Friedhof der Kuscheltiere (1989)

Friedhof der Kuscheltiere (1989)

Originaltitel: Pet Sematary
Genre: Horror
Regie: Mary Lambert
Hauptdarsteller: Dale Midkiff • Fred Gwynne
Laufzeit: BD (103 Min)
Label: Paramount Home Entertainment

Friedhof der Kuscheltiere (1989)   25.03.2019 von Diaboli

Stephen King gilt nicht umsonst als der "Großmeister des Horrors", und zu seinen erfolgreichsten und grausigsten Geschichten zählt die vom Friedhof der Kuscheltiere. Die Verfilmung des Romans erfolgte dann 1989 und lässt seitdem Zuschauer den Schrecken erleben, der über Familie Creed hereinbricht. Pünktlich zum 30. Jahrestag kommt nun nicht nur eine Neuinterpretation des Stoffs in die Kinos, sondern auch eine neue Auflage der Erstverfilmung in die Händlerregale. Ist neu wirklich besser oder sollte der Film im Wald vergraben bleiben... diese Frage klären wir hier!

 

Inhalt

 

Der Arzt Louis Creed (Dale Midkiff) zieht mit seiner Frau Rachel (Denise Crosby), den beiden Kindern Ellie und Cage sowie Kater Church in die beschauliche Kleinstadt Ludlow, da Louis dort einen neuen Job als Doktor an der hiesigen Universität angenommen hat. Kaum angekommen macht die Familie bereits Bekanntschaft mit dem freundlichen Nachbarn Jud (Fred Gwynne), der die Familie willkommen heißt und gleich eine kleine Freundschaft mit Tochter Ellie beginnt. Alles könnte so behaglich sein, wäre da nicht der Pfad hinter dem Haus, der in den Wald und zum von den Kindern des Ortes getauften Friedhof der Kuscheltiere führt. Dort werden jene Haustiere begraben, die auf der Verbindungsstraße vor dem Wohnhaus der Creeds von den zahlreichen LKWs überfahren werden. Jud warnt die Familie davor, die hintere Grenze des Friedhofs nicht zu überschreiten, da es sich dort um das Gebiet eines Indianerstammes handelt, welche die Erde dort verflucht haben und Dinge, die dort begraben werden, zurückkommen lässt. Doch als der kleine Cage von einem der LKWs erfasst wird, ist Louis so von Trauer zerfressen, dass er den Leichnam des Kindes genau dort beerdigen will. Und so nimmt der Horror seinen Lauf...

 

Friedhof der Kuscheltiere ist nicht nur einer von Stephen Kings bekanntesten Romanen, sondern auch eine der besten Verfilmungen seiner Stoffe, die man bis jetzt gesehen hat. 30 Jahre nach Veröffentlichung schafft es der Film, gekonnt von Regisseurin Mary Lambert in Szene gesetzt, immer noch, den Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen. Das beginnt bei der bedächtigen Kamerafahrt am Anfang des Films, welche mit einem Kinderchor unterlegt den Tierfriedhof zeigt, und zieht sich ab da durch den kompletten Film. Ständig hat man das Gefühl, ein bedrückender Schleier legt sich über den Zuschauer und mit Entfaltung der Geschehnisse wird er immer schwerer und schwerer.

 

Großes Lob gebührt auch den Schauspielern, allen voran Dale Midkiff und Fred Gwynne, denen man jede im Film gezeigt Emotion sofort glaubhaft abkauft. Trauer, Angst, Hass, Verzweiflung, Schuld: das alles ist auf höchstem Niveau gespielt. Auch die Kinder, besonders Miko Hughes, der im Film Cage darstellt, darf man da nicht vergessen. Wie man es geschafft hat, den kleinen solche Leistungen herauszukitzeln... hervorragend!

 

Auch die vielen handgemachten Effekte, seien es Wunden, Prothesen oder andere Scheußlichkeiten, sind auch nach der langen Zeit immer noch realistisch und ein absoluter Hingucker. Je weniger man aber über Zelda spricht, desto besser...

 

Bildergalerie von Friedhof der Kuscheltiere (1989) (6 Bilder)

Details der Bluray

 

Nachdem ja wie bereits erwähnt der Film sein 30jähriges Bestehen feiert, hat man sich bei Universal nicht lumpen lassen und dem Film ein komplett neues Master erstellt, welches absolut hervorragend ist, besonders im Vergleich mit der eher schwachen Veröffentlichung aus dem Jahr 2012. Die Farben wirken intensiver, der Schwarzwert, welcher besonders in der zweiten Filmhälfte zum Einsatz kommt, verschlingt keine Details und das Filmkorn ist vorhanden, aber dezent und verleiht Friedhof der Kuscheltiere eine gewisse Präsenz, die man im Zeitalter der digitalen Weichspülung so nicht mehr findet. Auch bei den Extras hat man nicht gegeizt und dem bereits vorhandenen Bonusmaterial neue Gesellschaft in Form von Bildergalerien und Blick hinter die Kulissen verschafft.

 

Lediglich beim Ton muss man den Rotstift ansetzen, denn während die englische Tonspur in HD-Master Audio vorliegt, welche gerne und häufig die Surroundkanäle der heimischen Anlage nutzt und einfach frischer und runder wirkt, hat man in der deutschen Version lediglich 2.0 Stereo, welche nicht nur dumpf klingt, sondern einfach aus heutiger Sicht nicht dem technischen Stand der Dinge entspricht und deshalb auf einem HD-Medium nichts zu suchen hätte. Nachdem es sich jedoch nicht um ein akustisches Feuerwerk handelt, welches da über den Bildschirm flimmert, durchaus noch verschmerzbar.


Das Fazit von: Diaboli

Diaboli

Friedhof der Kuscheltiere hat damals ein absolutes Trauma bei mir ausgelöst, da ich den Film verbotenerweise als kleines Kind geschaut habe und nächtelang wegen Zelda und anderer Grausamkeiten nicht schlafen konnte. Selbst gute 25 Jahre nach meiner ersten Sichtung musste ich mich für diese Kritik überwinden, die Bluray in meinen Player zu stecken: und das zurecht! Der Film hat auch nach drei Dekaden nichts von seiner unheilvollen Stimmung und den schrecklichen Bildern eingebüsst, welche dank des hervorragenden neuen Masters noch besser zur Geltung kommen. Danke dafür... Auch sonst gibt es wenig zu meckern, denn abgesehen von der etwas lieblosen deutschen Tonspur hat man bei dieser neuen Veröffentlichung alles richtig gemacht: ein tolles Cover, neues Bildmaster, neues Bonusmaterial und sogar eine Variante in 4K! Wer da nicht zugreift, der soll Besuch von Zelda bekommen!


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