Fractal Design - Define S - Window

Fractal Design - Define S - Window

Publisher: Fractal Design
Genre: Hardware • Gehäuse
Erscheinungsdatum: 21.04.2015

Fractal Design - Define S - Window   11.12.2015 von Born2bewild

Mit dem Define S – Window bietet Fractal Design ein Gehäuse ohne Fronteinschübe für 5,25“ Laufwerke an. Hinzu kommt ein Fenster in der Seitenwand, das Einblick auf das aufgeräumte Innere gewährt. Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann lest weiter...

 

Die Verpackung und der Inhalt

 

Der Karton des Define S – Window ist sehr zweckmäßig und schlicht gehalten. Die Illustrationen des Gehäuses sowie eine Explosionszeichnung, auf der alle Einzelteile ersichtlich sind, sind auf dem braunen Karton in schwarzer Farbe aufgebracht. Daneben finden sich diverse Anpreisungen zu den Vorzügen des Gehäuses. An der Ober- beziehungsweise Unterseite des Kartons sind die Laschen nur verklebt und können einfach aufgeschnitten werden. Das Glanzstück selbst ist sicher in Styroporelementen gefasst, in denen sich auch der Zubehörkarton, eine Werbebroschüre sowie eine Anleitung befinden. Zusätzlich ist das Gehäuse noch in einer Plastiktüte eingepackt. Es empfiehlt sich, den geöffneten Karton auf den Kopf zu stellen und das Gehäuse langsam hinausgleiten zu lassen.

 

Oberfläche, Verarbeitung und Einbau von Hardware

 

Die Front des Gehäuses ist aus schwarzem, gebürstetem Metall und wirkt sehr edel. Oben ist eine kleine Nut, durch die man später das HDD- und Power-Licht leuchten sieht. Der Hauptteil des Gehäuses ist mit der Front durch Plastikstreben verbunden, die genug Platz für eine ordentliche Belüftung lassen. Die Seitenteile sowie der feste Teil der Gehäuseoberseite sind matt schwarz. In der Mitte des Gehäusedachs sind drei Kunststoffelemente angebracht, die bei Bedarf für optionale Lüfter oder einen Radiator entfernt werden können. Der erste Blick durch das abgeklebte Plexiglasfenster ist etwas verwirrend, denn das Gehäuseinnere ist, bis auf ein paar Anschlusskabel, völlig leer. Es gibt keine typischen Laufwerkskäfige im Inneren. Die Rückseite wirkt aber auch schon im leeren Zustand recht ansprechend. Zwar weist sie natürlich ein paar Lücken für die einzubauenden Komponenten auf, aber die weißen Blindbleche wirken edel und sind verschraubt. Insgesamt ist das Gehäuse sehr robust, bietet aber dank der glatten Front wenige Möglichkeiten um es beim Transport richtig anzufassen. Die Zubehörbox enthält das notwendige Montagematerial. Enthalten sind neben ein paar Kabelbindern Schrauben für das Mainboard, 2,5“ und 3,5“ Laufwerke und zur Befestigung des Netzteils. Darüber hinaus natürlich die Schraubfassungen für die Befestigung des Mainboards sowie Halterungen für eine optionale Wasserkühlung.

 

