Fe

Fe

Publisher: Electronic Arts
Entwicklerstudio: Zoink!
Genre: Adventure
Sub-Genre: Action
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 16.02.2018
USK 6

Fe   13.03.2018 von Dante

„Kannst du hören, wie der Wald spricht?“ Neue Sprachen bringen neue Freunde und nur gemeinsam kann das Böse besiegt werden - darum geht es in dem neuen EA-Titel Fe. Uns wird eine wunderschöne Welt vorgestellt, deren Teil wir sind. Wie sich Gastautorin MiKarai bei der Weltrettung anstellt, erfahrt Ihr im Artikel...

 

Spielstart

 

Wie bei Spielen von EA üblich erfolgt die Installation über Origin. Der Spielstart ist, wie alles an diesem Spiel, einfach gehalten. Man hat die Auswahl zwischen „Spielen“ „Optionen“ und „Beenden“. Unter den Optionen kann man die üblichen Sachen einstellen wie Grafik, Steuerung etc. Unter „Spielen“ stehen einem drei Speicherslots zur Verfügung. Das Spiel speichert aber nur automatisch, daher bedeuten drei Slots drei unabhängige Spielstände, ganz wie früher.

 

Das Spiel selbst startet dann mit einer Cutscene. Man beginnt mit einem Blick auf eine idyllische Welt über den Wipfeln eines Waldes. Die ersten Wesen und ein riesiger Baum in der Ferne sind zu sehen, bevor die Kamera in den Wald hinabsteigt und eine noch friedlichere Szene eines trinkenden Hirschs umgeben von leuchtenden Blumen sichtbar wird. Plötzlich wird dieser von einem lauten Geräusch erschreckt. Weiß brennende Kometen, wie es scheint, fliegen auf diese Welt und das Bild wird weiß. Als nächstes sieht man, wie ein Tier auf einer freundlichen Waldlichtung aufwacht und man hat sofort Kontrolle über das kleine, fuchsähnliche Wesen. Ohne Erklärung oder äußere Einflüsse befindet man sich sofort im Spiel.

 

Gameplay

 

Die Steuerung ist sehr einfach: WASD zum Bewegen, Kamerasteuerung mit der Maus, Springen, Greifen und Zugriff auf die Karte. Dass nicht sehr viele Tastenbelegungen nötig sind, ist nicht nur für die Vergesslichen praktisch (husthustichhust), sondern es bedeutet, dass Fe auch für unsere Kontroller-Freunde spielbar ist. Fe ist zurzeit für den PC, die PS4, Nintendo Switch und Xbox One verfügbar, für letztere sogar in optimierter Form in 4K. Aber das wichtigste Feature dieses Spiels ist der Ruf. Oder Gesang. Oder die Sprache. Hier bin ich mir noch nicht sicher, da im Spiel wenig bis gar nichts erklärt wird. Nachdem man aus der Anfangssequenz in der Welt landet, weiß man weder wer man ist, auf welcher Seite man spielt, noch was für eine Aufgabe von einem erwartet wird bzw. wo es hingeht. Es gibt keine Lebensanzeige, kein Inventar, keinen Schnickschnack. Man kann sich frei in der Welt bewegen, die nur von Felswänden begrenzt ist. Ist man sich aber der Map bewusst, kann man sich auch in die richtige Richtung bewegen. Am Anfang gibt es da zwar kaum Entscheidungsmöglichkeit, es hat mich aber trotzdem einige Zeit gekostet, da ich mich schnell von der künstlerischen Idylle habe ablenken lassen und eine Zeit lang im Kreis lief. Ist man jedoch aufmerksam, bemerkt man auch den Hirsch, der in ungreifbarer Nähe vor einem davonläuft und gerade danach fragt, ihm zu folgen. So kam ich endlich zum nicht weit entfernten ersten Hindernis. Aber auch hier habe ich wieder einige Zeit gebraucht, bis ich die Systematik des Spiels verstanden habe. Das Hindernis selbst war eine hohe Felswand, vor der einige kleine Blumen wuchsen, die offensichtlich beim Überwinden eine große Rolle spielen sollten. Das Einzige, mit dem ich aber interagieren konnte, war ein schwarzes, gehörntes Auge, dass wie eine Pflanze auf einer Lichtung wuchs. Nähert man sich, gibt es ein fast liebliches Stöhnen von sich, dass an ein mütterliches Wesen erinnert. Also kein Feind. Alles klar. Steht man direkt davor poppt auch eine kleine Sprechblase auf, die Hilfestellung zum Spielprinzip geben soll. Der Ruf, der mit den Maustasten aktiviert wird, kann verschiedene Stimmlagen einnehmen, je nachdem, ob man die Maus nach oben oder unten schiebt. Allerdings habe ich lange gebraucht um zu verstehen, wie und wo ich diese Hilfe nutzen kann. Außer, dass sich während meines Rufs eine goldene Verbindung zwischen mir und dem Auge aufbaute, konnte ich keine Veränderung erzielen und habe die Maus wie wild hoch und runter geschoben, wie die Sprechblase es gezeigt hat.

