Goddess of Love

Goddess of Love

Originaltitel: Goddess of Love
Genre: Thriller • Erotik
Regie: Jon Knautz
Hauptdarsteller: Alexis Kendra • Woody Naismith
Laufzeit: DVD (87 Min) • BD (91 Min)
Label: Alive
FSK 18

Goddess of Love   30.11.2016 von MarS

Die Schauspielerin Alexis Kendra dürfte vor allem den geneigten Trash- und Horror-Fans unter uns ein Begriff sein, welche sie vielleicht aus Filmen wie Hatchet II oder auch Big Ass Spider kennen. Mit dem Psycho-Erotikthriller Goddess of Love will sie nun beweisen, dass schauspielerisch mehr in ihr steckt - ob dies gelungen ist erfahrt Ihr in der folgenden Kritik...

 

Venus ist Stripperin und verdreht jeden Abend den Männern reihenweise die Köpfe, auch wenn es um ihr eigenes Liebesleben nicht allzu rosig bestellt ist. Da lernt sie eines Tages den Fotografen Brian kennen und die beiden gehen eine Beziehung miteinander ein. Zunächst läuft alles sehr gut und die Liebe ist harmonisch und auch voller Erotik, doch als sich Brian immer distanzierter verhält und immer mehr Zeit mit seiner Arbeit verbringt kommen Venus Zweifel an seiner Treue. Sie vermutet eine Affäre mit der Ex-Freundin, und so beginnt sie Brian zu verfolgen und kontrollieren. Immer tiefer versinkt Venus dabei in einen Strudel aus Wahrheit und Wahn, und immer stärker verschwimmen die Konturen zwischen Wirklichkeit und Einbildung, bis ihre Besessenheit sie schließlich in den Abgrund reißt...

 

Goddess of Love macht es einem wahrlich nicht einfach, denn die gesamte Inszenierung gleich einem experimentellen Werk, dass durch visuelle und akustische Reize mit der Wahrnehmung des Zuschauers spielt und damit definitiv kein Film für ein Mainstream-Publikum darstellt. Der überwiegend sehr ruhig erzählte Film lebt dabei ganz offensichtlich von der stets vorhandenen sexuellen Komponente, genauso aber auch von der Geschichte selbst, die einen immer wieder an Realität und Fantasie zweifeln lässt und damit dem Betrachter das Gefühl vermittelt, die gleichen Ereignisse zu durchleben wie die Hauptfigur. Die wiederum wird von Alexis Kendra hervorragend verkörpert, denn diese weiß hier nicht nur gekonnt ihren Körper einzusetzen und zur Schau zu stellen, sondern auch die Wandlung von der liebenden Stripperin zur von Visionen geplagten, obsessiven Furie glaubhaft darzustellen und damit das Geschehen in weiten Teilen ganz alleine zu tragen. Dank dieser starken Vorstellung fällt es einem auch nicht auf, dass der Film bis auf eine Szene im Finale eigentlich gänzlich auf Gewalt oder blutige Momente verzichtet und sich die Freigabe ab 18 Jahren wohl lediglich auf die zahlreichen, wenn auch kaum expliziten Nackt- und Sex-Szenen begründet. Regisseur Jon Knautz gelingt es bei alledem dank seiner Inszenierung des Geschehens eine ganz eigene, unwirkliche und surreale Welt zu erschaffen, die eine seltsame aber gleichzeitig einnehmende Atmosphäre aufzubauen weiß.

 

Bildergalerie von Goddess of Love (9 Bilder)

Das Bild der Blu-ray präsentiert sich als Mix aus glasklaren, scharfen Momenten und sehr weichen Sequenzen, die bei Kontrast und klaren Kanten nur schwache Werte liefern. Insgesamt ist die Farbgebung sehr stilisiert, das Bild aber frei von Rauschen oder Filmkorn. Die Tonspur beschränkt sich weitestgehend auf die vorderen Kanäle und liefert auch etwas wenig Druck und Kraft. Nur hin und wieder werden die hinteren Effektboxen mit einbezogen, meist nur beim schönen Score des Films. Die vorliegende Special Edition besteht aus einem Digipak im Pappschuber, welches den Film sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray enthält. Neben dem alternativen Cover im Vergleich zu den Standard-Veröffentlichungen finden sich auf dem Digipak weitere Szenenbilder. Daneben liegen der Edition drei Postkarten mit Motiven aus dem Film bei, ansonsten wurde aber wie bei den normalen Veröffentlichungen auf zusätzliche Extras verzichtet.


Das Fazit von: MarS

MarS

Entgegen dem ersten Eindruck ist Goddess of Love weder ein Horror- noch ein Slasher-Movie, sondern ein experimenteller Psychothriller mit stetig mitschwingender sexueller Komponente, der vor allem durch seine surreale Darstellung sowie die stark aufspielende Hauptdarstellerin Alexis Kendra zu überzeugen weiß. Fernab vom Mainstream angesiedelt hat es der Film bestimmt nicht leicht, wird aber ganz klar sein Publikum finden. Mich persönlich konnte Goddess of Love nicht auf ganzer Linie überzeugen, was wohl vor allem an dem sehr ruhigen, von visuellen und sonstigen Reizen überfluteten Erzählstil liegen dürfte, doch trotz allem wurde ich auf eine absurde Art und Weise gut unterhalten.


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