Goat Simulator

Goat Simulator

Publisher: Koch Media
Entwicklerstudio: Coffee Stain Studios
Genre: Gelegenheitsspiel • Simulation
Sub-Genre: Ziegen-Simulator
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 01.04.2014
USK 12

Goat Simulator   01.09.2016 von VanTom

In unserer neuen Reihe „VanTom testet Klassiker, die eigentlich jeder kennt“ wird heute der bekannte Goat Simulator geprüft. Ziegen-Experte VanTom hat sich das Leben einer Ziege angesehen und berichtet im Folgenden von seinen Erfahrungen mit den Hornträgern.

 

Sagen wir, wie es ist: Eine Ziege zu sein, ist nicht besonders leicht. Das dachten sich auch die Entwickler von Coffee Stain Studios und brachten dieses Spiel am 01.04.2014 heraus, um ein Schlaglicht auf diese armen Tiere zu lenken. Was leicht für einen Aprilscherz gehalten werden konnte, war tatsächlich der Ernst der Entwickler und so schenkten sie Spielerwelt diesen Simulator. Hier müssen wir keinen LKW oder Traktor steuern, auch steht die Landwirtschaft nicht vordergründig im Mittelpunkt. Viel mehr übernehmen wir die Rolle einer Ziege. Der gemeine Stadtbewohner wird sich das Leben einer Ziege ziemlich langweilig vorstellen. Das Leben dieser Ziege hingegen, ist alles andere als langweilig.

 

In der Version ohne zusätzliche kostenpflichtige DLC bekommt der Spieler zwei Karten, sowie den kostenlosen DLC Goat MMO Simulator auf die Festplatte installiert. Startet der Spieler eine Sitzung, so kann er sich eine der Karten oder den MMO-Teil auswählen. Weiterhin gibt es einen Mutator auszuwählen. Dabei handelt es sich um verschiedene Arten von Ziegen (oder Dingen), als welche der Spieler das Spiel erleben kann. So kann er beispielsweise eine Ziege mit einem Raketenrucksack auswählen und so unter massiven Steuerungsschwierigkeiten fliegen. Zu Beginn stehen nur wenige „Ziegen“ zur Auswahl. Der Spieler kann aber weitere freispielen und so seine Palette an Ziegen erweitern.

 

So gibt es in der ersten Karte GOATVILLE einen Kreis um den herum Zuschauer stehen. In der Mitte wartet eine Ziege auf eine würdige andere Ziege. Na der werde ich es aber zeigen. So muss der Spieler versuchen die andere Ziege aus dem Ring zu bekommen und dabei aufpassen, dass seine Ziege nicht selbst herausgestoßen wird. Nach mehreren Runden erhält der Spieler dann Zugriff auf die Muskelprotz-Ziege, welche auch aussieht, wie sie sich nennt. Diese kann mehr Schaden machen.

 

Hat der Spieler sich entschieden, so landet er auf der gewählten Karte. Diese Karte können wir dann erforschen und verschiedene Aktionen unternehmen. Die Ziege kann grundsätzlich Mäh (oder auch Bäh, halt wie Ziegen so machen) machen, sie kann Dinge mit den Hörnern umstoßen (am liebsten Passanten), sie hat eine klebrige Zunge (damit kann sie alles Mögliche mitziehen) und natürlich auch springen. Physik hat auch keine Bedeutung für eine Ziege, denn diese kann auch bis zu einem bestimmten Punkt an einer Wand hoch laufen. Ob reale Ziegen dazu ebenfalls ist der Lage sind, konnte bis zum Redaktionsschluss nicht geklärt werden.

 

