Feuville

Feuville

Genre: Aufbauspiel • Brettspiel • Würfel-Legespiel
Autor: Udo Peise
Illustrator: Dennis Lohausen
Spieleverlag: Huch!
Empfohlenes Alter: 10-99
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

Feuville   07.03.2018 von Born2bewild

Der König der Stadt fordert die Spieler auf, die schöne Stadt Feuville wieder aufzubauen. Dabei steht den Spielern aber nicht nur der Wettkampf untereinander im Weg, sondern auch der finstere Drache Dragomir, der immer wieder ganze Viertel niederbrennt…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung von Feuville ist sehr schön gestaltet und im standardisierten, quadratischen Format gehalten. Das Innere des Kartons ist sehr schlicht, es gibt ein Fach und wiederverschließbare Beutel um das Spielmaterial zu verstauen. Außerdem befinden sich noch zwei Würfel, das Spielbrett und einige Kartonbögen mit Material, das herausgedrückt werden muss, in der Schachtel. Ist dieses erste Spielziel erreicht, kann es an den eigentlichen Spielaufbau gehen.

Jeder Spieler erhält ein Spielertableau und passend dazu ein Grasplättchen sowie ein Start-Mauerplättchen mit seinem Wappen drauf. Dann wird das Spielbrett in die Mitte gelegt, die Himmels-, Turm- und Mauerplättchen je nach ihrer Rückseite auf Stapeln sortiert und nach dem Mischen je ein Stapel aus gleichartigen Plättchen gebildet, wobei der Stapel mit der höheren Zahl immer unten liegt. Außerdem werden aus den königlichen Erlassen (nachfolgend nur noch Erlasse) die Stadtwertungen herausgenommen, die restlichen Erlasse gemischt und anschließend sieben gezogen und ungesehen in die Schachtel gelegt. Nun können die ersten sechs Himmels-, Turm- und Mauerplättchen sowie Erlasse auf die entsprechenden freien Felder offen ausgelegt werden. Aus den gemischten Feenzaubern legt man drei auf die Felder im linken oberen Eck des Spielplans. Die restlichen Plättchen werden griffbereit neben dem Spielplan bereitgelegt. Es wird ein Startspielerkelch bestimmt und schon kann es losgehen.

 

Die Anleitung

 

Wenn man die Anleitung zum ersten Mal in der Hand hat, dann bekommt man zunächst den Eindruck, es wäre viiiiel zu lesen. Das kleine quadratische 48-seitige „Ungetüm“ ist allerdings in vier Sprachen geschrieben und damit beschränkt sich die Anleitung auf lockere zwölf Seiten. Sie ist sehr gut mit Beispielbildern durchzogen, die einen sofort das Gelesene verstehen lassen. Alles in Allem schätze ich eine Vorbereitungszeit mit Lesen und Aufbau der ersten Runde auf ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde.

 

Das Spielziel

 

Im Laufe des Spiels sammeln die Spieler Ruhm und streben eine möglichst gute Stadtwertung an, die bei einer geschickten Bauweise viele Punkte abwirft, aber pro Spiel nur einmal durchgeführt werden kann. Am Ende des Spiels wird anhand der Markerpositionen auf der Ruhmleiste ein Sieger ermittelt.

 

Der Spielablauf

 

