Frank

Frank

Originaltitel: Frank
Genre: Komödie • Drama
Regie: Lenny Abrahamson
Hauptdarsteller: Michael Fassbender
Laufzeit: DVD (91 Min) • BD (95 Min)
Label: Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb Universum Film)
FSK 12

Frank   30.10.2015 von Born2bewild

Michael Fassbender spielt in diesem etwas eigenartigen Film seine Hauptrolle unter einem riesengroßen Pappmaschee-Kopf. Ob er überzeugen kann, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Jon (Domhnall Gleeson) steht verträumt am Strand und versucht gedanklich einen Song zu komponieren. Irgendwie will es ihm aber nicht gelingen, die Songs klingen irgendwie krumm. Gedankenverloren starrt er ein Plakat einer Band an, die am Abend einen Auftritt hat. Plötzlich hat er eine gute Melodie im Kopf und eilt nach Hause. Er verweigert vorerst das Essen und geht sofort an sein Keyboard und seinen PC. Doch irgendwie will es nicht gelingen. So läuft er wieder ziellos umher, als ein Streifenwagen vor ihm hält. Die zwei Polizisten rennen zum Strand, an dem bereits wild geschrien wird. Ein Mann versucht sich im Meer zu ertränken. Neben Jon steht jemand, der ihm die Situation des verzweifelten Mannes erklärt. Es stellt sich heraus, dass er Keyboarder der Band mit dem abendlichen Auftritt war. So gelangt Jon zu der Ehre, abends mit der Band aufzutreten.

 

Nervös und etwas verzweifelt kämpft er sich durch den Backstage-Bereich. Nicht nur der ist merkwürdig, sondern auch die Klänge, die ihm entgegenkommen. Auf der Bühne steht ein Mann mit einem riesigen Pappmaschee-Kopf, Frank (Michael Fassbender) der nicht nur rein optisch der Kopf der Band ist. Doch der Gig gerät schnell außer Kontrolle, es gibt einen Kurzschluss und die Bandmitglieder fangen fast an, sich zu prügeln.

 

Noch verwirrt vom Vorabend geht Jon wieder seinem normalen Beruf nach, als er einen Anruf bekommt. Die Band plant einen Gig in Irland und Frank möchte ihn dabei haben. Begeistert willigt er ein - ein Wochenende mit einer Band in Irland, das klingt doch prima. Doch schnell stellt sich heraus, dass der einzig vernünftig erscheinende Don (Scoot McNairy), Jons Vertrauensperson,  auch eine total verrückte Vergangenheit mit einem Psychiatrieaufenthalt hatte. Hinzu kommt, dass er zusammen mit der Band in einem einsamen Haus für nicht nur ein Wochenende, sondern für voraussichtlich einen Monat bleiben wird. So lange, bis das Album der Band komplett aufgenommen wurde…

 

Bildergalerie von Frank (10 Bilder)

Insgesamt ist der Film gerade am Anfang sehr, sehr ruhig und die einzige Musik des Films ist die etwas gewöhnungsbedürftige der Band um Frank. Die Darbietungen der Band erinnern etwas an das Kulturprogramm von Arte, bei dem die Schauspieler in schwarzen, hautengen Klamotten auf der Bühne stehen und wild umherschreien. Manch einer mag es, ich finde es eher befremdlich. Die Atmosphäre des Films passt aber insgesamt recht gut zusammen. Die Bilder, die triste Landschaft, die eher traurige Musik und die Stille ergeben ein eher deprimierendes Gesamtbild.

 

Der Film basiert auf dem Leben des Musikers Frank Sidebottom. Er zeigt die Entwicklung einer Band, die zum Großteil geistig verwirrt scheint, allen voran Frank mit seiner merkwürdigen Maske. Er ist auf der einen Seite ein Perfektionist und Künstler, der sehr eigenartige Methoden an den Tag legt. Auf der anderen Seite hat er ein psychisches Leiden oder eine Neurose, die ihn zwingt, die Maske zu tragen.

 

Die Umsetzung auf Blu-ray ist sehr gut gelungen und die Synchronisierung weiß zu überzeugen. Die Blu-ray beinhaltet drei Tonspuren und wurde sehr gut abgemischt und auf die sechs Kanäle verteilt. Die Bildqualität ist sehr gut. Da der Film in großen Teilen sehr düster ist, ist der Schwarzwert und der Kontrast sehr wichtig und beides ist sehr gut umgesetzt. Das Bild ist ebenfalls gelungen und gestochen scharf. Extras gibt es Interviews mit dem Cast und der Crew sowie ein Behind the Scenes.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Josi hatte ihre Entscheidung schon recht schnell gefällt. Sie wollte den Film nach etwa zwanzig Minuten nicht mehr weitergucken und fand, dass es der schlechteste Film ist, den sie je gesehen hat - sogar noch schlechter als Jurassic Kids (Hier unser Review). Ich finde ihn nicht gut, dennoch fasziniert er mich irgendwie.  Irgendwie ähnlich wie ein Horrorfilm, bei dem man trotz dem, dass man ihn nicht weiter gucken möchte, immer wissen möchte, was als nächstes geschieht. Ich habe irgendwie immer gehofft, dass er besser wird, mehr Komik ins Spiel kommt und der Film Fahrt aufnimmt. Aber irgendwie bleibt er trist und grau wie eine Kirchenmaus. Er hat ein paar wenige lustige Momente, aber die reichen leider nicht für eine gute Wertung. Vielleicht liegt es daran, dass mir die Musik nicht zusagt und ich sie befremdlich finde. Sie spiegelt auch irgendwie den Stil des Films wieder. Der Film ist irgendwie so, wie man sich eine Depression vorstellt. Einzig die Darsteller und ihre Synchronsprecher, die ihre doch sehr skurrilen und unüblichen Rollen sehr gut rüberbringen, verdienen ein paar Pluspunkte auf insgesamt 5/10 Punkten.


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