Fast Convoy - Tödlicher Transport

Fast Convoy - Tödlicher Transport

Originaltitel: Le Convoi
Genre: Thriller • Action
Regie: Frédéric Schoendoerffer
Hauptdarsteller: Benoît Magimel • Reem Kherici
Laufzeit: DVD (99 Min) • BD (103 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 16

Fast Convoy - Tödlicher Transport   20.07.2016 von MarS

Actionfilme aus Frankreich sind es immer wieder Wert, einen Blick zu riskieren, das haben Filme in der Vergangenheit immer wieder erfolgreich bewiesen. Ob sich Fast Convoy - Tödlicher Transport in diese rasanten Streifen einreiht oder ob ein Motorschaden den Film ausbremst, das erfahrt Ihr in der folgenden Kritik.


Es ist ein weiter Weg von Spanien nach Paris, vor allem wenn man den Kofferraum voller Marihuanna hat und im Innenraum kurzfristig auch noch sieben Kilo Kokain mit sich führt. Genau das müssen die Drogendealer auf ihrer Reise schmerzlich feststellen, als sie mit einem Konvoi aus vier Wagen über die Autobahn unterwegs sind, um  für ihre Bosse eine Lieferung zu tätigen. Die Fahrt findet ein jähes Ende, als es an einer Straßensperre zu einer Schießerei kommt, wobei einer der Schmuggler stirbt und sein Fahrer schwer verletzt wird. Kurzerhand nimmt dieser eine unbeteiligte Frau als Geisel und flieht. Jetzt ist es an Alex, dem eiskalten Aufpasser des Konvois, die Situation zu retten und die Ankunft der Lieferung am Bestimmungsort zu sichern...

 

Was zunächst klingt wie The Transporter im Drogenmilieu entpuppt sich recht schnell als zwar solider, aber wenig spektakulärer Actionstreifen, der versucht durch lässigen Stil, rasante Autofahrten und ein paar Shootouts über das dünne Drehbuch hinweg zu täuschen. Die Actionszenen und Shootouts sind durchaus spannend und rasant inszeniert, jedoch für einen Actionfilm nicht zahlreich genug, wogegen die Zwischenpassagen durch teils dümmliche, teils alberne Dialoge glänzen und rasch für Langeweile und Längen in der Erzählung sorgen. Hier fragt man sich schon bald, wie es eine Truppe von geistigen Tieffliegern bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich geschafft hat, Drogen zu schmuggeln ohne aufzufliegen, denn echte Leuchten findet man in den Fahrzeugen eigentlich keine. Einzig Benoit Magimel als Alex kann hier durch seine lässige, coole und ruhige Art als Mann fürs Grobe überzeugen, wirkt aber auch in der einen oder anderen Szene etwas hilflos und unglaubwürdig. Atmosphärisch punkten in Fast Convoy - Tödlicher Transport vor allem die Szenen in den Fahrzeugen, die dem Zuschauer ein schönes Mittendrin-Gefühl bescheren und für spannungsgeladene Dramatik sorgen. Ein kleines Highlight im Film ist das Finale, welches an Action nochmal richtig Gas gibt und dank einer netten Wendung und einem im positiven Sinne unschönen, ja sogar emotionalen Ende punkten kann. Dies täuscht aber letztendlich nicht über die vielen Schwächen und Längen im vorangegangenen Verlauf hinweg. 

 

Bildergalerie von Fast Convoy - Tödlicher Transport (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist sehr scharf und offenbart zahlreiche feine Details, bleibt aber auf Grund des verwendeten Gelbfilters extrem gewöhnungsbedürftig, auch wenn diese Wahl der Farbgebung eigentlich ganz gut zum Film passt und ihm einen ganz eigenen Look verleiht. Der Kontrast ist dabei zu jeder Zeit stimmig und auch der Schwarzwert liefert saubere Werte. Nur gelegentlich lässt die Schärfe in Panoramaaufnahmen ein wenig nach. Auch der Ton ist absolut auf der Höhe der Zeit und zeigt sich atmosphärisch bei differenzierter, passender Einbindung aller Kanäle und stets verständlichen Dialogen. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Fast Convoy - Tödlicher Transport liefert solide Actionkost, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Auf Grund des relativ dünnen Drehbuchs und den teilweise ärgerlichen Dialogen lebt der Film hauptsächlich von seinen Action- und Autoszenen, die jedoch zu spärlich ausgefallen sind. Die dadurch entstehenden Längen hätten durchaus vermieden werden können, wäre die Inszenierung etwas dichter ausgefallen, so jedoch ist Fast Convoy - Tödlicher Transport zwar keine reine Zeitverschwendung und für Actionfans einen Blick wert, allzu große Erwartungen sollte man an den Streifen aber nicht haben.


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