Halo Wars

Halo Wars

Publisher: Microsoft Game Studios
Entwicklerstudio: Ensemble Studios
Genre: Strategie
Sub-Genre: Echtzeit Strategie
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 27.02.2009
USK 12

Halo Wars   17.03.2009 von Molle

Nun ist es endlich soweit: Halo Fans stürzen sich auf die Regale und können nun den so lang erwarteten neuen Teil in den Händen halten. Hier handelt es sich aber nicht wie gewohnt um einen Ego-Shooter sondern um ein Echtzeitstrategiespiel aus dem Hause Ensemble Studios. Wer gerne die Vorgeschichte zwischen den UNSC und der Allianz erleben möchte, sollte diesen Teil auf keinen Fall auslassen.

Packung aufgerissen, ein sehr dickes Handbuch beiseite geschmissen und sofort die CD eingelegt. Im ersten Moment sieht das Menü zu hundert Prozent gleich aus gegenüber dem dritten Teil vom Master Chief. Der Kampangen-Modus, Multiplayer-Modus, alles ist vorhanden. Auch die Schwierigkeitsgrade werden hier wieder mit den netten Schildern, Schwertern und beim schwierigsten Mode mit einem Totenkopfschädel dargestellt. Soweit sieht alles vertraut aus, also starten wir mal die Kampagne.


Um sich zunächst mit der Steuerung anzuvertrauen, wird ein Tutorial angeboten. Hier werden grundlegende Sachen wie Bewegen der Kamera, Auswahl und kommandieren der Einheiten sowie der Einsatz der Spezialfähigkeiten erklärt. Außerdem wird ein „Advanced Tutorial“ angeboten, das sich mit dem Basis-Bau beschäftigt. Dieser erinnert stark an „Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde“, da wie im ersten Teil aus dem Tolkin Universum bestimmte Bauplätze vorgegeben sind und keine Gebäude frei auf dem Spielfeld platziert werden können. Allerdings werden hier keine Stallungen gebaut, sondern Barracken und Fahrzeugfabriken. Die Einheiten sind gleichnamig aus den drei Spielen und somit findet man sich gleich zurecht. Um diese zu bauen bzw. auszubilden werden Rohstoffe benötig. Zunächst gibt es Materialien, die aus dem Weltall per Transporter direkt an die Station geliefert werden. Die Energiekraftwerke werden hauptsächlich für die Herstellung der Panzer und Flugzeugen benötigt, da bei der Produktion sehr viel Energie verbraucht wird. Die Steuerung ist einfach gehalten und somit auch für Einsteiger von Strategiespielen auf der Konsole sehr benutzerfreundlich.

Die spielbaren Fraktionen sind sehr überschaubar, da hier nur zwei vorhanden sind. Auf einer Seite die Allianz, die mit ihren riesigen Armeen die Menschheit vernichten will und auf der anderen die UNSC, die dies natürlich verhindern möchte. Die Kampagne behandelt die Geschichte 20 Jahre vor den Ereignissen auf Halo. Somit können zwar Spartaner als Einheiten ausgebildet werden, allerdings werdet ihr unter diesen keinen Master Chief auffinden. Die Einheiten der Parteien sind bekannt wie der Scorpion-Panzer, Marinesoldaten, Warthog sowie der kleine Kampfhubschrauber Hornet. Für jede Einheit gibt es Erweiterungen, um die Effizienz jeweils zu erhöhen. Das beste Beispiel wäre der Scorpion-Panzer, für den unter anderem „Splittersprenggranaten“ und „Highspeed-Turm“, welche die Beweglichkeit des Geschützturmes erhöht, verfügbar sind. Diese sind zwar sehr teuer, aber unabdinglich um die entscheidende Schlacht zu gewinnen. Im Orbit befinden sich die riesige Raumstation „Spirit of Fire“ die unter anderem Unterstützung durch Transporter gibt. Sprich damit Einheiten so schnell wie möglich von einem Ende des Schlachtfeldes bis zum anderen gebracht werden können.

Bei der Allianz ist das Prinzip das gleiche, allerdings müssen hier sogenannte Zeitalter entwickelt werden. Sobald eine Basis errichtet wurde, kann ein Tempel gebaut werden, der quasi den Energiekraftwerken der UNSC entspricht. Auch einige Entwicklungen wie Erhöhung der Kommandopunkte finden dort statt. Da es sich um eine höhere Intelligenz handelt, können auch Schildgeneratoren gebaut werden, die die ganze Basis mit einem Energiefeld umhüllen. Zum schnellen Transport von Einheiten ist ein Teleporter an der Basis vorhanden, sowie verschiede Punkte an denen die Einheiten wieder auftauchen.