 

In der Welt von Fe geht es zum Großteil darum, sich mit anderen Wesen zu verbinden, um deren Hilfe zu nutzen. Dazu muss man seinen Ruf der Tonhöhe des Freunds anpassen, bis die Verbindung hergestellt werden kann. Symbolisiert wird das durch zwei ebenso goldene Kugeln, die sich ganz im Harry-Potter-Voldemort-Duell-Stil auf der Verbindungslinie annähern. Man muss jedoch die richtige Sprache sprechen und diese gilt es im Laufe des Spiels zu erlernen. Hat man dieses essenzielle Spielprinzip verstanden, kann man sich voll auf die Story von Fe konzentrieren. Aber nicht, ohne auf dem Weg noch weitere Skills zu erlernen.


Nach den ersten, für mich eher holprigen Metern, kommt man zu einer gigantischen Waldlichtung mit einem noch gigantischeren Baum. Dieser hat, wie unsere erste Begegnung, ein riesiges Auge. Hier sind auch die ersten Kristalle zu finden, die im ganzen Spiel verteilt sind. Hat man genügend Kristalle gesammelt, wird ein Lichtstrahl aus der Mitte der Lichtung hervorschießen, die von Steinen mit Zeichnungen umrahmt ist. Betritt man nun den Lichtstrahl, erwacht der Baum. Man geht in eine Art Geistwelt über. Hier wird einem eine Gabe geschenkt, die es direkt zu erproben gilt, bevor man die Geistwelt wieder verlässt. Zuerst erlernt man so das Emporklettern an Bäumen, von denen man auf Steinvorsprünge springen kann, die sonst unerreichbar wären. Mit jeder neuen Gabe steigt die Anzahl der Kristalle, die für die nächste Fähigkeit benötigt wird. Die Reihenfolge der Gaben ist dabei stark an den linearen Spielfluss geknüpft und kann nicht frei gewählt werden. Etwas zum Gameplay gibt es aber noch zu sagen. Kommt man mal so gar nicht weiter, trotz wählbaren Zielmarkierungen auf der Karte, kann man zu jeder Zeit und an jedem Ort für einige Sekunden einen hohen Ruf ausstoßen, bis ein kleiner Vogel kommt, der einem den Weg weist. Er wird dir jedoch nicht verraten, wie du Hindernisse oder Feinde überwindest, also bleib wachsam!

 

Story

 

Aus der Cutscene zu Beginn des Spiels bekommt man schon einen Eindruck, worum es hier geht. Eine friedliche Idylle wird von mysteriösen Wesen gestört, die wie Kometen aus dem Himmel fallen. Es dauert auch nicht lange bis man auf den ersten „Geräuschlosen“ trifft. Sie sind die einzigen Wesen hier, die nicht über einen Ruf kommunizieren. Sie werden nur davon angelockt und greifen sofort an. Wie Spinnen rennen sie auf dich zu, bevor sie sich mannshoch aufstellen und aus einem einzigen leuchtenden Auge einen Strahl schießen, aus dem sich ein Gitter um das Opfer bildet. Das Bild wird schwarz. Doch was ist ihr Ziel in dieser Welt? Immer wieder trifft man auf große Steintafeln, deren Oberflächen mithilfe des Rufs aufgebrochen werden können. Darunter befinden sich Zeichnungen, die die Geschichte erzählen. Die Geschichte der Geräuschlosen auf dieser Welt. Aber auch andere Hinweise auf ihr Tun sind überall zu sehen: mysteriöse Statuen, verschiede Altare... Waren sie schon früher hier? Wo kommen sie her? Was ist ihr Plan? Sie fangen Tiere ein und übergeben sie einer Flamme. Eine Opfergabe? Eine Sammlung? Wozu die Altare? Nach und nach löst sich der Nebel um die Kreaturen. Nicht zuletzt durch die steinernen Helme, die in der Welt zu finden sind, durch die man in die Sicht eines Geräuschlosen eintaucht. Sie selbst haben ihre Geschichte auf die Steine geschrieben... Was erfahren wir als nächstes?