Mit diesen Fähigkeiten erforscht die forsche Ziege und versucht das größtmögliche Chaos anzurichten. Dabei bekommt der Spieler für unterschiedliche Aktionen auch Punkte gut geschrieben. Nun liegt der große Reiz darin, einfach Dinge auszuprobieren und zu schauen was passiert. So ist auf der Karte eine Tankstelle zu finden. Wir können uns also die Frage beantworten, was passiert, wenn eine Ziege die Zapfsäulen mit den Hörnern rammt. Weiterhin finden wir auf der ersten Karte auch das Büro der Entwickler und können dies direkt verwüsten. In dem Gebäude gibt es aber auch einen Fernseher, auf dem wir eine Flappy Goat spielen können. Dabei handelt es sich um ein Minispiel, welches im eigentlichen Spiel mit der Y-Taste gespielt wird und doch sehr an Flappy Bird erinnert. Sehr auffällig sind auch die „Menschen“ im Spiel umgesetzt. Eine der herausstechende Eigenschaft des Spiels ist die Möglichkeit den herumlaufenden Menschen und irgendeiner Form Gewalt anzutun. Dabei zeigen diese „Opfer“ ein ausgeprägtes Ragdoll-Verhalten. Leckt die Ziege also einen Menschen mit der Zunge an, so bleibt er an ihr kleben und wird mitgeschleppt. Dies kann der Spieler auch direkt auf der ersten Karte nutzen. Hier ist ein Pentagramm versteckt, welches nach fünf Opfern verlangt. Meine Ziege zögert also nicht lange und leckt einen nach dem anderen verschiedene Menschen an und schleppt diese zum Pentagramm. Nach dem grausigen Ritual, habe ich eine weitere Ziege freigeschaltet. Insgesamt lauern viele kleine Gemeinheiten in dem Spiel. So hat der Spieler in der zweiten Karte GOAT CITY BAY auch die Möglichkeit als DJ tätig zu werden. Dazu muss die Ziege allerdings auch erst an den entsprechenden Ort gelangen.

 

Bildergalerie von Goat Simulator (15 Bilder)

Hat der Spieler sich für den GOAT MMO SIMULATOR entschieden, so landet er auf einem neuen Bildschirm, welcher wirklich aussieht, als wäre er von einem Multiplayer Online Spiel, wie beispielsweise World of Warcraft. Dabei kann der angehende MMO-Spieler sich für die Ziege einer bestimmten Klasse entscheiden. Hier gibt es solche illustren Gestalten, wie eine Hunter- oder Tank-Ziege, sowie eine Mikrowelle zur Auswahl. Ja, die Entwickler haben tatsächlich eine zweibeinige Mikrowelle eingebaut. Im Beschreibungstext steht geschrieben, dass es sich um die bösartigsten Konstrukte handelt, welche es überhaupt gibt. Nach der Wahl der Klasse findet der Spieler sich in einer Umgebung wieder, welcher einem Startpunkt eines MMORPG entspricht. Die ausgewählte Ziege erblickt einen NPC mit dem Namen Greta, welche ein Rufzeichen über dem Kopf hat. Hierbei handelt es sich um das klare Zeichen, dass sie eine Aufgabe zu vergeben hat. Ansonsten sieht der Spieler einen Chat, auf dem auch tatsächlich Kommunikation simuliert wird und er auch angeschrieben wird. Es entsteht tatsächlich der Eindruck, dass der Spieler in einem Onlinespiel ist. Ist er aber nicht. Ansonsten kann der Spieler in Form seiner Ziege nun anfangen, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. So gibt es beispielsweise einen NPC, welcher aus einem Haufen befreit werden muss. Auf weitere Details verzichte ich an dieser Stelle. Der Spieler kann Waffen und Rüstungen horten, sowie aufleveln.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Der Goat Simulator ist nicht so leicht zu bewerten. Die ersten beiden Karten können vor allem dadurch gewinnen, dass der Spieler als Ziege das größtmögliche Chaos anrichten kann. Der Spieler kann Dinge anlecken oder Menschen die Hörner spüren lassen, er erforscht die Karten und sammelt Punkte. Dabei kann er allerdings nicht speichern, sondern muss immer wieder von neuem anfangen. Laut den Entwicklern sind auch alle Bugs im Spiel erhalten geblieben, welche nicht zum Absturz des Spiels führen. Das führt zum Beispiel dazu, dass eine Ziege des Öfteren mal durch eine Tür glitcht. Der Spieler weiß nicht also nicht, was ein Bug oder ein Feature ist. So macht es durchaus Spaß, als eine Ziege Chaos zu stiften. Allerdings lässt der Spaß etwas nach, wenn alles erforscht wurde. Dann kann der Spieler sich aber den MMO-Teil ansehen, welcher viele Fantasy-Spiele kräftig auf die Schippe nimmt. Soll noch weiteres Ziegen-Futter beschafft werden, so kann auf die kostenpflichtigen weiteren DLC zurückgegriffen werden. Hier ist im Mai erst der letzte DLC Goat Simulator: Waste of Space erschienen.


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positiv negativ
  • Wahnsinn mit Ziegen
  • Bugs und Glitches
  • Chaotische Zerstörung
  • Ragdoll-Modelle
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  • Spieler wird am Anfang doch allein mit seiner Ziege gelassen
  • Soundtrack eher gewöhnungsbedürftig





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