Die Grafik ist mit Ihrer Physik-Engine sowie Licht- und Schatteneffekte sehr gut gelungen und auf dem aktuellsten Stand. Auch Explosionen sowie Luftangriffe sind sehr schön in Szene gesetzt. Am liebsten würde man sich einfach nur zurück lehnen und zuschauen. Aufgelockert werden die Kampfszenarien durch Videosequenzen, die jeweils die Story weitererzählen und einen auf das kommende Geschehen vorbereiten. Hier ist sehr auffällig, dass diese Zwischensequenzen filmreif inszeniert wurden und dadurch einem das Gefühl geben, die Geschichte beeinflussen zu können. Im Menü können die Videos jederzeit abgerufen werden und laden einen immer wieder zum Popcornkino ein.

Der Sound wurde direkt aus den anderen Spielen übernommen. Der Motor der Warthogs, die Schüsse der Maschinengewehre; sogar wenn sich die Schilde der Spartans aufladen fühlt man sich wie im Halo-Universum. Auch der Soundtrack wurde übernommen und passt perfekt ins Geschehen.

Nun kommen wir zu den verschiedenen Spielmodi. Die Gefechte können offline sowie über Xbox live ausgetragen werden. Die Anzahl der Spieler beträgt maximal sechs. Die künstliche Intelligenz der Computer ist sehr anspruchsvoll, welche natürlich auch auf den Schwierigkeitsgrad zurückzuführen ist. Allerdings kann hier der Schwierigkeitsgrad „Automatisch“ ausgewählt werden, der auf die vorhergehenden Spiele zurückgreift und sich entsprechend anpasst. Somit hat man immer die

perfekte Stufe und ist nicht über- bzw. unterfordert. Insgesamt stehen 15 Karten zur Verfügung die hauptsächlich landschaftlich abwechslungsreich gestaltet wurden. Von Eiswüsten, Sandwüsten bis hin zum Dschungel oder Städten. Jedes Gebiet fordert andere Strategien und somit erhöhen sich der Spielspaß sowie die Motivation. Der Modus kann zwischen Standard und Deathmatch gewählt werden. Standard behandelt den reinen Basisbau, Erwirtschaftung von Rohstoffen sowie Entwicklung von neuen Technologien. Beim Deathmatch wiederum werden 15000 Einheiten an Rohstoffe zur Verfügung gestellt und alle Technologien sind bereits entwickelt. Sobald man mehr als eine Basis kontrolliert, erhöhen sich die Kommandopunkte um jeweils 10 Einheiten pro Basis. Um sich auf dem Schlachtfeld behaupten zu können, ist der Besitzt von mehr als nur einer Basis notwendig, da man sonst mit dem Ausbilden von neuen Einheiten nicht mehr hinterher kommt. Neben den klassischen Multiplayermodi wird hier auch noch ein „KOOP“ Modus angeboten, welcher erlaubt mit Freunden über Systemlink oder über Xbox Live die Kampagne durchzuspielen.

Jede Fraktion besitzt insgesamt drei Helden welche jeweils verschiedene Boni mit aufs Schlachtfeld bringen. Von Fahrzeugen oder Einheiten bis hin zur Luftunterstützung ist alles dabei. Jeder Held hat seine Vor- und Nachteile, somit sollte man sich vor der Gefecht gut überlegen, welchen man wählt. Halo Wars wurde nicht wie die meisten Spiele für den Computer konzipiert und dann in eine Konsolenversion umfunktioniert, sonder hier wurde das Spiel lediglich für Xbox 360 Besitzer entwickelt. Ob eine PC Version erscheinen wird ist fraglich, da die Entwickler sich diesbezüglich noch nicht geäußert haben.


Das Fazit von: Molle

Molle

Halo Wars hat mich absolut überzeugt. Durch spannende Multiplayerschlachten und atemberaubende Effekten hätte es mich fast vom Hocker gehauen. Ein Strategiespiel in solchen Ausmaßen hatte ich mir nicht vorgestellt und bin in dieser Hinsicht vor allem Positiv überrascht. Viele werden bemängeln, dass es nur zwei Fraktionen gibt, allerdings reden wir hier vom Halo Universum und in diesem gibt es nun einmal nicht mehr. Ich muss den Ensembles Studios mein Kompliment aussprechen, da sie wirklich gute Arbeit geleistet haben und nicht von den anderen Teilen abgewichen sind. Super Spiel, kann ich nur empfehlen und darf in keiner Halo-Sammlung fehlen.


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