Giana Sisters: Twisted Dreams

Giana Sisters: Twisted Dreams

Publisher: Black Forest Games
Entwicklerstudio: Black Forest Games
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Jump’n’Run
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 23.10.2012
USK 6

Giana Sisters: Twisted Dreams   26.03.2013 von Christian Wirsig

Vor 25 Jahren (alp-)träumte sie zum ersten Mal: 1987 kämpfte sich die schlafende Giana durch zahlreiche Level. Ein zweiter Spieler konnte ihre Schwester durch die gleichen Level steuern. Das Jump’n‘Run The Great Giana Sisters wurde schnell zum Klassiker – dank der hervorragenden Grafik von Manfred Trenz, dem heute schon legendären Soundtrack von Chris Hülsbeck und den abwechslungsreichen Level. Passend zum Jubiläum träumen Giana und ihre (mittlerweile punkige) Schwester wieder: In Giana Sisters: Twisted Dreams ...

 

Seit 23. Oktober ist das neue Giana-Kapitel auf PC erhältlich, finanziert wurde es über Crowdfunding: Mehr als 6.000 Fans haben das Projekt von Black Forest Games unterstützt. Als typisches Plattformspiel macht Giana Sisters: Twisted Dreams schonmal alles richtig und der Spielspaß stellt sich von Anfang an ein. Das Besondere ist aber, dass man während des Spiels jederzeit zwischen den beiden Schwestern und ihren Alpträumen hin- und herschalten kann. Beide haben unterschiedliche Fähigkeiten und sammeln verschiedene Diamanten ein. Um ein Level also zu 100 Prozent erfolgreich abzuschließen oder an manchen Stellen überhaupt vorwärts zu kommen, ist der regelmäßige Wechsel zwischen den beiden unerlässlich.

 

Und gerade das macht tierisch viel Spaß. Denn die blonde Giana ist in einer düsteren, schrägen Alptraumwelt gefangen, aus der sie entkommen muss. Schaltet man um, verändert sich der Traum schlagartig zu einer bunten, Blümchen-überwucherten Welt. Giana wird zu ihrem punkigen Gegenstück, die Gegner mutieren zu fluffigen Eulen und niedlichen Knuddelwesen. Klar, dass ein Punk-Girl da genauso beherzt zuschlägt wie die nette Giana bei den Horrorwesen der Alptraumwelt. Selbst die Musik ändert sich nahtlos: Aus Chris Hülsbecks klassischem (für das Spiel neu aufgenommenen) Giana-Sisters-Soundtrack wird die Heavy-Metal-Version von Machinae Supremacy.

 

16 Level in drei unterschiedlichen Welten wollen von den beiden Gören erforscht und gemeistert werden. Giana Sisters: Twisted Dreams präsentiert sich abwechslungsreich und spannend, dass man gar nicht aufhören möchte. Der „Twist“ zwischen den beiden ungleichen Schwestern macht wahnsinnig viel Spaß. Und sobald man in der Steuerung etwas geübt ist, wird es ganz schön knifflig. Gar nicht so leicht, immer genau passend mitten im Sprung die Welt und Gianas Identität zu wechseln, um an einer Stelle nicht in giftige Dornen oder einen gähnenden Abgrund zu fallen oder eine bestimmte Plattform zu erreichen. Und auch die Gegner werden fieser – bis hin zu den gigantischen Endgegnern.

 

Bildergalerie von Giana Sisters: Twisted Dreams (10 Bilder)

Die Level sind abwechslungsreich und spannend aufgebaut, die Check Points sinnvoll verteilt, so dass man an besonders schweren Stellen nicht nach einigen Versuchen frustriert aufgibt, weil man immer wieder das ganze Level durchspielen muss. Außer man will es unbedingt im Hardcore-Modus schaffen – hier gibt es keine Check Points. Noch einen drauf setzt der Über-Hardcore-Modus. Hier muss das komplette Spiel ohne auch nur einen Ausrutscher durchgespielt werden. Wer dennoch ein Leben verliert, muss in Level 1-1 beginnen …


Das Fazit von: Christian Wirsig

Christian Wirsig

Ja, ich bin natürlich voreingenommen, denn The Great Giana Sisters habe ich schon damals geliebt. Aber Giana Sisters: Twisted Dreams kombiniert Alt und Neu zu einem individuellem Spiel, bei dem nicht nur Liebhaber des 25 Jahre alten Originals auf ihre Kosten kommen werden. Die liebevolle Modernisierung hat dem alten Klassiker sehr gut getan. Ein hervorragender Plattformer mit besonderer Geschichte und mitreißendem Gameplay, der mich momentan nicht mehr loslässt.


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Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Anfangs war ich so begeistert wie Christian, doch schon nach ein paar Level hätte ich auf der Xbox den Controller in die Ecke feuern können. Das Spiel wird so bockschwer, dass es wirklich zeitweise keinen Spaß mehr macht. Frustmomente sind vorprogrammiert und das sollte eigentlich nicht so schnell passieren. Versteht mich nicht falsch, das Spiel ist der Hammer: Die Soundeffekte, die Musik, die Grafik und die Liebe zum Detail sind grandios, trotzdem ist in meinen Augen der Schwierigkeitsgrad zu schwer. Anfänger werden schon nach kurzer Zeit aufgeben und selbst Profis werden schwitzen, um die 16 Level durchzuspielen, vor allem, wenn sie alle Diamanten aufsammeln wollen. Ich vergebe 8 von 10 Punkten.


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positiv negativ
  • Knifflige Levels
  • Nahtloser Wechsel zwischen den Welten
  • Abwechslungsreiche Gestaltung
  • Geniale Modernisierung des Spieleklassikers
  • Stimmungsvoller Soundtrack
  • Sehr schnell
  • Keine Highscoreliste
  • Bockschwer
  • Steuerung auf der Xbox ein wenig fummelig





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