Five - Find your limit

Five - Find your limit

Originaltitel: Five - Find your limit
Genre: Found Footage • Horror
Regie: Kevin Wloczyk
Hauptdarsteller: Marco Klammer • Oliver Troska
Laufzeit: Streaming (74 Min)
Label: Wildscreen Home Entertainment

Five - Find your limit   01.07.2017 von MarS

Im Jahr 2015 hat unser Mike den Filmemacher Kevin Wloczyk und sein gesamtes Team vor und hinter der Kamera bei der Produktion des Psychodramas The Secrecy begleitet, auf das wir schon ganz gespannt warten. In der Zwischenzeit konnten wir den Found Footage Horrorfilm Five - Find your limits des Schweinfurters einmal unter die Lupe nehmen...

 

Ein altes Krankenhaus, um das sich zahlreiche Mythen und Legenden ranken, das scheint genau das Richtige für einen engagierten Reporter und sein Team zu sein. Nach einigen Interviews mit Zeitzeugen entscheiden sie sich dazu, gemeinsam mit fünf Freiwilligen eine Nacht in dem alten Gebäude zu verbringen und dort den Geschichten auf den Grund zu gehen. Um etwaige paranormale Ereignisse oder sogar Erscheinungen zu provozieren, gilt es für die fünf Beteiligten, gemeinsam einige Aufgaben zu erledigen, die mit der Zeit immer stärker an den Nerven zehren...

 

Wie bei vielen anderen Vertretern des Found Footage Genres, die im Dokumentationsstil aufgebaut wurden, braucht auch Five - Find your limit eine ganze Weile, bis das Geschehen wirklich in Fahrt kommt, und beschäftigt sich in der ersten Hälfte ausschließlich mit der Einführung der Hintergrundgeschichte sowie den beteiligten Figuren. Hat man jedoch diesen Einstieg, dem es selbstredend an Spannung und Intensität mangelt und der für den weiteren Verlauf nur bedingt wichtig ist, erst einmal hinter sich gelassen, entfaltet der Film langsam sein Potential und weiß trotz eigentlich verbrauchter Krankenhauslocation samt finsterem geschichtlichem Hintergrund eine angespannte Atmosphäre zu erschaffen. Leider fehlt es dem Geschehen jedoch an echten Schauwerten, wodurch die Handlung ausschließlich von der Grundstimmung und der geschaffenen Spannung getragen wird, die Erwartungshaltung des Zuschauers dabei aber letztendlich kaum befriedigt wird. In gutem altem Blair Witch Project - Stil versucht Five - Find your limit mit den Vorstellungen und Gedanken des Zuschauers zu spielen, was jedoch nicht immer von Erfolg gekrönt ist, da es an effektiven Schreckmomenten und gruseliger Sounduntermalung zu stark fehlt. Hier kann der Film leider tatsächlich nur in den letzten paar Minuten punkten, wenn das zwar atmosphärisch aufgeladene aber ansonsten eher gleichbleibend ablaufende Geschehen eine aufrüttelnde Wendung einschlägt. Technisch hat Five - Find your limit das zusätzliche Problem, dass die Effekte und Hintergrundgeräusche gerade zum Ende hin fast durchwegs die geflüsterten Dialoge überlagern, wodurch viele Informationen und damit auch Handlungselemente verloren gehen. Schauspielerisch hingegen sind keine negativen Aussetzer zu verbuchen, denn alle Beteiligten wirken authentisch und können in ihren Rollen, nicht zuletzt natürlich auch dank des dokumentarischen Stils, absolut überzeugen, auch wenn nicht alle anfangs eingeführten Charaktere im späteren Verlauf eine tragende Rolle spielen.

 

Bildergalerie von Five - Find your limit (10 Bilder)

Bild und Ton bleiben auf Grund des vorliegenden Streams ohne Bewertung.

 

© by Wildscreen Entertainment 2017


Das Fazit von: MarS

MarS

Five - Find your limit braucht leider zu lange, bis er wirklich in Fahrt kommt. Die später geschaffene Atmosphäre entschädigt zwar zunächst für den trägen Einstieg, der wiederum nur bedingt für die Handlung benötigt wird, spielt dabei aber zu sehr mit den Erwartungen des Zuschauers, ohne tatsächlich etwas zu liefern. Erst die letzten Minuten zeigen, was hier drin gewesen wäre, im Gesamtbild betrachtet kommt dies aber einfach viel zu spät. Five - Find your limit hat gute Ansätze, verläuft sich aber ein wenig in der eigenen Handlung und schlägt zu viele Richtungen ein, die im Endeffekt gar nicht benötigt werden. Etwas weniger Rahmenhandlung und deutlich früher auf Schockmomente und Angst zu setzen wäre hier vielleicht die interessantere Alternative gewesen.


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