Der Spielablauf ist sehr einfach, wenn er auch auf Grund der vielen Regeln am Anfang sehr kompliziert wirkt. Man würfelt und wählt dann aus, was man mit den Würfeln macht. So kann man sich ein Bauplättchen nehmen und es bauen oder in das Spielertableau legen. Es bietet Platz für zwei Erlasse oder Bauplättchen und zwei Feenzauber. Außerdem werden die eingesetzten Erlasse hier abgelegt. Alternativ zum Aufnehmen von Bauplättchen darf der Spieler auch die Erlasse der jeweiligen Spalte oder die Spezialisten auswählen, einen Feenzauber nehmen oder den kauzigen Kobold einsetzen. Dieser ist dabei ein Schauspieler, der die Fähigkeiten der Spezialisten nachahmen kann. Man kann ihn mit einer beliebigen Würfelkombination auslösen und so die Fähigkeit eines beliebigen Spezialisten nutzen. Diese reichen vom Erwürfeln von Ruhmpunkten bis hin zur freien Wahl von Bauplättchen oder dem Wiederaufbau von Ruinen. Letztere entstehen, wenn der Drache kommt. Er erwacht jedes Mal zum Leben, wenn ein Spieler einen Pasch würfelt. Dann brennt er alle Stadtteile nieder, die nicht durch Wolken auf den Himmelsplättchen geschützt sind. Aber auch die Feenzauber sind sehr hilfreich, um sich sowohl gegen den Drachen als auch gegen den Spezialisten „Dieb“ zu schützen. Im Spielzug aufgenommene Erlasse dürfen entweder gleich in Punkte umgewandelt und eingesetzt oder im Spielertableau deponiert werden. Hat ein Spieler eine Stadt mit zwei vollständigen Türmen und einem Tor errichtet, kann er die Stadtwertung durchführen. Diese gibt relativ viele Punkte, ist aber nicht so leicht zu erreichen. Führt man eine Wertung seiner Aufbauten durch, wird dies durch die Grasplättchen markiert. Dieser Stadtteil darf für keine weitere Wertung herangezogen werden. Sobald die Erlasse nicht mehr aufgefüllt werden endet das Spiel, nachdem alle Spieler vor dem Startspieler ihre Aktionen noch durchgeführt haben. Dann geht es an die Auswertung, bei der es noch einmal sieben Punkte für die am meisten erfüllten Erlasse gibt.

 

Bildergalerie von Feuville (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 1 Spielplan
  • 90 Bauplättchen (je 30 Himmels-, Turm- und Mauerplättchen)
  • 30 königliche Erlasse
  • 20 Grasplättchen
  • 18 Feenzauber
  • 4 Startplättchen
  • 4 Spielertableaus
  • 4 Spielmarker
  • 2 Würfel
  • 1 Koboldfigur
  • 1 Kelch
  • 1 Anleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Die Regeln von Feuville klingen am Anfang noch sehr kompliziert. Aber es ist ein Spiel, das eigentlich keine komplexen Regeln hat, sondern das sich im Zuge der ersten Runden noch weiter erklärt. Auf dem Spielbrett und den Plättchen sind viele Symbole, die die einzelnen Schritte nochmal veranschaulichen. Von der Spieldauer her ist das Spiel auch sehr gut für Gelegenheitsspieler geeignet, da man eine Runde, mit dem Erklären der Regeln auch in einer guten Stunde schafft. Ich finde es bietet einen sehr guten Einstieg in das Genre der Aufbauspiele und bietet einen gelungenen Mix aus Strategie und Glück. Daher vergebe ich hier 7-8 Punkte.

 

Josi:

Ich muss sagen, dass ich Feuville richtig gut finde. Der angesprochene Mix aus Glück und Strategie ist genau mein Ding. Die Story und die Figuren mit ihren Fähigkeiten sind sehr realistisch und das Spielbrett ist einfach super schön gearbeitet. Einziger Kritikpunkt sind die Umrandungen der leeren Felder auf dem Spielplan. Man erkennt nicht auf Anhieb, wenn die Reihe leer ist und somit aufzufüllen. Positiv ist aber, dass man immer die eingesetzten Würfel so positionieren kann, dass jeder sieht welcher Würfel wie eingesetzt wurde, da in jedem Feld ein kleines Würfelfeld eingebaut ist. Ein für mich klasse Spiel für Spielabende, auch mit größeren Kindern (wie empfohlen ab 10) und definitiv eine Empfehlung von mir. Ich vergebe 9 von 10 Punkten, denn ich hatte viel Spaß und ja ich habe gewonnen ;)


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