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Grease

Publisher: NBG / 505 Games
Entwicklerstudio: Zoe Mode
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Tanzspiel
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 04.11.2011
USK 0

Grease    13.12.2011 von Panikmike

Und schon wieder ein Tanzspiel, dieses Mal jedoch mit einem filmischen Hintergrund. Wer Rock ´n´ Roll mag und beim Film Grease wegen den flotten Tänzern und Tänzerinnen weiche Knie bekommen hat, der hat auf alle Fälle keinen Vergleich zu diesem Spiel. Grease Dance bedient sich zwar dem Namen, jedoch hat es mit den Filmen nicht wirklich viel gemeinsam…

Vor über 40 Jahren wurde eine Amateurproduktion in Chicago uraufgeführt. Obwohl es nicht so geplant war, lief das Musical dann über 7 ½ Jahre mit über 3300 Vorstellungen. 1978 kam ein Film in die Kinos, welcher mit der grandiosen Leistung von John Travolta überzeugen konnte. Vier Jahre später kam dann noch ein Film, welcher inhaltlich eine Fortsetzung des ersten Films darstellte. Doch seitdem her ist es ruhig um Grease und die legendären Tanzschritte geworden. Jetzt, zu Zeiten neuer Technologie, kommt von 505 Games ein Tanzspiel heraus, welches bekannte Rock ´n´ Roll-Songs aus den 70er und 80ern beinhaltet. Im Spiel werden Euch insgesamt 20 Songs präsentiert, wovon auch im eigentlichen Film von 1978 15 enthalten waren. Von der damaligen Story des Musicals ist leider nicht mehr viel beibehalten worden. Allerdings muss man den Machern zugute halten, dass es nicht unbedingt einfach ist, die Story gamergerecht in ein Tanzspiel zu packen.

Das Problem bei diesem Zappel-Game ist aber der kurze Umfang. Mit nur 20 Songs ist es von der Auswahl her eher lau, und wenn man die Kampagne spielt, dann ist man als geübter Tänzer in etwa 1 ½ Stunden durch. Danach bleiben einem nur die Minispiele und ein Partymodus. In der kurzen Spielzeit kommt man zwar ins Schwitzen, jedoch ist der Schwierigkeitsgrad trotzdem viel zu einfach. Das liegt zum einen daran, dass Kinect selbst falsche Bewegungen manchmal als richtig erkennt und zum anderen, dass die Ziele zum Meistern der Level sehr weit unten angesiedelt sind. Trotz der drei Schwierigkeitsgrade konnte ich in meiner Tanzphase bei jedem Lied die beste Wertung ergattern, obwohl ich sicherlich kein guter Tänzer bin. Die Figuren variieren, doch oftmals muss man nur die Arme in eine Position strecken und sie dann in irgendeine Richtung bewegen. Klar sind auch komplexere Tanzschritte enthalten, im Vergleich zu Dance Central 1 oder Dance Central 2 ist allerdings nichts Schweres dabei. In den genannten Titeln muss man sich wirklich anstrengen, um weiter zu kommen.

Hat man die eigentlichen Songs durch, dann darf man sich an den Minispielen erfreuen. Wobei die meisten davon, ehrlich gesagt, langweilig und öde sind. In einem muss man zum Beispiel ähnlich wie bei Guitar Hero agieren. Es kommen aus jeder Himmelsrichtung Pfeile, die man zum richtigen Zeitpunkt erwischen muss. Demnach streckt man die Hand in die Himmelsrichtung und sammelt dadurch Punkte. In einem anderen muss man zur richtigen Zeit einen Baseball treffen, beim nächsten in einer Autowerkstatt Routinearbeiten (Ausbeulen, Schrauben festziehen, Lackieren) erledigen. Klingt zwar spannend, ist es aber auf Dauer nicht.

Wer einen Mitspieler an der Hand hat, der kann Grease Dance auch zusammen erleben. Entweder man tanzt oder singt zusammen oder gegeneinander. Kombinieren kann man es auch, lustiger ist es aber, wenn beide dieselben Aufgaben haben. Leider ist es hier ähnlich wie im eigentlichen Spiel, der Schwierigkeitsgrad beim Singen ist zu einfach und man bekommt sehr leicht die Bestnote. Es ist definitiv kein annähernder Ersatz für LIPS.

Grafisch gesehen geht das Spiel in Ordnung, jedoch darf man keine Wunder erwarten. Es wurde alles im Stil der 70er Jahre entworfen, allerdings legten die Programmierer Wert auf einen Comicstil. Dieser sieht gut aus, jedoch erwarten den Spieler nicht viel Details. Soundtechnisch ist es natürlich Geschmackssache. Wer Rock ´n´ Roll mag, der ist auf alle Fälle gut aufgehoben. Leider sind die 20 Tracks im Vergleich zu anderen Tanzspielen zu wenig, hier hätte man noch einen drauflegen müssen. Damit Ihr aber wisst, welche Songs im Spiel vorhanden sind, noch alle Songs von Grease Dance:
 

  • Summer Nights
  • Grease
  • You´re The One That I Want
  • Look At Me, I´am Sandra Dee
  • Sandy
  • Hound Dog
  • It´s Raininig On Prom Night
  • Greased Lightning
  • Beauty School Drop Out
  • Long Tall Sally
  • Rock Around The Clock
  • Tutti Frutti
  • Those Magic Changes
  • Jailhouse Rock
  • Yakety Yak
  • Rock ´n´ Roll Party Queen
  • Born To Hand Jive
  • We Go Together
  • Worse Things
  • Hopelessly Devoted To You

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Eines muss ich gleich loswerden: Ich liebe die Musik dieses Spiel. Leider sind es zu wenige Musikstücke, man hört sich nach längerem Tanzen schnell satt. Trotzdem macht das Spiel Laune, auch wenn man fürs Durchspielen nicht mal zwei Stunden benötigt. Das Problem ist aber generell der geringe Umfang, denn die Minispiele sind halbherzig und es sieht so aus, als wären sie als Füller eingebaut worden. Spielt man mit mehreren Spielern, dann kommt zwar kurzzeitig Freude auf, jedoch macht Dance Central und Co. zusammen mehr Spaß als Grease Dance. Dass man auch dazu singen kann, ist lobenswert, allerdings hilft es dem Spiel auch nicht, in die obere Liga zu kommen. Ich für meinen Teil wurde kurzzeitig gut unterhalten, jedoch müssen die Entwickler noch einiges mehr drauflegen, um ein richtig gutes Spiel zu erschaffen.


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positiv negativ
  • Gute Rock ´n´ Roll – Tracks…
  • Coole Choreographien…
  • Leicht freizuschaltene Gamerscore…
  • Schicke Präsentation…
  • 2 Spieler-Karaoke-Modus
  • 2-8 Spieler-Tanz-Modus
  • …leider nur 20 Stück
  • …die nicht immer richtig erkannt werden
  • …doch manche sind hammerhart
  • …die leider nicht zeitgemäß ist
  • Viel zu kurze Spielzeit
  • Minigames öde und nur als Füller eingebaut





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