Gangster Kartell

Gangster Kartell

Originaltitel: Gangster Exchange
Genre: Action
Regie: Dean Bajramovic
Hauptdarsteller: Christopher Russell • Sarain Boylan
Laufzeit: Ca. 93 Minuten
Label: Lighthouse Home Entertainment
FSK 18

Gangster Kartell   21.07.2012 von Mr. Holle

Alles dreht sich nur um ein Klo. Ihr habt richtig gelesen. Das Klo ist sozusagen der Stein des Anstoßes, das Corpus Delicti, das zu einem Krieg zwischen der chinesischen und der bosnischen Mafia führt. Denn das Klo besteht aus reinem Heroin und in dieser Form sollten die Drogen eigentlich ganz „unauffällig“ von China nach New York City geschmuggelt werden. Doch dabei geht einiges schief. Ob der Film auch schief gegangen ist und im Klo runtergespült werden sollte, könnt ihr hier nachlesen?

 

Die neuste Idee der chinesischen Mafia zum Schmuggeln von Drogen ist ganz simpel. Einfach die Drogen in eine Form bringen, die nicht auffällig ist, und dadurch von Drogenhunden mit Nasenproblemen und Drogenfahndern mit Aufmerksamkeitsdefizit nicht erkannt wird. Genial, oder? Was eignet sich dafür wohl besser als den Stoff dank kompetenter Chemiker in ein Klo zu verwandeln!? Der erste Schmuggelversuch soll starten und so wird der durchgeknallte Hiro (Nobuya Shimamoto), der aus einem Comic entsprungen sein könnte, damit beauftragt, das Klo zu den bosnischen Abnehmern nach New York City zu bringen. Anschließend soll er es wieder von einem Chemiker in die übliche Pulverform umwandeln lassen. Ganz unauffällig machen sich die chinesischen Gangster per Flugzeug auf den Weg und kommen trotz ihrer finsteren Erscheinungen, den blöden Sprüchen und, genau, dem besagten Klo unterm Arm, durch alle Sicherheitsbereiche und Kontrollen. Ob sie das Klo als Handgepäck mitnehmen konnten?

 

Zur gleichen Zeit herrscht in New York City ein Machtkampf zwischen den dort rivalisierenden Mafiagruppen. Auf der einen Seite sind die Bosnier mit ihren brutalen Anführern Dragan (Zeljko Kecojevic) und Gogo Wolf (Jasmin Geljo). Auf der anderen Seite steht die Biker Gang rund um den smarten Snowy (David Krae). Zwischen den Fronten steht Marco (Christopher Russell), der zwar bosnischer Herkunft ist und für diese arbeitet, aber auch mit Snowy seit Jahren befreundet ist. Dragan beauftragt Marco und seinen Kumpel Sasha (Walter Alza) sich mit den chinesischen Drogenschmugglern zu treffen. Nachdem das Kokain wieder in seiner ursprünglichen Form gebracht wurde, sollen die finanziellen Angelegenheiten geregelt und der Deal zum Abschluss gebracht werden.

 

Doch auch Snowy hat von dem Deal erfahren und will verständlicherweise die Aktion vereiteln. Wie zu erwarten geht deshalb natürlich die Übergabe gründlich schief und endet in einem Blutbad, aus dem Marco und Hiro gemeinsam mit der Keramikschüssel fliehen können. Nachdem sich die Beiden wieder etwas gesammelt haben und feststellen müssen, dass anscheinend von allen Seiten ein falsches Spiel gespielt wurde, beschließen sie, auf eigene Faust die Drogen zu Geld zu machen und sich danach abzusetzen. Doch dummerweise ist der Chemiker auch drauf gegangen und somit müssen sie einen neuen Spezialisten finden. Auf ihrer Suche prügeln und schießen sich die Beiden durch diverse Bars, den Uni Campus und Partys und dürfen sich außerdem den chinesischen und bosnischen Mafiabossen erwehren, die Wind von ihren Plänen bekommen haben. Immer dabei, das Corpus Delicti, das Klo.

 

 

Es ist definitiv nur der Tatsache zu verdanken, dass Halloween gefeiert wird, dass die beiden blutverschmierten und bewaffneten Gangster mit dem Klo unterm Arm nicht besonders auffallen und somit während ihrer Streifzüge durch die Straßen zumindest keinen Stress mit der Polizei bekommen. Aber Marco und Hiro haben auch schon so genug Ärger am Hacken und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie in eine Lage kommen, aus der es keinen Ausweg mehr gibt.

 

Wieder mal liegt uns eine Low-Budget Produktion vor, in der man das bekommt, was man erwartet. Die Schauspieler, die Synchronisation, die Bild- und Tonqualität sind nur mittelmäßig oder sogar schlechter. Die Story wirkt oftmals wie an den Haaren herbeigezogen und verleitet zum Kopfschütteln. Ob es sich hier um einen Actionfilm oder um eine Actionkomödie handeln soll, ist schwer zu sagen, da die  Action eher dosiert zum Einsatz kommt und dafür mit vielen Dialogen die Zeit aufgefüllt wird. Spezialeffekte sind so gut wie nicht vorhanden. Allerdings ist dies bei der gebotenen Qualität auch besser so. Als Extras gibt es nur den Trailer und das Wendecover ohne FSK.


Das Fazit von: Mr. Holle

Mr. Holle

Dieser Film hat mich hin und her gerissen. Ganz objektiv betrachtet müsste ich sagen: „Oh mein Gott, was für ein Dreck“. Eine abstruse Story, teilweise sinnlose Dialoge, sowie maximal durchschnittliche schauspielerische Leistungen können hier bestaunt werden. Auch die Bild- und Tonqualität ist nicht überragend. Andererseits ist der Film schon wieder so durchgeknallt und verrückt, dass er einen gewissen Unterhaltungswert hat. Der Vergleich hinkt zwar in der Qualität (Schauspieler und Technik), aber auch mancher Tarantino-Film lebt von einem ähnlichen Charme. Daher bleibt mir abschließend nur zu sagen, dass dieser Film nur was für Action- und Trash-Fans ist, die einen gewissen Hang zur Komödie haben. Alle anderen: Finger weg!


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