Final Cut - Die letzte Vorstellung

Final Cut - Die letzte Vorstellung

Originaltitel: The Last Showing
Genre: Horror • Thriller
Regie: Phil Hawkins
Hauptdarsteller: Robert Englund • Finn Jones
Laufzeit: DVD (85 Min) • BD (89 Min)
Label: Tiberius Film
FSK 16

Final Cut - Die letzte Vorstellung   11.05.2016 von MarS

Robert Englund, der mit seiner Rolle als Freddy Krüger in den Nightmare on Elm Street Filmen weltberühmt wurde, hatte in der jüngsten Vergangenheit zwar einige Auftritte in kleineren Produktionen, konnte aber letztendlich nie wirklich an alte Erfolge anknüpfen. Ob der Horrorthriller Final Cut - Die letzte Vorstellung daran etwas ändern kann erfahrt Ihr in der folgenden Kritik.

 

Martin und Allie sind ein junges Pärchen, das frisch verliebt die ersten Dates durchlebt. Heute ist die Mitternachtsvorstellung in einem Kino an der Reihe, auch wenn Martin vom gewählten Film nicht unbedingt angetan ist. Der Saal und auch das Kino sind menschenleer und die Beiden kommen sich langsam näher, als plötzlich das Licht ausfällt. Schuld daran ist kein Stromausfall, sondern der Filmvorführer Stuart, der Martin und Allie als Hauptdarsteller für seinen eigenen Film auserkoren hat. Als Allie plötzlich verschwunden ist macht sich Martin auf die Suche und muss dabei feststellen, dass sie doch nicht so alleine sind wie zunächst gedacht und das Gebäude vollkommen abgeriegelt ist. Und der Unbekannte spielt ein übles Spiel mit ihnen...

 

Final Cut - Die letzte Vorstellung ist minimalistisches Horrorthriller-Kino, dass sich nicht auf simple Blut- oder Gewaltorgien reduziert sondern eine interessante, wendungsreiche Geschichte sowie eine beklemmende, mulmige Atmosphäre präsentiert. Blut und Gewalt gibt es hier eigentlich gar nicht zu sehen, denn der unbestreitbar vorhandene Horror stützt sich auf den sauber inszenierten Suspense-Faktor des Geschehens. Der Minimalismus umfasst dabei sowohl die sehr überschaubare Zahl an Darstellern als auch das Setting eines abgesperrten Kinos und bezieht dabei seine Spannung aus diversen intelligenten Twists und der spärlich beleuchteten, menschenleeren Location. Robert Englund liefert hier die wohl überzeugendste Leistung aller Beteiligten ab und ist trotz seiner Rolle als Bösewicht der klare Sympathieträger. Seines fortgeschrittenen Alters mehr als bewusst überzeugt er als psychopatischer Möchtegern-Regisseur und strategisches Genie in einer für ihn wohl eher ungewohnten Charakterrolle, wogegen seine Opfer, die ohne Zweifel solide agieren, etwas blass im Hintergrund verbleiben. Herrlich sind diverse Seitenhiebe, Anspielungen und Hommagen an andere Genrefilme, die gekonnt das ansonsten sehr ernste Geschehen auflockern. 

 

Bildergalerie von Final Cut - Die letzte Vorstellung (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray überzeugt mit einer sehr guten Schärfe und schön eingestelltem Kontrast. Die Farbgebung variiert und ist oftmals geprägt von der stilbedingten, örtlichen Umgebung durch Scheinwerfer und Spots im Kino. Der Schwarzwert ist solide, hin und wieder ist leichtes Filmkorn in dunklen Bereichen auszumachen. Der Ton ist im Frontbereich sehr dynamisch und differenziert und liefert auch für die hinteren Boxen immer wieder dezentes Futter. Auch die Bassbox kommt hin und wieder zum Einsatz, wenn auch eher zurückhaltend, da der Film kein großes Bass- oder Effektgewitter erfordert. Technisch ist die Scheibe also absolut sauber.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Final Cut - Die letzte Vorstellung ist ein unerwartet spannender, atmosphärischer Low Budget Horrorthriller, der nicht zuletzt dank Robert "Freddy" Englunds ungewöhnlicher und charismatischer Charakterrolle zu überzeugen weiß. Diverse Twists, eingefügt in eine interessante wenn auch nicht unbedingt neue Geschichte, und subtiler Horror machen den Film absolut sehenswert. Final Cut - Die letzte Vorstellung lässt darauf hoffen, dass Robert Englund noch in weiteren Streifen dieser Art zu sehen sein wird.


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