Als alter Fan vom tasmanischen Teufel war es mir klar, dass ich dieses Spiel testen muss. Auch wenn es für Erwachsene offensichtlich kein geeignetes Spiel ist, so wollte ich es mir mal ansehen. Das Spiel wurde im Vorfeld ja schon als quirlig und schnell präsentiert, genau das war in der Tat mein erster Eindruck.
Das Spiel startet mit einer grafisch nett aufbereiteten Sequenz: Taz, unser Held, sieht dort schon mal sehr nett aus. Anfangs gibt es, wie bei sehr vielen Spielen mittlerweile, ein kleines aber feines Tutorial. Hier lernt man die Grundsteuerung, macht Bekanntschaft mit ein paar Monsterarten und kann das Spielprinzip schon mal antesten. Taz kann sich in alle Richtungen bewegen, springen,
Goldmünzen aufsammeln, Gegner plätten und herumwirbeln. Hört sich an wie ein herkömmliches Jump&Run, ist es aber nicht. Der große Unterschied ist die Steuerung, die einzigartig ist. Im unteren Bildschirm ist ein Ball zu erkennen, darunter gibt es eine Leiste. Bewegt man den Stylus über den Ball in eine Richtung, so füllt sich die Leiste und Taz beginnt, sich im oberen Screen zu bewegen. Je schneller man den Ball bewegt, umso schneller bewegt sich auch unser Held. Ist die Leiste komplett gefüllt, so verwandelt sich Taz in einen Wirbelsturm und ist von nun an nicht mehr zu bremsen. So kann er schnell durch die Gegend fetzen und nebenbei noch ein paar Monster killen. Diese hinterlassen dann Goldmünzen, Herzen (Lebensenergie) oder blaue Fragmente für den Levelabschluss.
Im Spiel gibt es verschiedene Welten, mit differenzierten Themen. So wirbelt man durch eine Waldlandschaft, eine Wüstengegend oder durch Lavalevels. Jeder Level ist in fünf Abschnitte unterteilt, zusätzlich kommt noch ein Endgegner hinzu. Wichtig ist jedoch, dass man nicht alle fünf Unterlevel meistern muss, sondern es verschiedene Wege gibt, um seinen Endboss zu erreichen. Einerseits ist dies eine schöne Möglichkeit, Abwechslung ins Spiel zu bringen, jedoch verkürzt es das Spiel, weil man sich einige Levels sparen kann. Schön hingegen ist, dass ich jeden einzelnen Abschnitt jederzeit von Vorne spielen kann.
So wirble ich durch die Landschaften, plätte hier ein paar Gegner, versuche nicht vom Rand herunterzufallen, denn hier ist es so, wie man früher dachte: Die Welt ist eine Scheibe.
Ergo muss man immer aufpassen, wohin man läuft bzw. wirbelt, denn bei engen Passagen ist man schnell mal unten und muss beim letzten Speicherpunkt beginnen. Jedoch muss man an dieser Stelle auch sagen, dass diese sehr fair und kindgerecht gesetzt sind. Hier sieht man, dass es sich um ein Spiel für Kinder handelt.
Generell ist das Spiel nett, jedoch nicht mehr. Wenn man es darauf anlegt, so kann man es problemlos in 2-3 Stunden durchspielen, jedoch hat man dann nicht alles gesehen. Apropos gesehen, das Spiel selbst teilt sich in zwei verschiedene Jump&Run Parts. Den einen habe ich oben ja bereits beschrieben, der andere ist komplett anders. In den einzelnen Unterlevel fällt man immer wieder in diverse Löcher, die dann ein Untergrundlevel freischalten. Hier ist die Steuerung anders. Es geht an dieser Stelle nicht um Speed und chaotisches Hin und Her, sondern um Taktik und Ruhe. Taz ist in diesen Abschnitten immer Blind, hier ist er auf den Spieler angewiesen. Klickt man mit dem Stylus auf unseren Helden, so bewegt er sich solange in eine Richtung, bis er nicht mehr weiter kann. So muss man ihn durch eine Art Labyrinth steuern, an Fallen vorbei, mit Aufzügen fahren lassen, von Kanonen in die Weite schießen lassen und noch mehr. Diese Parts bringen Abwechslung ins Spiel, vor allem weil es zu späterer Zeit unterschiedliche Lösungswege gibt.
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