub streichelt. Bombastisch, wie schön sich die offene Welt von Far Cry 4 optisch präsentiert! Da ist die nicht immer perfekte Lippensynchronität ganz einfach nur Meckern auf hohem, nein, höchstem Niveau.
 
In Sachen Gameplay schafft es Ubisoft, den typischen Flair der Serie zu übernehmen und um kleine, aber feine Nuancen zu erweitern. Während die Hauptmissionen sich klar am spannenden Storystrang orientieren, der die Charaktere toll beleuchtet und eine etwas oberflächliche, aber dennoch fesselnde Geschichte rund um Ajays Vergangenheit, dem Bürgerkrieg in Kyrat und einen durchtriebenen Pagan Min liefert, warten auch wieder unzählige Nebenmissionen auf neugierige Entdecker. Dabei bietet das fiktive Land im Himalaya eine Unmenge an individuellen Schauplätzen und Figuren, die von Anfang an überall in der frei begehbaren, offenen Welt zu finden sind. Heroinfabrik, Tempelanlage, Bergkamm, Waldlichtung und x mehr hat die Sandbox Far Cry 4 im Repertoire. Doch auch skurrile, liebenswerte oder unangenehme Personen und Gruppierungen kreuzen permanent den Weg des Spielers. Der "Goldene Pfad", dem sich Ajay zu Beginn von Far Cry 4 anschließt, spielt hierbei eine große Rolle. Immer wieder muss man zwischen den beiden Anführern und ihren verschiedenen moralischen Einstellungen wählen. Über Leichen gehen, eigene Leute opfern, um die Armen zu befreien oder lieber mit Drogen handeln, Abhängigkeit schaffen, ohne Verluste in den eigenen Reihen? Taktisch mit Stealthambitionen vorgehen oder in guter, alter Rambo-Manier alles niedermähen, was sich bewegt? Schwere Entscheidungen wollen getroffen werden, doch leider mit nur minimalen Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf. Zwei alternative Storyenden, wie alle anderen Zwischensequenzen cineastisch in Szene gesetzt, warten nach Abschluss des Hauptstorystranges, die dann aber leider Fragen bezüglich der Konsequenzen offen lassen. Optionale, und teils automatisch getriggerte Nebenmissionen voller Charme verschaffen hierbei allerdings ein wenig Backup. Ein durchgeknallter Waffenhändler und zwei nicht minder verrückte Junkies sind hier nur ein Paar der Nebenakteure mit irrwitzigen Aufgaben, und auch ein alter Bekannter aus dem Vorgängertitel hat einen überraschenden, "luftigen" Auftritt. Ubisoft weiß eben, wie man einzigartige Charaktere perfekt in Szene setzt. Flankiert werden sämtliche NPCs dabei von einer clever agierenden KI, die taktisch vorgeht und nochmal mehr auf dem Kasten hat, als schon die fordernden Gegner in Far Cry 3. Die wählbaren Schwierigkeitsgrade sind fair, aber niemals langweilig und nur ganz selten mal frustrierend. Gameplay á la Far Cry eben!
 
Doch auch abseits der Story gibt es wieder genug zu tun. Für noch mehr Vielfalt in den sowieso schon abwechslungsreichen Haupt- und Nebenmissionen, sorgen wie schon in Far Cry 3 massenhaft kleine und große Ereignisse, wie etwa die zu befreienden Stützpunkte - dieses Mal stärker vom Feind besetzt - oder die Karte aufdeckene Funktürme, dieses mal bewacht. Wem das zu langweilig ist, der kann dem inneren Sammelwahn nachgeben und überall verstreute Gegenstände wie Zeitungen, Hinterlassenschaften eines Serienkillers, Beutekisten, Waffen und mehr aufstöbern. Der trashige Krimskrams in den Taschen getöteter Feinde lässt sich bei Händlern zu Geld machen, welches dann wiederum in Munition, schusssichere Westen und Co investiert werden darf. Mit jedem erfüllten Auftrag heimst man Erfahrungspunkte ein, die in einem übersichtlichen und intuitiv bedienbaren Fertigkeitenbaum für Verbesserungen in Punkto Fähigkeiten wie Schadensresistenz etc für einen "verbesserten" Ajay sorgen.
 
