Kollegen beschreiben dieses Spiel also als eine Mischung aus meinem geliebten Rainbow Island, dem innig geliebten Klassiker Bubble Bobble und...Bionic Commando? Oha, das sind ja durchaus schmackhafte Zutaten. Ob das Gesamtergebnis dieses Eintopfes auch so gut schmeckt, wie es klingt, erfahrt ihr hier.
Das quietsche bunte Cover mit der so laut schreienden wie nichtssagenden Aufschrift „Go! Go! Cosmo Cops!“ verheißt erst mal nichts Gutes und senkt die Erwartungshaltungen wieder um ein paar Stufen. Nach dem Einlegen des Modules auch die erste Verwirrung: Entweder sind meine zwei DS Monitore defekt oder ich muss bei diesem Spiel den DS tatsächlich so halten wie ein Buch? Zweiteres trifft zu, und während ich noch überlege, wie ich so auf die Knöpfe greifen soll, entspinnt sich in einer Anfangssequenz eine unsäglich alberne wie überflüssige Story, die so etwas darstellen möchte wie eine Rahmenhandlung für diese kleine Arcade-Spielchen. Aber nun gut, das gehört nun mal dazu und kann getrost ignoriert werden.
Wir wählen zwischen einem Jungen oder Mädchen als Hauptperson und werden von einem außerirdischen Polizisten, der eben bei uns notgelandet ist, dazu aufgefordert, seine aus dem Raumschiff entflohenen Gefangenen wieder einzufangen. Dazu
spendiert er uns Powerarmbänder aus Alientechnologie, mit denen wir geschickt von Plattform zu Plattform schwingen. Warum unser Planet aus hauptsächlich in die Höhe ragenden Räumen besteht, bei denen zwischen den Plattformen keinerlei Brücken oder Wege laufen, diese Erklärung bleiben uns die Storyschreiber dann doch schuldig.
Das tolle Powerarmband ist dann auch der Clou des ganzen Spielchens. Wir steuern unsere Figur komplett mit dem Stylus. Um ein Gummiband an eine Plattform zu werfen, wischen wir mit dem Stift kurz über das Touchdisplay und bleiben dann am kleinen Felsvorsprung mit dem Seil hängen und baumeln daran. So schwingen wir uns von Plattform zu Plattform. Wenn wir diese Bewegung langsam ausführen, bleiben wir mit beiden Seilen an den zwei Plattformen hängen. Daraufhin können wir uns selbst mit dem Stift zurückziehen und wie ein Katapult nach vorne schleudern. Hängt unsere Figur nicht an einem Seil, laufen wir durch einfachen Druck links oder rechts von der Figur in diese Richtung. Nach etwas Übung (und etwas Frust, wenn man schleudert, obwohl man das gar nicht wollte) geht diese Art der Steuerung gut von der Hand, reagiert aber dennoch nie wirklich so präzise, wie man sich das wünschen würde.
Sammeln wir gewisse Extras ein, können wir auch mal Feinde direkt mit Projektilen antippen und bewerfen. In den Levels selber sind natürlich auch Unmengen von Edelsteinen verborgen, die es gilt aufzusammeln und ein Zeitlimit spornt uns ebenfalls an, nicht zu viel Zeit zu vertrödeln. In über 50 Levels turnen wir uns so stets von unten nach oben ins Ziel, sammeln Punkte und erledigen Gegner. Auch die obligatorischen Endbosse dürfen nicht fehlen. Insgesamt bietet das Spiel trotz oder gerade wegen der sehr simplen Idee und Steuerung sehr viel Abwechslung und unterhält sehr kurzweilig. Für lange Spiele-Sessions wurde dieses Spiel nicht gemacht, es ist ein Arcade Spiel und sollte auch als solches in kurzen Häppchen genossen werden. Der Multiplayer-Modus bietet Spielspaß für bis zu vier Spieler in unterschiedlichen Spielmodi gleichzeitig. Sehr löblich: Via Gamesharing wird dazu nur ein Spielmodul benötigt.
Grafik und Sound sind knuddelig und japanisch. Beides in großen Mengen. Den „Aliens“ nimmt man nicht wirklich ab, dass Sie eine Bedrohung für die Menschheit darstellen und die Melodien haben starken Ohrwurm Charakter. Die Titelhelden sind so klischeebeladen wie man es von japanischen Spielchen eben gewöhnt ist, inklusive farbigen Haaren, wilden Frisuren und nie um einen coolen Spruch verlegen. Dies leistet dem actionorientiertem Geschehen aber keinen Abbruch.
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