 

Optik & Sound

 

Das Spiel hat seinen eigenen, wunderschönen Stil. Die verschiedenen Wegstücke und Areale sind jeweils in einer Farbe gehalten. Insgesamt ist das Spiel in Blau-, Violett- und Pinktönen gehalten, wodurch eine mystisch schöne Atmosphäre geschaffen wird. Man selbst ist ein vielleicht fuchsgroßes, schwarzes Wesen, dass je nach ausgewählter Sprache zu der entsprechenden Farbe in seinen Felldetails wechselt. Im Vergleich zur realen Welt sind die Elemente der Welt von Fe vereinfacht dargestellt. An jedem Baum, Stein und Lebewesen sind die Dreiecksstrukturen zu erkennen, mit denen sie dreidimensional programmiert und animiert wurden. Trotzdem ist alles mit so vielen Details versehen, dass Fe in keiner Weise als simpel zu bezeichnen wäre und jede Szene aussieht wie ein Kunstwerk. Die Bewegungen der Tiere und des Wassers sind sehr flüssig und mit Bewegungslinien künstlerisch untermalt. Jede Sprache hat seine eigene charakteristische Farbe, die auch in den jeweiligen Tieren wiederzufinden ist. Man ist mit Liebe zum Detail an dieses Spiel herangegangen und das weiß ich zu schätzen. Ich kann hier nur Komplimente verteilen.

 

Aber auch der Sound ist, passend zum Bild, wunderschön gestaltet. Im Spiel wird nicht gesprochen, nichts erzählt. Alles ist genau passend musikalisch untermalt, sodass das bewegte Bild zur Szenerie wird. Die Rufe und Geräusche passen sehr gut zu den einzelnen Lebewesen, es lässt sich leicht sagen, ob wir einem Freund oder einem Feind gegenüberstehen, einem kleinen oder großen Tier und auch welcher Art es ist. Alles ist so vollgepackt mit Emotionen und das ist auch gut so, denn der Ruf der Tiere und die Verbundenheit mit dieser Welt sind der Mittelpunkt dieses Spiels.

 

Bildergalerie von Fe (15 Bilder)

Manko

 

Der einzige wirkliche Makel, den ich bisher gefunden habe, war, dass der Hilfsvogel, den ich in einer Höhle gerufen habe, durch die Felswand in die Nachbarhöhle verschwand, durch die ich natürlich nicht folgen konnte. Um das Problem zu lösen bin ich einige Schritte weitergelaufen, habe den Vogel nochmal gerufen und alles war in Ordnung. Einmal ist er auch an einem Felsvorsprung hängen geblieben, aber sobald man ein paar Schritte in die angepeilte Richtung läuft, fliegt er ungestört weiter voraus. Das ist technisch gesehen vielleicht ein Bug, aber bestimmt kein Problem. Weiter zu bemängeln wäre höchstens, dass man sich, besonders am Anfang, in der Welt ohne Anleitung oder Tutorial verloren fühlt. Ich finde aber, dass genau das den Charme solcher Spiele ausmacht. Nicht alles wird einem auf dem Silbertablett dargeboten und hat man die Spielmechanik einmal verstanden, sieht man nicht nur, wie simpel es eigentlich ist, sondern man fühlt sich auch gut, die Rätsel selbst gelöst zu haben.


Das Fazit von: Dante

Dante

 

Ich finde Fe ist ein wunderschönes Spiel. Man kann ganz in die Welt eintauchen und sich den Rätseln und Feinden stellen. Stück für Stück lernt man, was mit der Welt passiert und welchen Freunden es zu helfen gilt. Mit jeder Spielminute erfährt man ein bisschen mehr über die Geschichte und ich bin gespannt, was für Offenbarungen mich im Laufe des Spiels noch erwarten. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.


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