Kleine Neuerungen im herrlich flüssigen und abwechslungsreichen Shooter - Spass Far Cry 4 sind zum Glück auch zu finden. So kann man neben diversen anderen Fahrzeugen nun auch einen Gyrokopter besteigen, auf ein durchdachtes Navigationssystem zurück  greifen , ballerfreudige Leasing-Rebellen zu Hilfe rufen und Köder verwenden, die hungrige Wildtiere anlocken. Diese sorgen einerseits für ordentlich Chaos hinter feindlichen Linien (wenn Bär und Puma auf saftige Soldaten treffen wird's blutig...) und liefern andererseits wieder Rohstoffe für neue Ausrüstungsgegenstände. Größerer Geldbeutel oder mehr Kapazität für Munition gefällig? Nichts leichter als das. Denn statt kompliziert zu basteln, funktioniert das einfache Crafting von Upgrades und Heilspritzen nun mit nur einem einzigen Tastendruck oder sogar automatisch. Wer Lust hat, kann auch auf einem (etwas übermächtigen) Elefanten reiten oder sogar, den dafür nötigen Drogenrausch vorrausgesetzt, auf den Rücken eines weißen Tigers klettern. Oder in Arena-Kämpfen ordentlich Kohle verdienen. Oder, oder, oder... Die Vielzahl an Schauplätzen, Figuren und Missionen macht Far Cry 4 trotz gewohntem Ablauf zu einem enorm abwechslungsreichen, unterhaltsamen und lange fesselnden Urlaubstrip. Spielspaß pur also!
 
Rund 30 bis 35 Stunden Spielzeit benötigt der ambitionierte Spieler, um sämtliche Haupt- und Nebenmissionen erfolgreich zu absolvieren. Die vielen Sammelgegenstände, geheimen Orte (wie etwa ein unterirdisches Höhlensystem) und malerischen Schauplätze sorgen aber garantiert dafür, dass man auch nach einem der beiden alternativen Storyenden noch einige Zeit an Far Cry 4 hängen bleibt. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und auch der Wiederspielwert ist extrem hoch. Mehrspielerfreunde kommen mit den ins laufende Spiel integrierten Koop-Missionen voll auf ihre Kosten. Per Knopfdruck kann jederzeit ein zweiter Spieler einsteigen und Hilfestellung bei der Baseneroberung geben, oder einfach nur durch die Wildnis laufen. Doch auch ohne menschliche Hilfe sind die feindlichen Stützpunkte dank der erwähnten "Leih-Söldner" gut zu erobern. Mehrere Zusatzinhalte für noch mehr Missionen sind so sicher wie das Amen in der Kirche, zu dem auch ein angekündigter Online-Multiplayermodus mit drei Spielvarianten und die Integration des Map-Editors zählen. Dieses Gesamtkunstwerk ist einfach ein absolutes Must-Have für jeden Next-Gen-Konsolenbesitzer. Super, Ubisoft, danke für diese grandiose Spielerfahrung mit Far Cry 4!

Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Keine Ahnung, wie viele Wochenenden für Far Cry 3 drauf gegangen sind, und eigentlich ist es auch egal. Denn jetzt ist Far Cry 4 da, und es ist der absolute Wahnsinn. Mir bleibt angesichts der bombastischen Grafik mehrfach der Mund vor Staunen offen stehen, während ich krampfhaft versuche, nicht vor Freude durch mein Wohnzimmer zu tanzen. Vor Freude über die Optik, vor Freude über den genialen Soundtrack samt ebenso genialer Synchronsprecher, vor Freude über dieses altbekannte, aber eben so verdammt gute und abwechslungsreiche Shooter-Erlebnis. Die Individualität an Charakteren, Schauplätzen und Missionsvielfalt weiß enorm zu unterhalten und an den Bildschirm zu fesseln. Das Gameplay ist extrem flüssig und nie langweilig. Und die kleinen, aber feinen Neuerungen und Detailverbesserungen sind so exakt platziert, dass man Far Cry 4 tatsächlich als ein absolutes Must-Have bezeichnen kann. Stealth und Shooter, Sammelwahn und Upgrades, Single- und Multiplayer... Alles ist da, punktgenau, ohne Murren oder Scherereien. Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss nochmal schnell auf meinem Elefanten durch ein Hochsicherheitslager reiten, um den toten Feinden ein paar alte Kondome und Munition abzunehmen. Ihr versteht das sicherlich? Wenn nicht: spielt Far Cry 4. Ihr werdet es lieben...


Die letzten Artikel der Redakteurin:


positiv negativ
  • Grafik auf allerhöchstem Niveau
  • Musik und Synchronisation nahezu perfekt
  • Gameplay altbekannt und absolut flüssig
  • Missions- und Schauplatzvielfalt enorm
  • Mindestens 30 Stunden reguläre Spielzeit
  • Starke Charaktere, spannende Story
  • Schwierigkeitsgrade angenehm ausbalanciert
  • Viele kleine, feine Verbesserungen und Neuerungen
  • Story stellenweise etwas zu oberflächlich und mit Fragezeichen am Schluss
  • Lippensynchronität nicht immer vorhanden
  • Keine wirklich großen Innovationen
  • Gefällte Entscheidungen haben nur minimalen Einfluss auf den Spielverlauf





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