Garfield: Invasion der Space Lasagne

Garfield: Invasion der Space Lasagne

Publisher: Peter Games
Entwicklerstudio: EKO
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Sub-Genre: Minigames
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 23.06.2010
USK 0

Garfield: Invasion der Space Lasagne   03.07.2010 von Maninger

Was könnte sympathischer sein als ein Montag hassender, Lasagne verzehrender und leicht zur Faulheit neigender Kater. Natürlich ist die Sprache von unserem orange gestreiften Garfield. So gut er uns auch in Büchern, Filmen oder Serien unterhalten hat,  so waren die Videospielumsetzungen bisher doch eher ermüdend. Ob der Kreis der verkorksten Film/Buchumsetzungen auch hier Einzug hält, lest weiter.
 

Wir starten in Garfields Haus und müssen gar nicht lange nach ihm Ausschau halten. Mit ausgestreckten Beinen genießt er das schöne Leben und hält ein Nickerchen auf dem Fenstersims. Doch was unser oranger Freund nicht weiß, er steht schon längst unter Beobachtung. Durch eine schnelle Kamerafahrt zieht es uns raus ins Weltall, in dem schon die Space-Lasagnen einen gewagten Angriff auf den dicken Kater planen. Vielleicht wird das der schwerste Kampf im Leben des Faulenzers, aber eines ist klar: Jetzt geht’s um fressen oder gefressen werden. Soweit zur Geschichte des exklusiven Titels auf der Wii.

Der Titel ist eine Minispielsammlung ähnlich wie Mario Party oder Wii Sports. Das Hauptmenü ist sehr übersichtlich gehalten, lässt einen aber auch schnell erahnen, dass hier mächtig am Umfang gespart wurde. Es gibt den Storymodus, in dem man sich die Minispiele durch eine, zugegeben sehr charmante, Geschichte erspielt und einem Minispielmodus, in dem ihr mit Freunden zusammen spielen, oder auch gegen sie antreten könnt. Als letztes wäre noch das Optionsmenü. Sonst werdet ihr hier keine Überraschungen finden. Selbstverständlich sind wir aber langsam heiß darauf zu erfahren, was im Kampf Kater gegen Lasagne passieren wird. Deshalb starten wir den Storymodus und erstellen einen Speicherstand. Dort gebt ihr einen Namen ein und könnt euren Garfield sogar mit verschieden Kopfschmuck wie einem Afro oder auch einem Römerhelm versehen.

Genau in der Startsequenz und den üblichen Cutscenes kommt der typische Garfield Humor zum tragen und zaubert euch immer wieder ein Grinsen auf die Lippen. Das Spiel ist sehr einfach erklärt: Ihr habt eine kleine Startkarte, auf der ihr euch mit eurem Cursor einen von insgesamt sieben Orten aussuchen könnt und dort in einem Minispiel versucht die Schergen der Lasagnen zu besiegen. Dabei werdet ihr zum Fischer, Cowboy, Pizzawerfer, Hubschrauberpilot oder Feuerwehrmann. Vor jedem Spiel wird dann erklärt wie das Spiel gespielt wird und man kann außerdem eine der drei unterschiedlichen Steuerungsmethoden auswählen. Dabei stehen die Wii-Fernbedienung, die Wii-Fernbedienung mit Wii-Plus oder auch das Balanceboard zur Verfügung. Die Spiele laufen immer nach dem Prinzip drei gegen einen. Nach einer gewissen Zeitvorgabe muss man möglichst viele Punkte erreichen um die Gegner zu schlagen.

Das mag jetzt Anfangs sicher nicht schlecht klingen, jedoch hat dieses Spiel doch deutlich mit Problemen zu kämpfen. Zuerst die völlig verhunzte Steuerung die beim besten Willen, mit Ausnahme des Balanceboards, so überhaupt keinen Spaß aufkommen lässt und Frustmomente schon vorprogrammiert. Das macht sich schon in den ersten Spielen bemerkbar, wenn man kleine Mäuse mit einem Lasso fangen sollte, aber das Lasso in die unmöglichsten Richtungen fliegt oder bei einem Angelspiel eine präzise Steuerung schlichtweg unmöglich ist. Genauso arten andere Spiele später im Spiel nur noch in sinnloses Wii Gefuchtel aus.

Ebenso ist die Spielzeit zu bemängeln, die mit gerade mal einer Stunde, doch nur ein schlechter Scherz sein soll. Zu guter Letzt leider noch ein Manko: Die Minispielauswahl ist mit 16 Minigames eindeutig zu gering ausgefallen. Vor allem weil sich ein Spiel gleich viermal wiederholt und so nach Adam Riese nur 13 Spiele übrig bleiben.

Von der technischen Seite gibt es aber wieder Entschärfung. Der Sound ist gelungen und untermalt immer denn witzigen Scharm des Spiels. Genauso auch die Grafik. Für eine Minispielsammlung auf der Wii ist diese zwar weder herausragend, doch lässt sie sich gut mit dem Spiel in Einklang bringen.


Das Fazit von: Maninger

Maninger

Leider Gottes wird meine Hoffnung nach einem guten Videospiel des faulen Katers wohl doch noch eine lange Zeit ein Wunschtraum bleiben. Die Kombination aus der komplett bescheidenen Steuerung, der kurzen Spielzeit und des fehlenden Wiederspielwerts lassen den Kater spätestens schon beim zweiten Minispiel eine jähe Bruchlandung hinlegen. Der einzige Grund warum ich dieses Spiel nicht noch schlechter bewertet habe ist zum einen, dass dieses Spiel kein Vollpreistitel ist und zum anderen, dass ich es schätze, dass man versucht hat denn typischen Garfield Humor mit einzubauen. Mein Typ für euch: Mit Mario Party oder auch Wii-Sports seid ihr besser beraten.


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positiv negativ
  • Komische Sequenzen
  • Niedlicher look
  • Drei Steuerungstypen…
  • Nur 13 Minispiele
  • Keinerlei Wiederspielwert
  • …die aber leider kaum funktioniert
  • Grade mal eine Stunde Spielzeit.





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