Farmini

Farmini

Genre: Kartenspiel • Strategie • Legespiel • Kinder • Familie
Autor: Marie & Wilfried Fort
Illustrator: Anne Pätzke
Spieleverlag: Loki
Empfohlenes Alter: 5
Spieldauer: 15 Minuen
Anzahl Spieler: 1-4

Farmini   01.10.2018 von Born2bewild

Die Zeiten, in denen Kinder glaubten, dass Kühe lila sind, dürften zwar vorbei sein, dennoch bleibt vielen Stadtkindern der Umgang mit den hiesigen Nutztieren verwehrt. Farmini ist ein Kinderspiel, das Kinder ab fünf in die Rolle eines Farmers versetzt. Ob es dabei nur Kinder oder auch die Eltern überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung von Farmini ist eher klein, bietet dem Spielmaterial aber ausreichend Platz. Der Karton wirkt durch den Aufdruck sehr wertig. Im türkisenen Bereich der Verpackung befinden sich einige fühlbare Kronen des Loki-Logos als Wasserzeichen. Auch der Farmini-Aufdruck, das Loki-Logo, die Spielerzahl, Dauer und die Altersempfehlung sind mit einem Verfahren aufgedruckt, bei dem man die Umrisse erfühlen kann. Das Bild auf der Vorderseite verspricht auf alle Fälle schon ein eher niedliches Kinderspiel. Im Inneren finden sich die vierundfünfzig quadratischen Spielkarten, fünfzehn Tiermarken in einem wiederverschließbaren Beutel und fünf Anleitungen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch. In der Unterseite der Verpackung ist der Hühnerhof aufgedruckt, der im Spiel den Vorrat an Tiermarken beherbergt. Die Tiermarken sind aus Karton und kinderfreundlich gestaltet. Ebenso wie die Wolfs- und Tierkarten, die Bestandteil der Spielkarten sind. Die Spielkarten an sich sind aber unserer Ansicht nach fast ein bisschen dünn geraten. Zwar entspricht die Stärke der von normalen Spielkarten (zum Beispiel Skat), dennoch hätte man hier aufgrund des Puzzlecharakters vielleicht auch eher auf Karton zurückgreifen können.

 

Der eigentliche Spielaufbau ist relativ einfach. Aus den Spielkarten werden die Startkarten und die „Bauernhof“-Karten herausgesucht. Jeder Spieler sucht sich einen Bauernhof aus und legt ihn vor sich hin. Die vier Startkarten werden offen in die Tischmitte gelegt. Bitte beachtet, dass jeder Spieler eine relativ große Farm aufbaut. Schaut also, dass ihr genug Platz auf dem Tisch habt! Alle übriggebliebenen „Bauernhof“-Karten werden gemeinsam mit den anderen Spielkarten gemischt und bilden den Nachzugstapel. Die Tiermarker werden in den Hühnerhof gelegt, damit sie nicht davonlaufen oder von den Wölfen verjagt werden. Beginnen darf der Spieler, der als letzter einen Traktor gesehen hat.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist entsprechend der Verpackungsgröße sehr klein und umfasst insgesamt acht Seiten, die die Regeln sehr gut und verständlich beschreiben. Es gibt einige erläuternde Bilder und Beispiele, die die Regeln verdeutlichen. So kann auch sehr schnell gestartet werden.

 

Das Spielziel

 

Ziel des Spiels ist es, eine Farm aufzubauen und mit Hilfe von eingezäunten Maisfeldern und Tieren mehr Punkte als seine Gegner zu sammeln. Daran wird man von den Wölfen gehindert, die aber wiederum durch Zäune von den Tieren ferngehalten werden können. Am Ende zählen zwar alle Tiere, bei den Maisfeldern aber nur die, die ohne Tiere in einem eingezäunten Bereich angebaut wurden.

