Gal Metal

Gal Metal

Publisher: Marvelous Europe
Entwicklerstudio: DMM Games
Genre: Simulation
Sub-Genre: Rhythmus
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 02.11.2018
USK 0

Gal Metal   10.02.2019 von Wolf

Das Genre der Rhythmusspiele ist die vergangenen Jahre populärer geworden. Somit wagten sich auch immer mehr kleine und Indiestudios an die Materie heran. Während andere Vertreter der Kategorie häufig mehrere Instrumente anbieten, konzentriert sich Gal Metal auf die Trommeln und bettet die musikalischen Aufgaben in eine abgedrehte Geschichte ein, in der Aliens nur durch die Kraft des Metal daran gehindert werden können, die Erde zu zerstören.  


Das Spiel

 

Der Titel beginnt mit der Entführung eines Schuljungen und eines Schulmädchen durch die Oktoiden, einer außerirdischen Rasse von Oktopussen erstaunlich ähnlichsehender Aliens. Wie das Aliens halt so machen, verpflanzen Sie die Seele des Jungen in den Körper des Mädchens und geben ihm die Steuerung über dessen Körper. Soweit so gut. Die Aliens drohen die Erde zu zerstören und können nur durch die Kraft das Metal aufgehalten werden, wie sie dem Jungmädchen - warum auch immer - erklären. Zufälligerweise gehört das Mädchen einer Mädchen-Metal-Band an und schon geht es in das erste Tutorial, um die Steuerung zu lernen. 


Das Spiel besteht grundsätzlich aus vier verschiedenen Komponenten, die sich aneinanderreihen: der comichaften Erzählung der Geschichte, einem Handychat, der Stärkung von Attributswerten durch Freizeitaktivitäten und dem Geben von Konzerten zur Abwehr der Aliens. Nach jedem Konzert wird die durchaus witzige und in jedem Fall abgedrehte Geschichte im Comicstil weitererzählt, indem die Paneele einzeln durchgedrückt werden. Anschließend verfolgt man am Handychat die Gespräche der Bandmitglieder, um danach eine Reihe von Freizeitaktivitäten in der Stadt zu absolvieren, die die Attribute und die Harmonie unter den Bandmitgliedern steigern um schließlich bei einem Konzert alles zu geben, um die Aliens zu vertreiben. 

 

Die Steuerung


Zur Steuerung stehen die JoyCons, die Toucheingabe sowie die Knopfeingabe zur Verfügung. Praktisch jeder Knopf ist belegt und kann ein anderes Trommelelement ansteuern. Das Spiel sagt einem, anders als bekannte andere Vertreter des Genres, nicht, wann welche Knöpfe zu drücken sind, sondern überlässt es dem Spieler, aus den verfügbaren Rhythmen das zu Trommeln, was ihm am besten gefällt. Schwierigere Sequenzen werden mit mehr Punkten belohnt und Aneinandereihungen mit Combopunkten. Ziel ist jeweils eine bestimmte Punktzahl um den Angriff der Aliens abzuwehren. Am Ende eines jeden Konzerts besteht die Möglichkeit, sich eine Wiederholung der eigenen Leistung anzuhören. 

 

Die Steuerung in den völlig sinnbefreiten Handyabschnitten besteht aus dem Gedrückthalten des A-Knopfs, um diese zu überspringen. Im Freizeitaktivitätenbildschirm wählt man diejenigen aus, wo es die meisten Harmonie- oder Attributspunkte zu verdienen gibt; auch hier werden die sinnlosen wenngleich aber nett gezeichneten Ereignisse durch mehrmaliges Drücken des A-Knopfs so schnell wie möglich weggeklickt. Auch in den comichaften Erzählungen ist die A-Taste das Mittel der Wahl.

 

Bildergalerie von Gal Metal (10 Bilder)

Die Technik

 

Gal Metal hat eine klare Comicoptik, ist aber visuell absolut nicht auf Stand. Die dreizehn enthaltenen Lieder und die Rhythmussequenzen hauen sicher niemanden vom Hocker, der eine Auswahl, wie in anderen bekannten Rhythmustiteln vorhanden, gewohnt ist. Die Steuerungseingaben fühlen sich nicht präzise an.


Das Fazit von: Wolf

Wolf

Was für eine Rotze! Den einen Punkt gibt es für die völlig abgedrehte Geschichte, die einem doch ab und zu ein Schmunzeln entlockt. Der Rest ist blanker Horror. Die Steuerung während der Trommelsequenzen funktioniert einfach nicht, so dass man garantiert beim ersten Mal durch das Tutorial durchfällt, obwohl man aus Rhythmussicht eigentlich alles richtiggemacht hat. Die Sequenzen zu treffen fühlt sich an wie vier oder fünf richtige beim Lotto. Dann stiehlt einem zwischendrin jedes Mal wieder dieses scheiß Handy die kostbare Lebenszeit, in der man die sinnbefreiten Chats der Band durchskippen muss. Die Aktivitäten hätte man auch genauso gut in einer übersichtlichen Excelliste spielen können und selbst da treibt einen die Steuerung zur Weißglut, da man manchmal beim runterscrollen ungewollt den Reiter nach links oder rechts wechselt. Die Attributs- und Harmoniesteigerungen haben keine spürbare Auswirkung auf das Spiel. Schlechter geht es fast nicht mehr. Finger weg!


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