Fear Clinic

Fear Clinic

Originaltitel: Fear Clinic
Genre: Horror
Regie: Robert Hall
Hauptdarsteller: Robert Englund
Laufzeit: DVD (92 Min) • BD (95 Min)
Label: Mad Dimension
FSK 18

Fear Clinic   17.07.2015 von MarS

Ursprünglich war Fear Clinic eine Web-Serie aus dem Hause FEARnet.com und beschäftigte sich in kurzen Episoden mit diversen menschlichen Ängsten. Hauptdarsteller war Robert Englund (Nightmare on Elm Street) als Doktor auf Abwegen. 2014 erblickte nun der zugehörige Film das Licht der Welt - kann uns Robert Englund erneut das Fürchten leeren? 

 

In einer Klinik, die Ängste behandelt, hat Dr. Andover (R. Englund) ein eigenes Verfahren entwickelt, um die Angst zu besiegen - die sogenannte "Fear Chamber". Als eine Patientin stirbt legt er seine Behandlungsmethode auf Eis. Einige bereits geheilte Patienten erleiden jedoch herbe Rückschläge, und so müssen sie sich letztendlich alle gemeinsam erneut ihren inneren Dämonen stellen, denn die Angst ist hungrig und will gefüttert werden...

 

Fear Clinic hinterlässt beim Zuschauer gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist die Geschichte sehr interessant und hat teilweise sogar philosophische Ansätze, auf der anderen Seite fehlt es dem Geschehen aber an allen Ecken und Kanten an Tiefe, sowohl bei der Story als auch bei den Charakteren. Über viele der Ereignisse lässt einen das Drehbuch völlig im Dunkeln, und so bleiben auch nach dem Abspann noch unzählige Fragen, unlogische Abläufe und fehlende Erklärungen zurück, was insgesamt einen schalen Nachgeschmack hinterlässt. 

 

Zweigeteilt sind auch die schauspielerischen Leistungen sowie die Synchronisation. Liefern Robert Englund und ein zwei andere Darsteller wirklich solide Leistungen, stehen dem gegenüber einige Charaktere, die einfach nicht nachvollziehbar agieren und auch keinerlei Sympathien hervorrufen können. Dies liegt zum einen am wohl nicht ganz ausgereiften Drehbuch, zum anderen an der schlimmen deutschen Synchronisation, die bei einigen Personen absolut nicht passen will - als Beispiel sei hier ein kleiner Junge angeführt, der mit der Stimme eines Teenagers im Stimmbruch synchronisiert wurde.

 

Mit den gemischten Eindrücken geht es auch im Effekt-Bereich gleich weiter. Auch hier gibt es viele, teils blutige Momente, die handwerklich hervorragend gemacht sind und sehr gut aussehen. Genauso gibt es aber auch Szenen, die dermaßen CGI-überflutet wurden, dass die Effekte einfach nur noch albern, ja teilweise lächerlich aussehen. Positiv aufgefallen sind hier die wirklich schönen Settings im beengten Raum der Klinik und auch die triste, melancholische Atmosphäre des Films. Auch Soundtrack und Score fügen sich sehr schön ins Geschehen ein und sorgen für wohliges Unwohlsein.

 

Die Bildqualität ist ebenfalls ein positiver Aspekt, denn selbst bei der vorliegenden upgescalten DVD ist die Schärfe mit wenigen Ausnahmen sehr gut und die Details zahlreich. Kontrast und Schwarzwert bewegen sich durchweg auf solidem, sehr schön abgestimmten Niveau, nur selten verschlucken dunkle Bereiche Details. Auch der Tonbereich bietet Arbeit für alle Kanäle, auch der Bass darf sich hin und wieder kräftig zu Wort melden. Technisch gesehen eine Scheibe ohne viel Anlass zu klagen.

 

Bildergalerie von Fear Clinic (6 Bilder)


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Fear Clinic hinterlässt bei mir äußerst gemischte Gefühle - Die Story ist sehr interessant und die Atmosphäre sowie Settings sind stimmig. Leider krankt der Film aber deutlich am mangelhaften Drehbuch und der Synchronisation. Durch einige Logiklöcher und fehlende Erklärungen, sowie den etwas wirren Aufbau und Ablauf, schafft es Fear Clinic leider nicht über eine durschnittliche Wertung von 5/10. Genre-Fans und alle, die Robert Englund gerne einmal wieder sehen möchten, können gerne einen Blick riskieren - ein Horror-Highlight sollte man dabei aber nicht erwarten...


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