Die Seitenwände sind je über zwei von Hand zu lösende Rändelschrauben befestigt. Hier fällt positiv auf, dass die Schrauben nicht aus ihren Fassungen fallen können. Nachdem man die linke Seitenwand entfernt hat, kann man sich um den Einbau des Mainboards kümmern. Hierfür müssen erst die Sechskantfassungen für die Mainboard-Schrauben ins Blech geschraubt werden. Praktischerweise liegt ein Aufsatz für die Schrauben bei, den man auf die Fassungen aufstecken kann und sie mit einem herkömmlichen Kreuz- oder Schlitzschraubendreher festziehen kann. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten, die Gewinde des Gehäuses halten nicht mehr als notwendig und sind schnell ausgerissen. Positiv fallen die Blindbleche auf, die nicht, wie bei vielen anderen Gehäusen, zum herausbrechen sind, sondern einzeln mit Rändelschrauben festgeschraubt sind. Darüber hinaus ist für jeden Slot ein Blech vormontiert. Nachdem das Mainboard angebracht ist, kann man sich um die Erweiterungskarten sowie das Netzteil kümmern. Zwar wird in der Anleitung empfohlen, das Netzteil zuerst einzubauen, nach meiner Erfahrung ist es aber einfacher, den Kabelwuscht eher gegen Ende zu montieren. Anschließend entfernt man die rechte Seitenwand und entdeckt den geordneten Kabelbaum für LEDs, Knöpfe, USB 3.0 und die Frontaudiobuchsen. Zusammengehalten wird er von Klettverschlüssen, die genug Raum für weitere Kabel bieten. Ebenfalls auf dieser Seite finden sich zwei Montageplätze für 2,5“ Festplatten und 3 für 3,5“ Festplatten. Positiv fällt hierbei auf, dass sich an den entsprechenden mit Gummi verkleidete Durchlässe für Kabel befinden. So ist es einfach möglich, alle Kabel des Netzteils sauber nach hinten zu ziehen und zu verstauen. Gleiches erledigt man mit allen weiteren Kabeln. Bei meinem Testsystem konnte ich problemlos alle Kabel unter den Klettverschlüssen verstauen und verlegen, sodass durch das Fenster nur noch das nötigste erkennbar ist. Die Befestigungen der Festplatten sind Gummidämpfern ausgestattet und lassen durch Lösen der Rändelschrauben entfernen, sodass eine einfache Montage der Massenspeicher möglich ist. Die SATA-Kabel der 3,5“ Festplatten lassen sich direkt durch den praktischer Weise direkt am Anschluss liegenden Durchlass Richtung Mainboard ziehen und anschließen. Überflüssiges Kabel wird auch hier unter den Klettverschlüssen verstaut. Anschließend müssen nur noch die Lüfter an der Front und Rückseite des Gehäuses mit dem Gehäuse verbunden werden und es kann losgehen.

 

Bildergalerie von Fractal Design - Define S - Window (20 Bilder)

Benutzung

 

Die Aufstellung des Gehäuses empfiehlt sich eher auf der rechten Seite des Schreibtisches, denn der Einblick durch das Seitenfenster auf der linken Seite ist selbst bei einem Kabelsalatkönig wie mir sehr aufgeräumt. Der Platz im Gehäuse könnte noch für eine großzügige Wasserkühlung genutzt werden, oder bei Luftkühlungen für Beleuchtung oder ähnliches. Positiv bei einer herkömmlichen Luftkühlung ist, dass sich im Gehäuse keinerlei Hindernisse befinden, die den Luftstrom von vorne nach hinten in irgendeiner Weise behindern. Dafür hat man vielleicht etwas Bauchschmerzen mit den unbelüfteten Festplatten auf der Rückseite. Schaltet man den Rechner an, so fällt sehr positiv auf: Man hört fast nichts. Die zwei 120mm Lüfter werkeln nahezu lautlos vor sich hin. Der Power-Knopf leuchtet in einem recht grellen Blau bis in die eingangs erwähnte Nut, in der das Powerlicht in einem etwas helleren Blau vor sich hin blinkt. Insgesamt ist der Tower ein schöner und aufgeräumter Anblick, bei dem man ausnahmsweise mal nicht die Frontklappe abbrechen kann. Allerdings hatten wir bei unseren Tests wohl etwas Pech, denn kaum war der PC in Betrieb, muckte das Frontpanel vor sich hin. Die Beschriftung der Anschlüsse war scheinbar vertauscht worden und der Sound war sehr verrauscht und blechern. Positiv ist aber in diesem Zusammenhang der Support von Fractal Design: Eine neue Platine für das Frontpanel wurde schnell und unkompliziert zugeschickt und konnte überraschenderweise sehr einfach eingebaut werden. Zwar sind Mikrofon und Kopfhörer immer noch vertauscht, aber das kann man im Zweifelsfall softwaretechnisch lösen. Wartungstechnisch gibt es zwei Staubfilter, die durch das Entfernen der Frontblende an der Vorderseite und durch einfaches herausziehen an der Unterseite gereinigt werden können.

