Gomo

Gomo

Publisher: Daedalic
Entwicklerstudio: Fishcow
Genre: Adventure
Sub-Genre: Point-and-Click
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 06.12.2013
USK 6

Gomo   03.03.2014 von Wolf

Mit Gomo erscheint ein weiteres Point-and-Click-Adventure vom renommierten Publisher Daedalic Entertainment - diesmal produziert von dem Studio Fishcow. In diesem begibt sich der gleichnamige Held Gomo, ein lebendiger Kartoffelsack (!), auf die Suche nach seinem Hund, ebenfalls ein lebendiger Kartoffelsack (!!), der von Außerirdischen entführt wurde (!!!). Solltet Ihr Euch jetzt berechtigterweise die Frage stellen, ob das Spaß machen kann, sei soviel vorweggegriffen: ja, kann es ...

 

Eines schönen Morgens wacht Gomo in seinem Haus auf und stellt fest, dass sein Hund Dingo von einem unbekannten Alien entführt wurde. Dieser schlägt Gomo einen Austausch vor: sein Hund gegen einen seltsamen roten Kristall mit einer unbekannter Funktionsweise. Gomo begibt sich also auf den Weg, den Kristall zu suchen – (fast) immer nach Osten ...

 

Gomo ist zwar ein Point-and-Click-Adventure, aber auch gleichzeitig ein Sidescroller. Die Handlungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt, Gomo kann immer nur auf bestimmte Positionen bewegt werden und dort häufig nur jeweils eine Aktion durchführen. Damit ist das Spiel ein Musterbeispiel für Linearität. Dieses Konzept hat aber  zwei Vorteile: Durch die Planbarkeit des Abenteuers können die Animationen sehr individuell gestaltet werden und außerdem die Geschichte kompakt und unterhaltsam, ja witzig, erzählt werden. Die grafische Umsetzung, die sich dadurch ergibt, kann als charmant bezeichnet werden. Hebt Gomo einen Gegenstand auf, steckt ihn sich der wandelnde Kartoffelsack einfach in den Nacken.

 

Zu den Interaktionsmöglichkeiten in Gomo gehören  ganz klassisch das Einsammeln von Gegenständen, das Kombinieren von Gegenständen und das Lösen von Rätseln. Bei den Rätseln sollte der Spieler seine Erwartungshaltung allerdings möglichst niedrig halten. Diese sind zwar manchmal auf den ersten Blick total unlogisch, allerdings insgesamt gesehen deutlich zu anspruchslos geraten. Wenigstens wird dadurch der Fluss der Geschichte nicht unterbrochen. Sehr angenehm sind auch die durchaus erfolgreichen Versuche, den Spieler auf die Schippe zu nehmen. Falls Du beim Spielen an einer Anleitung, einen großen Bohrroboter zu steuern, vorbeikommst und zwei Räume weiter erst an dem besagten Roboter, dann mach Dir nicht die Mühe, etwas mit dem Roboter zu machen. Einfach weitergehen ^^

 

Bildergalerie von Gomo (12 Bilder)

Nach zirka einer Stunde Spielzeit wirst Du schließlich nach dem Kampf gegen einen riesigen Wachroboter, dem Zünden einer Atomrakete auf einem mit der Handlung nichts zu tun habenden im Krieg befindlichen außerirdischen Planeten und einigen skurrilen weiteren Ereignissen den Abspann zu sehen bekommen. Solltest Du währenddessen eine kurze Pause eingelegt haben, wird es Dir Gomo gleich getan haben: Er pennt einfach ein, wenn er keine Anweisungen bekommt. So muss Humor aussehen!


Das Fazit von: Wolf

Wolf

Wolltest Du schon immer einmal wissen, wie man ein Eichhörnchen mit einer Büroklammer fängt? Sollte Deine Antwort "Ja" lauten, solltest Du dir das Spiel Gomo einmal anschauen. Solltest Du allerdings auch tatsächlich ein Eichhörnchen mal mit einer Büroklammer fangen wollen, musst Du dich leider in den nächsten Park begeben. Das ist in Gomo nämlich nicht möglich. Der Held des Spiels nimmt den Spieler mit auf eine – zugegeben sehr kurze aber – sehr unterhaltsame Reise, in der er nicht zuviel interpretieren oder erwarten sollte. Insgesamt ist Gomo eine erfrischende Erfahrung und, wenn man einen günstigen Preis erwischt, definitiv einen Kauf wert.


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