 

Der Spielablauf

 

Beginnend mit dem Startspieler dürfen sich die angehenden Farmer reihum jeweils eine der vier Spielkarten aus der Mitte aussuchen und spielen. Dabei wird dieser Vorrat nach jedem Spieler wieder auf vier Karten aufgefüllt. Am Einfachsten sind die „Zaun“-Karten. Mit ihnen puzzelt man sich eine Farm zurecht. Dabei gilt es zu beachten, dass die neue Karte mit den bereits liegenden Karten zusammenpassen muss. Also kein Zaun in Gras enden darf. Es ist erlaubt, auch eine Lücke in einer Wiese zu lassen. Allerdings verliert man hierfür am Spielende für jeden freien Kartenplatz einen Punkt. Die Tierkarten darf man je nach Anzahl der abgebildeten Tiere gegen Tiermarker tauschen und anschließend beiseitelegen. Die Tiermarker legt man dann auf je einen freien braunen Kreis auf der Wiese. Kann man nicht alle Tiermarker ausspielen, so kommt der Rest wieder zurück in den Hühnerhof. Eine Besonderheit stellen die Wolfskarten dar. Wird eine aufgedeckt, muss sie sofort gespielt werden. Die Tierart, an die der Wolf denkt, wird verjagt. Das heißt, alle Tiere, die sich nicht in einem komplett eingezäunten Bereich befinden, laufen davon und werden zurück in den Hühnerhof gelegt. Dann wird die Wolfskarte beiseitegelegt, eine neue Spielkarte umgedreht und das Spiel geht weiter. Das Spielende ist erreicht, sobald alle Karten vom Nachziehstapel und aus der Mitte aufgebraucht sind. Anschließend werden alle Tiere mit je einem Punkt gewertet. Bei den Maisfeldern werden nur die gewertet, die komplett eingezäunt sind und das ohne Tiere, schließlich würden die den Mais vermutlich einfach auffressen. Abschließend muss noch für jede Einzäunung, in der sich eine freie Stelle (also eine fehlende Karte) befindet, ein Punkt abgezogen werden. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. Bei einem Gleichstand gewinnt als erstes der Spieler, der Schweine hat, dann der, der Ziegen hat und dann der mit Hühnern. Als besonderes Gimmick findet man am Ende noch eine Tabelle mit einer motivierenden Bewertung der jeweiligen Punktezahlen.

 

Bildergalerie von Farmini (6 Bilder)

Varianten

 

Wenn man sich an die Spielmechanik gewöhnt hat, kann man die Wertung noch etwas erweitern, indem Tiere, die sich ausschließlich mit Artgenossen in einem eingezäunten Bereich finden, doppelt gewertet werden. Außerdem gibt es noch eine Einzelspielervariante, bei der der Wolf auch die Tiere verjagt, die sich noch unter den vier aufgedeckten Karten befinden.

 

Lieferumfang

 

  • 4 „Bauernhof“-Karten
  • 6 Wolfskarten
  • 12 Tierkarten
  • 32 „Zaun“-Karten
  • 15 Tiermarken
  • 5 Spielanleitungen in verschiedenen Sprachen

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Farmini ist in meinen Augen ein gutes Spiel, um Kinder an Strategie- und Aufbauspiele heranzuführen. Die Regeln sind relativ einfach und auch für unseren Fünfjährigen gut verständlich, der sich auch gleich die erste Taktik zurechtlegte. Aber auch für Erwachsene bleibt das Spiel gewissermaßen anspruchsvoll, denn eine Prise Glück ist zum Sieg auch notwendig. Die Gestaltung des Spielmaterials und allem voran die der Verpackung, die das ganze Spiel aufwertet, finde ich sehr gelungen. Lediglich bei den Karten hätte ich mir eher Kartonplättchen gewünscht, aber das ist dann schon eher das i-Tüpfelchen. Ich komme daher auf 9/10Punkte mit einer Empfehlung für Gelegenheitsspieler und Familien.

 

Josi:

Ich hatte nach dem Erklären schon direkt Panik, dass ich gegen unseren Sohn verliere. „Mama dann sollte man erstmal Zäune fertig bauen, bevor man Tiere nimmt“. Immerhin hatte ich ein wenig Glück bei den Plättchen, sodass ich nicht jedes anschließende Spiel verloren habe. Gewonnen habe ich aber höchsten 50% und wir haben sehr oft gespielt. Wie man sieht haben hier auch Kinder gute Chancen zu gewinnen, obwohl es mit Taktik vermeintlich leichter ist zu gewinnen. Von mir eindeutig 9/10 Punkten, weil ich befürchte bei der Dauernutzung könnten die Plättchen etwas sehr leiden.


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