 

Herstellerangaben

 

  • Mainboardformate: ATX, Micro ATX, Mini ITX
  • Erweiterungssteckplätze: 7
  • HDD Positionen: 3 für 3.5" HDD (können auch für  2.5" Geräte verwendet werden); 2 für 2.5"  SSD/HDD
  • Gehäuselüfter: Bis zu 8 (2 Fractal Design Dynamic GP14 140mm Lüfter enthalten)
  • Staubfilter für Lüfter an der Vorder- und Rückseite
  • CPU Kühler: maximal 180 mm Hoch
  • Netzteil: ATX (bis zu 180/170 mm Länge mit 120/140mm Lüfter auf der Unterseite; bis zu 300mm ohne Lüfter)
  • Grafikkarte: maximal 425 mm ohne in Konflikt mit den Festplatten zu kommen; 450mm wenn kein Lüfter in der Front hinter der Grafikkarte angebracht ist; Mit Radiator hinter der Front verkürzt sich die Kartenlänge um die Breite des Radiators
  • 20 - 40 mm Platz um Kabel hinter dem Motherboard zu verlegen
  • Klettverschlussbänder für einfaches Kabelmanagement enthalten
  • Damit keine der Rändelschrauben verloren geht, sind sie an den Seitenwänden befestigt
  • Farbe: Schwarz
  • Maße (BxHxT): 233 x 451 x 520mm
  • Maße mit Füßen/Schrauben/Überstand: 233 x 465 x 533mm
  • Gewicht: 8.5 kg
  • Verpackungsgröße (WxHxD): 322 x 615 x 535mm
  • Verpackungsgewicht: 10.2 kg

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Es gibt bei dem Gehäuse zwei Kritikpunkte aus meiner Sicht: Die Gewinde im Gehäuse und die fehlende Möglichkeit, ein optisches Laufwerk einzubauen. Allerdings halten die Gewinde das was sie wollen, wenn man mit dem nötigen Feingefühl vorgeht und das mit dem optischen Laufwerk kann man vorher in der Artikelbeschreibung lesen. In der heutigen Zeit gibt es eh nicht mehr so viele Anwendungsgebiete, bei denen man einen optischen Datenträger benötigt. Darüber hinaus hat das fehlende Laufwerk zwei Vorteile: Das Gehäuseinnere ist aufgeräumter und die Front ist nicht durch irgendwelche Durchlässe verschandelt und es gibt keine Klappe oder Tür, die irgendwann sowieso abbricht. Die Geschichte mit dem Frontpanel scheint zwar, laut Internet häufiger aufzutreten, wird aber, sofern man den Stimmen und der eigenen Erfahrung glauben kann, sehr schnell durch den Austausch der fehlerhaften Komponente gelöst. Das vorher erwähnte Problem der unbelüfteten Festplatten konnte sich in unseren Tests nicht bestätigen. Die Festplatten blieben temperaturmäßig unbedenklich. Schaut man sehr genau hin, könnte man den vorderen Staubfilter kritisieren. Die Frontblende muss entfernt werden, damit man dran kommt. Sie ist mit runden Plastiklaschen befestigt und kann daher auch relativ einfach gelöst werden, allerdings muss man hierfür zumindest die linke Seitenwand entfernen. Ansonsten finde ich das Gehäuse für unter 100€ sehr gut ausgestattet, sehr robust und sehr komfortabel und geräumig für den Einbau der Komponenten. Man könnte sagen: Ein Traum für Bastler.


Die letzten Artikel des eingeschworenen Redaktions-Teams in leidenschaftlicher Kooperation:


positiv negativ
  • Edles Design
  • Geräumiges Innenleben
  • Sehr leise Lüfter
  • Hervorragende Kühlleistung ohne Hindernisse im Inneren
  • Rändelschrauben sind an Gehäuseteilen befestigt
  • Verschraubte Slotbleche
  • Einfaches und gut durchdachtes Kabelmanagement
  • Einfache Festplattenmontage
  • Festplattendämpfer aus Gummi integriert
  • optimal für Wasserkühlungen
  • Kein CD Laufwerk vorgesehen
  • Empfindliche Gewinde unter dem Mainboard
  • Unbelüftete Festplatten
  • Staubfilter in der Front umständlich zu entfernen





Kommentare[X]

[X] schließen